Österreich Österreich AUT
Moldawien Moldawien MDA
Endstand
1:1
0:1, 1:0
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Bachmann-Ansage nach Fehler: "Will bei der EURO spielen"

Daniel Bachmann verschuldete bei seiner Nationalteam-Rückkehr das Gegentor gegen Moldawien. An seinen selbstbewussten Zielen ändert das nichts.

Bachmann-Ansage nach Fehler: Foto: © GEPA

"Fehler passieren im Fußball, sonst würde es keine Tore geben."

Ein Satz, den Daniel Bachmann nach dem 1:1 gegen Moldawien (Spielbericht>>>) in diversen Interviews gebetsmühlenartig wiederholt.

Mehrfach musste der ÖFB-Torhüter jene Szene schildern, die bereits in der dritten Spielminute eine Art persönlichen Albtraum dargestellt hat.

"Es war einfach eine falsche Entscheidung von mir. Der Ball war nicht so leicht zu verarbeiten, ich hätte ihn einfach wegköpfeln sollen", ist der Watford-Legionär im Nachhinein gescheiter.

Rangnick: "Richtig schlechter Rückpass"

Bachmann versuchte, den Ball im Spiel zu halten.

"Mein erster Gedanke war, ich nehme ihn mit der Brust, dann ist er aber extrem schnell und hoch weggesprungen. Ich habe geglaubt, dass ich genug Zeit habe, ihn mir mit dem Kopf ein bisschen vorzulegen. Sobald ich gesehen habe, dass der Ball so schnell und hoch wegspringt, hätte ich ihn einfach mit dem Kopf auf die Seite, von wo er gekommen ist, zurückspielen sollen."

Gekommen ist er von Kevin Danso, dessen Rückpass sich als alles andere als gelungen erwies. Auch das ist ein Teil der Wahrheit dieses Gegentreffers.

Das ordnet auch Teamchef Ralf Rangnick so ein: "Natürlich war es am Ende ein Torwartfehler, aber aus meiner Sicht war es auch ein richtig schlechter Rückpass. Es war nicht notwendig, den Ball so zurückzuspielen."

Bachmann: "Ich werde mich jetzt nicht fertig machen"

"Der Platz war nicht leicht zu bespielen, da muss ich Kevin in Schutz nehmen. Aus meiner Sicht war es so, dass er ihn nicht hoch zurückspielen wollte", wälzt Bachmann die Schuld jedoch nicht auf den Innenverteidiger ab.

Fehler gehören zum Tormann-Spiel dazu, keine Frage. Dieser Lapsus unterlief dem 29-Jährigen jedoch zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, schließlich war es seine erste Bewährungsprobe in der Amtszeit von Rangnick.

"Ich will bei der EURO nächstes Jahr spielen. Das bleibt weiterhin mein Ziel. Ich denke nicht, dass ein Fehler irgendetwas daran ändert."

Daniel Bachmann

"Ich werde mich jetzt nicht fertig machen und deswegen auch nicht meinen Schlaf verlieren", unterstreicht Bachmann jedoch.

Ganz im Gegenteil: "Ich bin alt und erfahren genug, habe in meiner Karriere genügend Fußball gespielt und glaube nicht, dass das irgendetwas beeinflusst oder an meinem Vorhaben ändert."

Bachmanns EURO-Ansage

Aus diesem Vorhaben macht der Niederösterreicher auch kein Geheimnis: "Ich will bei der EURO nächstes Jahr spielen. Das bleibt weiterhin mein Ziel. Ich denke nicht, dass ein Fehler irgendetwas daran ändert."

Bei der 2021 ausgetragenen EURO war Bachmann Österreichs Nummer eins. Diesen Status verlor er im Frühjahr 2022. Sein bis zum Moldawien-Match letztes Länderspiel bestritt er im März 2022 gegen Schottland.

Entsprechend speziell war diese Rückkehr: "Jedes Ländermatch ist etwas Besonderes, ob es das erste oder das 50. ist. Bei mir war es das 14., das letzte davor war jetzt 18 Monate her. Aber darüber habe ich ehrlich gesagt nicht nachgedacht. Im Fußball vergeht die Zeit so schnell, da kommt es dir gar nicht so lange vor."

Erst Verständnis, dann Enttäuschung

Rangnick nominierte Bachmann erst im Juni dieses Jahres erstmals, als es nach der Krebs-Erkrankung von Heinz Lindner eine neue Nummer eins zu küren galt – ein Job, den Alexander Schlager für sich gewinnen konnte.

"Zum Zeitpunkt, als er übernommen hat, habe ich bei Watford nicht gespielt. Es war in Ordnung, dass ich nicht im Kader war, da habe ich mich nicht beschweren können", findet Bachmann rückblickend.

"Klar war ich ein bisschen enttäuscht, vor allem weil ich im Herbst letzten Jahres eine sehr starke Saison gespielt habe. Aber wie gesagt, im Fußball verändern sich Dinge so schnell."

Daniel Bachmann

Dies änderte sich, nachdem Bachmann im Sommer 2022 das Einser-Leiberl beim englischen Zweitligisten zurückeroberte:

"Dann war es eine Trainerentscheidung. Trainer müssen oft schwere Entscheidungen treffen und wir Spieler müssen damit umgehen. Klar war ich ein bisschen enttäuscht, vor allem weil ich im Herbst letzten Jahres eine sehr starke Saison gespielt habe. Aber wie gesagt, im Fußball verändern sich Dinge so schnell."

Nur Gutes über den Teamchef zu sagen

Diesbezüglich erinnert Bachmann eben an die Situation im Vorfeld der letzten EURO: "Damals war ich in der Quali nicht ein Mal im Kader und habe dann die EURO gespielt."

Der Keeper hat sich in seiner Karriere schon öfter nach Rückschlägen zurückgekämpft. An genügend Selbstbewusstsein, sowie klar formulierten Zielsetzungen mangelte es ihm noch nie. Vielleicht straft er auch nach dem Moldawien-Spiel seine Kritiker Lügen.

Am Verhältnis zu Rangnick sollte seine EURO-Ansage jedenfalls nicht scheitern, wenn es nach ihm geht:

"Ich habe nur Gutes über den Teamchef zu sagen, auch wenn ich im Juni-Lehrgang nicht gespielt habe. Es macht richtig Spaß, hier zu sein. Ich freue mich auf jeden weiteren Lehrgang."


@laola1 Unabhängig vom Unentschieden im Testspiel gegen Moldawien scheint die Stimmung und der Zusammenhalt innerhalb der 🇦🇹-Mannschaft 🔝zu sein. 😍⚽️ Verantwortlich dafür sind unter anderem auch Aktivitäten abseits des Platzes, wie der Teamabend vor dem Spiel gegen 🇲🇩wo sich das ÖFB-Team gemeinsam mit der Band AUT of ORDA auf die kommenden Aufgaben eingestimmt hat. 😎🙌 Welchen Eindruck vermittelt euch das Nationalteam momentan? 🇦🇹👀 #laola1 #l1 #wirlebensport #fussball #oefb #österreich #öfbteam #moldawien #mixedzone #davidalaba #konradlaimer #nicolasseiwald ♬ Originalton - Laola1.at das Sportportal


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