ÖFB: Stefan Posch als Ersatz für Stefan Lainer?

 

Im ÖFB-Nationalteam hat sich zuletzt ein recht konstanter Stamm etabliert. Aufgrund verletzungsbedingter Ausfälle ist Teamchef Franco Foda gegen Israel und Slowenien jedoch zu Umstellungen gezwungen.

Eine der spannendsten Fragen lautet, wie der 53-Jährige den Ausfall von Rechtsverteidiger Stefan Lainer kompensiert.

Möglichkeiten gibt es einige: Umstellung auf eine Dreierkette, Valentino Lazaro nach hinten beordern oder Nachrücker Christopher Trimmel. Eine Option könnte jedoch auch Stefan Posch sein.

Der Hoffenheim-Legionär lieferte in Polen als Innenverteidiger ein tadelloses Startelf-Debüt ab. Beim deutschen Bundesligisten lief er zuletzt zudem als Rechtsverteidiger auf und wurde nach seiner starken Leistung beim Sieg gegen den FC Bayern erstmals in die Kicker-Elf der Runde gewählt.

Weniger Offensivdrang als Lainer

"Es ist nicht meine Stammposition, aber ich habe es in den letzten Spielen rechts hinten ganz gut gemacht. Gegen die Bayern habe ich ein sehr gutes Spiel absolviert", traut sich der Steirer diese Aufgabe durchaus zu.

Eine der Fragen wird sein, wie viel Offensivdrang Foda von seinem Rechtsverteidiger sehen möchte. Lainer zieht bekanntlich gerne mit auf und schaltet sich ins Angriffsspiel mit ein.

"Das ist natürlich nicht meine größte Stärke", gibt Posch zu, "natürlich bin ich nicht der offensivste Rechtsverteidiger, aber auch nach vorne hin geht immer etwas."

Seine Lieblingsposition sei in der Abwehrzentrale, in der er in Polen für Martin Hinteregger nach dessen zu ausgedehnter Geburtstagsfeier eingesprungen ist: "Aber ich spiele auch rechts hinten gerne, also macht es nicht viel Unterschied."

Sieg bei Bayern ein Karriere-Highlight

Wie viele Chancen er sich ausrechnen würde, auch diesmal der Startelf anzugehören? "Fix rechne ich nicht damit, aber ich hoffe natürlich, dass ich in der Startelf stehe. Aber das entscheidet der Teamchef. Jede Entscheidung des Trainers ist zu akzeptieren."

Der 22-Jährige bringt zumindest das Selbstvertrauen eines Siegs beim FC Bayern mit - ein Erfolgserlebnis, das er in seiner Karriere ganz weit oben einordnet:

"Es ist schon etwas Besonderes, in München zu gewinnen. Für Hoffenheim war es in der Geschichte der erste Sieg in München - und für uns waren es natürlich wichtige drei Punkte, weil es in der Tabelle davor nicht so gut ausgesehen hat."

Öffentliche Wahrnehmung als Nationalspieler eine andere

Für Hoffenheim war es am 7. Spieltag erst der zweite Saison-Sieg. Posch stand in allen Partien in der Startformation. Während er beim deutschen Bundesligisten längst etabliert ist, gilt es sich diesen Status im ÖFB-Team erst endgültig zu erarbeiten.

"Das ist eine Wertschätzung für die Leistung. Wenn andere Klubs so konkretes Interesse zeigen und so viel bezahlen würden, freut man sich natürlich."

"Die Rückmeldungen nach meinem Startelf-Debüt waren sehr gut, auch in den Medien. Ich glaube, dass ich ein gutes Spiel gemacht habe. Leider haben wir in Polen nicht gewonnen. Aber die Null ist gestanden und das war für mich hinten das Wichtigste", meint Posch und weist darauf hin, wie speziell es für ihn ist, für Östererich aufzulaufen.

"Auch für die öffentliche Wahrnehmung in Österreich ist es etwas anderes, wenn ich für das Nationalteam spiele. In Deutschland hat man mich schon länger gesehen, weil ich schon seit zwei Jahren in der Bundesliga spiele. Ich bin natürlich sehr froh, dass ich jetzt auch im Nationalteam meine Chance kriege."

Achtstelliges Angebot im Sommer

In Hoffenheim weiß man jedenfalls, was man am Abwehrspieler hat. Im Zuge seiner Vertragsverlängerung bis 2023 gab der Verein im August bekannt, dass man Mitte Juli ein achtstelliges Angebot für Posch ausgeschlagen habe.

Folglich lag selbiges irgendwo zwischen 10 und 99,9 Millionen Euro. "Jetzt könnt's raten, wie viel es war", lacht Posch und erläutert seinen Umgang mit derartigen Summen:

"Das ist eine Wertschätzung für die Leistung. Wenn andere Klubs so konkretes Interesse zeigen und so viel bezahlen würden, freut man sich natürlich."

Wie reizvoll ein Transfer gewesen wäre? "In diesem Moment war es schon reizvoll, aber es hat sich so ergeben, dass ich bei Hoffenheim verlängert habe, und ich bin auch sehr froh, dass ich bei Hoffenheim geblieben bin."

Textquelle: © LAOLA1.at

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