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ÖFB-Rekordjagd gegen einen Gegner mit zwei Gesichtern

Arnautovic und Co. können einen neuen Heimrekord aufstellen. Was von Südkorea zu erwarten ist, weiß auch Teamchef Ralf Rangnick nicht so recht.

ÖFB-Rekordjagd gegen einen Gegner mit zwei Gesichtern Foto: © GEPA

Seit 900 Tagen ist das ÖFB-Team in Heimspielen inzwischen ungeschlagen.

Zwölf Partien hat die Mannschaft von Ralf Rangnick in dieser Zeit bestritten und davon neun gewonnen sowie in drei Unentschieden gespielt.

Wenn die österreichische Nationalmannschaft im Testspiel gegen Südkorea (Di., 20:45 Uhr, LIVE-Ticker und Watchparty) erneut nicht als Verlierer vom Rasen geht, hat sie den All-Time-Rekord des Verbands exklusiv für sich.

Meisl, Stastny, Rangnick

Denn es gibt noch zwei weitere Serien in der ÖFB-Historie, in denen es gelang, ein Dutzend Heimspiele ohne Niederlage zu bestreiten.

Im Juni 1922 startete Österreich unter Hugo Meisl mit einem 7:1-Kantersieg gegen die Schweiz einen Erfolgslauf, der erst im September 1925 mit einem 0:1 gegen Spanien endete.

Dasselbe Kunststück gelang Leopold Stastny als Teamchef, dessen Auswahl im September 1971 Schweden mit 1:0 besiegte und sich vier Jahre später vor 60.000 Fans im Praterstadion dann Deutschland mit 0:1 erstmals wieder geschlagen geben musste.

Rangnick gelassen

Ein 13. ungeschlagenes Heimspiel en suite ist noch nie gelungen. Aktuell datiert die bisher letzte Heimniederlage vom 13. Oktober 2023 mit einem 2:3 gegen Belgien in der EM-Quali.

Datum

Gegner

Ergebnis

21.11.2023

Deutschland

2:0

26.03.2024

Türkei

6:1

04.06.2024

Serbien

2:1

10.10.2024

Kasachstan

4:0

13.10.2024

Norwegen

5:1

17.11.2024

Slowenien

1:1

20.03.2025

Serbien

1:1

07.06.2024

Rumänien

2:1

06.09.2024

Zypern

1:0

09.10.2025

San Marino

10:0

18.11.2025

Bosnien-Herzegowina

1:1

27.03.2026

Ghana

5:1

Rangnick nimmt es gelassen: "Für mich steht dieser Rekord nicht an erster Stelle, dafür können wir uns nichts kaufen. Aber wenn wir schon mal hier sind, wollen wir das Spiel auch gewinnen."

Rangnick verrät Teile seiner Aufstellung >>>

Gegner mit zwei Gesichtern

Welcher Gegner mit Südkorea da genau ins Happel-Stadion kommt, ist ein wenig unklar.

In der Vorwoche setzte es für den WM-Starter eine 0:4-Niederlage gegen die Elfenbeinküste. 2025 gab es mit dem 0:5 gegen Brasilien einen Tiefpunkt, mit einem 2:0 in den USA, einem 2:2 gegen Mexiko und Siegen gegen Paraguay, Bolivien und Ghana auch Erfolgserlebnisse.

Diszipliniert und kompakt

"In den letzten Tests haben sie im Prinzip zwei Gesichter gezeigt. Wir gehen davon aus, dass sie eine Reaktion auf die Niederlage gegen die Elfenbeinküste und somit wieder ihr besseres Gesicht zeigen wollen. Wir werden da nicht im Vorbeigehen drei Tore schießen", warnt Rangnick.

Der Deutsche erwartet eine "taktisch sehr disziplinierte" Mannschaft. "Viele Spieler hinter dem Ball, sehr kompakt und gut im Umschaltspiel", sagt er.

Es geht um die Restverteidigung

Wenn das ÖFB-Team wieder jenes Gesicht zeigen würde, das beim 5:1 gegen Ghana zu sehen war, wäre der Teamchef freilich nicht unglücklich.

Nichtsdestoweniger will er Dinge, die in der ersten Hälfte nicht gut geklappt haben, verbessert sehen.

Konkret spricht er an: "Vor der Pause war es mir das eine oder andere Mal zu riskant, da brauchen wir einen zusätzlichen Spieler in der Restverteidigung. Und auch mit dem Ball kann man immer bessere Lösungen finden."

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