Valentino Lazaro: "Brenne seit 2016 voll drauf"

Valentino Lazaro: Foto: © GEPA
 

2016 blieb Valentino Lazaro eine Teilnahme an der Europameisterschaft versagt. Der damalige Teamchef Marcel Koller strich den Steirer kurz vor der Endrunde aus dem finalen ÖFB-Kader. Etwas, was den 25-Jährigen fünf Jahre lang motiviert hat, wie er am Sonntag bei einer ÖFB-Medienrunde preisgibt.

"Damals war es schon extrem hart, wenn du im Camp dabei bist und dann von der Liste gestrichen wirst, dann in Urlaub fährst und nur zuschauen kannst. Deswegen brenne ich seit 2016 voll drauf", so Lazaro über seine Vorfreude auf die im Juni beginnende Europameisterschaft.

"Schon in der Quali war ich froh, Stammspieler gewesen zu sein, meinen Teil beitragen zu können, dass wir die Endrunde erreicht haben. Jetzt wollte ich natürlich um jeden Preis dabei sein", sagt Lazaro, der das erste Gruppenspiel gegen Nordmazedonien "kaum erwarten" kann.

Rückkehr zu Inter Mailand geplant

Die vergangene Saison verbrachte Lazaro auf Leihbasis bei Borussia Mönchengladbach. Für die kommende Spielzeit steht eine Rückkehr zu Stammverein Inter Mailand an. "Ich sehe zur Zeit nichts in der Schwebe, es gibt zur Zeit nichts. Wir haben, als ich zu Gladbach gewechselt bin, einen Vertrag ohne Kaufoption ausgehandelt", dieser sehe eine Rückkehr nach Mailand vor.

"So sieht es Stand jetzt auch aus. Ich habe drei Jahre dort Vertrag, deswegen habe ich kein Risiko, Stress oder Angstgedanken", sagt Lazaro, der sich im Vergleich zu anderen Spielern in einer glücklichen Situation sieht.

"Es gibt da ganz andere Spieler, die vielleicht ohne Vertrag dastehen oder in anderen Situationen sind, vielleicht abgestiegen sind und jetzt nicht die Möglichkeit haben, diese Ruhe zu haben. Ich habe noch drei Jahre Vertrag beim italienischen Meister, habe eine EURO vor der Tür, habe dahingehend keine Gedanken und keinen Stress."

Gladbach "der richtige Schritt"

Seine Leih-Station bei Marco Rose und Borussia Mönchengladbach wertet der Steirer, der auf der rechten Außenbahn beheimatet ist, als Erfolg.

"Es war auf alle Fälle der richtige Schritt. Ich wollte vor der EURO so viel Spielpraxis wie möglich bekommen, hatte dann durch Verletzungen Rückschläge. Aber man hat gesehen, sobald ich fit war, habe ich mehr als genug Einsätze bekommen", resümiert Lazaro, der für die "Fohlen" wettbewerbsübergreifend auf 28 Pflichtspiele kommt.

Bei Inter wartet die Aufgabe, sich in der Vorbereitung auf die kommende Saison für einen Platz im Kader zu bewerben. "Ich denke, dass es so sein wird, dass ich nach Mailand zurückgehen werde, auch die Vorbereitung machen werde und dann wird man sich ansehen, ob das diesmal besser passt, oder ob man sich was anderes überlegt", so Lazaro, der aber andere Themen in der nahen Zukunft in den Fokus rückt.

"Für mich gilt sowieso, für die Nationalmannschaft alles zu geben, und natürlich auch dahingehend, mich selbst zu präsentieren. Daher freue ich mich ganz riesig auf das, was wir mit der Nationalmannschaft vor der Brust haben."

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

ÖFB-Team auf "gutem Weg"

Trotz der zuletzt mäßigen Leistungen des ÖFB-Teams in den vergangenen Spielen, ist der Steirer positiv gestimmt, was die Entwicklung der Mannschaft von Franco Foda betrifft.

"Ich denke, dass wie wir uns in den letzten eineinhalb, zwei Jahren auch gesteigert haben, dass wir leistungstechnisch eine gute Entwicklung durchgemacht haben. Das zeigt schon, dass das Trainerteam ganz gute Arbeit leistet", sagt Lazaro.

"Natürlich haben wir auch, speziell im letzten Lehrgang, Schwankungen drinnengehabt. In Österreich beginnen dann ganz schnell die Diskussionen", so Lazaro, der diesen Diskussionen entgegenhält, dass das ÖFB-Team seine Ziele in den vergangenen Jahren erfüllt habe.

"Ich denke, dass wir auf einem sehr guten Weg sind. Wir haben in der Nations League unser Ziel erreicht, auch in der EM-Quali haben wir unser Ziel nach einem sehr schwierigen Start erreicht. Wir haben immer unsere Ruhe behalten, deswegen sehe ich uns auf einem guten Weg".

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