ÖFB-Revolte gegen Präsident Leo Windtner?

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Die Wiederwahl von Leo Windtner als ÖFB-Präsident bei der Hauptversammlung am 18. Juni sollte eigentlich nur Formsache sein.

Eigentlich.

Offiziell gibt es bislang keinen Gegenkandidaten, gelaufen ist die Wahl offenbar dennoch noch nicht.

Vergangenen Freitag tagte nämlich der Wahlausschuss. Laut Informationen von "Sky" und "Kurier" stimmten dabei von zehn Präsidiums-Mitgliedern (neun Landes-Präsidenten plus Bundesliga-Präsident Hans Rinner) nur drei für eine Wiederwahl von Windtner, sieben gegen ihn.

So soll unter anderem Rinner gegen den 66-Jährigen gestimmt haben.

Schuss vor den Bug?

Stimmt diese Information, wäre diese erstens eine schwere Niederlage für den Oberösterreicher, zweitens wäre die Motivlage der Windtner-"Gegner" in mehrere Richtungen interpretierbar.

Eine Möglichkeit: Es handelt sich um einen Schuss vor den Bug.

Windtner, dem manche ein bisweilen offenes Ohr für "Personalwünsche" nachsagen, könnte durch diese Abstimmung nachdrücklich klargemacht worden sein, dass eine Wiederwahl ohne Zustimmung zur einen oder anderen Bedingung schwierig werden könnte.

Ablöse von Ruttensteiner gefordert?

Der "Kurier" will in diesem Zusammenhang erfahren haben, dass Windtner dazu gebracht werden soll, in Zukunft auf Sportdirektor Willi Ruttensteiner zu verzichten. Nur ein Gerücht oder steckt doch mehr dahinter?

Richtiggehend abenteuerlich ist die Mutmaßung, dass im Hintergrund der frühere niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll als neuer ÖFB-Präsident in Stellung gebracht werden soll - angeblich von einem ehemaligen ÖFB-Funktionär.

Reaktion des ÖFB

Im ÖFB scheint jedenfalls Nervosität zu herrschen. Am Dienstagabend reagierte der Fußball-Bund mit einer Aussendung auf die kursierenden Gerüchte. Dr. Wolfgang Bartosch, Präsident des steirischen Fußball-Verbandes und Vorsitzender des ÖFB-Wahlausschusses, stellt darin klar:

"Entgegen anderslautender Gerüchte ist die Nominierung von Präsident Dr. Leo Windtner deshalb noch nicht endgültig beschlossen worden, weil noch organisatorische und strukturelle Dinge zu klären sind. Das soll in den kommenden Tagen erfolgen."

Spannend, dass angesichts eines lange feststehenden Wahltermins mit vermeintlich nur einem Kandidaten noch "organisatorische und strukturelle Dinge" zu klären sind. Blieb dafür in den vergangenen Monaten keine Zeit?

ÖFB-Umstrukturierung unter Windtner

Windtner, seit Februar 2009 als Nachfolger von Friedrich Stickler im Amt, strebt seine dritte Amtszeit an.

In seine laufende Periode im Amt fiel eine Umstrukturierung des Verbandes. Mit Bernhard Neuhold und Thomas Hollerer leiten nun zwei Geschäftsführer das ÖFB-Tagesgeschäft.

Der machtbewusste Generaldirektor Alfred Ludwig ist indessen durch seinen Pensionsantritt von der öffentlichen Bildfläche verschwunden.



Textquelle: © LAOLA1.at

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