So durchleuchtet Teamchef Franco Foda Norwegen

So durchleuchtet Teamchef Franco Foda Norwegen Foto: © GEPA
 

Es ist Usus, dass sich die Trainer von Nationalteams intensiv auf kommende Gegner vorbereiten und dafür in der Regel auch einige Wochen, manchmal sogar einige Monate Zeit haben.

Auf Norwegen musste sich der ÖFB-Betreuerstab binnen weniger Stunden einstellen, nachdem die Skandinavier am Montag ihre zusammengewürfelte Truppe für das Nations-League-Duell mit Österreich bekanntgegeben haben.

Wie funktioniert das?

"Der gestrige Tag war sehr intensiv", betont ÖFB-Teamchef Franco Foda und erläutert, dass die Analyse mit Leif Gunnar Smerud, der als Coach einspringt, begonnen hat:

"Klarerweise haben wir uns mit dem U21-Trainer beschäftigt, haben ihn durchleuchtet, welche Systeme er spielt, wie die Spielanlage ist. Darüberhinaus haben wir uns mit jedem einzelnen Spieler beschäftigt und das heute auch schon unserer Mannschaft präsentiert. Wir haben unseren Spielern die Stärken und Schwächen der einzelnen Spieler mitgegeben und auch, was uns vom System her erwarten kann."

Analyse zu dritt aufgeteilt

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

Wie dies binnen so kurzer Zeit zu bewerkstelligen sei?

"Wir haben ein sehr gutes Analyseteam", streicht Foda hervor, "im Prinzip haben wir zu dritt daran gearbeitet und uns die Arbeit aufgeteilt. Über Wyscout hast du alle Möglichkeiten, jeden einzelnen Spieler zu durchleuchten. Wir haben uns auch Spiele der U21 angeschaut. Es war halt bis in die Nacht ein sehr langer Tag."

Die konkreten Erkenntnisse verrät der 54-Jährige logischerweise nicht. Norwegen sei jedoch generell eine Mannschaft, die normalerweise offensiver ausgerichtet sei als Nordirland.

"Ich gehe davon aus, dass sie weiter in einem 4-4-2 spielen, möglich ist aber auch ein 5-3-2, das hat der U21-Trainer auch schon spielen lassen", meint Foda.

Norwegens Kader "eine gute Mischung"

Zum neu zusammengestellten Kader meint der Deutsche: "Sie haben gute junge und talentierte Spieler, aber auch erfahrene Spieler - das ist eine gute Mischung. Einige Spieler waren auch schon beim Nationalteam. Auf einigen Positionen haben sie mit Veton Berisha oder Mats Möller Dähli auch einen gewissen Speed, sofern die beiden zum Einsatz kommen."

Dass die logischerweise nicht eingespielte Elf der Skandinavier auf Sieg spielen müsste, um noch den Gruppensieg zu fixieren, macht die Ausgangslage zusätzlich interessanter.

Letztlich habe es das ÖFB-Team laut Foda unabhängig von der norwegischen Herangehensweise selbst in der Hand: "Wir müssen uns aufs Wesentliche konzentrieren, auf unser Spiel. Wir müssen 90 Minuten alles dafür tun, dass wir dieses Spiel gewinnen."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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