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Rangnick: "Bis jetzt haben die Neuen noch gelacht"

Wie der Teamchef seine Neuzugänge erlebt hat, wie viel er wirklich testen will und welchen WM-Gegner Ghana widerspiegelt.

Rangnick: "Bis jetzt haben die Neuen noch gelacht" Foto: © GEPA

Was zählt, ist der Sieg. Das gilt für das ÖFB-Team auch in den ersten beiden Testspielen im WM-Jahr 2026. Am Freitag geht es gegen Ghana, am Dienstag dann gegen Südkorea.

Doch es geht freilich nicht nur ums Gewinnen. "Klar ist, dass wir die Spiele gewinnen wollen, aber das schließt nicht aus, dass wir vielen Spielern die Chance geben, sich zu zeigen", sagt Teamchef Ralf Rangnick.

Die FIFA hilft

Der Deutsche will die beiden Tests also auch zum Testen nutzen. Logisch. Und da kam ihm die FIFA entgegen. In den Freundschaftspartien vor der Weltmeisterschaft sind pro Team sogar elf Wechsel erlaubt.

"Ich bin sehr froh, dass sich die FIFA zu dieser Regelung durchgerungen hat. Das gibt uns die Möglichkeit, dass viele Spieler zum Einsatz kommen", sagt Rangnick.

Er plane zwar nicht, in den beiden Partien komplett unterschiedliche Teams aufs Feld zu schicken, "es ist aber möglich, dass wir schon früher wechseln, in der Pause".

Fragezeichen hinter Schlager

Abgesehen von David Alaba und Maximilian Wöber sind grundsätzlich alle Spieler einsatzbereit. Einzig hinter Xaver Schlager steht ein größeres Fragezeichen.

"Er hat keine strukturelle Verletzung, aber ich möchte kein Risiko eingehen. Es ist durchaus möglich, dass er nicht spielt", sagt Rangnick. Zudem habe der eine oder andere Kicker während des Rückflugs aus Spanien, wo das Trainingslager stattgefunden hat, über Wehwehchen geklagt.

Warum die Neuen noch lachen können

Die Chance, dass mit Paul Wanner, Carney Chukwuemeka, David Affengruber und Florian Wiegele gleich vier Spieler ihr ÖFB-Debüt geben, ist also zumindest theoretisch da.

"Die vier haben einen guten Eindruck hinterlassen", sagt der Teamchef über sie.

Michael Gregoritsch ergänzt: "Wenn man sieht, wie oft die vier gelacht und sich an Gesprächen beteiligt haben, spiegelt das sehr gut wider, wie einfach es ihnen das ganze Team macht. Das sind gute Spieler und Charaktere."

Rangnick fügt mit einem Grinser hinzu: "Bis jetzt haben sie noch gelacht, bis jetzt musste ja auch noch keiner vor der Mannschaft singen."

Ghana ist Algerien

Gegner Ghana ist übrigens der Test für das finale WM-Gruppenspiel, wurde aufgrund seiner Ähnlichkeit zu Algerien ausgewählt.

"Sie haben beide einen eher spielerischen Ansatz, versuchen über Kombinationsspiel zu dominieren, auch ein bisschen zu zocken. Trotzdem haben sie eine gewisse Körperlichkeit und Physis im Team. Sie spielen mal mit einer Vierer-, mal mit einer Dreierkette. Im Sturm haben sie eine gute Geschwindigkeit. Wir freuen uns darauf, entsprechend gefordert zu werden", erklärt Rangnick.

Die WM kommt mit diesem Spiel wieder ein Stück näher, das spürt auch Gregoritsch: "Das Kribbeln ist bei uns schon extrem groß."

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