"Ein aufregender, technisch starker Spieler, der es mag, sich auszudrücken, und mit Freiheiten zu spielen."
Im Burgenland habe seine Familie entgegen anderslautenden Berichten nie gelebt, versicherte Chukwuemeka. Seine Tanten und Cousins in Wien habe er in seiner Jugend aber öfter besucht. Seine Mutter koche zudem immer noch manchmal Schnitzel für ihn und seinen Bruder Caleb, der einst ebenfalls eine Fußballkarriere vorangetrieben hat.
Verletzungen bremsten Höhenflug
Der zwei Jahre jüngere Carney galt nach dem U19-EM-Titel 2022 einst als eine der größten englischen Zukunftshoffnungen. Nach einem Wechsel von Aston Villa zu Chelsea wurde er 2023 aber von mehreren Knieverletzungen zurückgeworfen. In dieser Phase intensivierte auch der ÖFB seine Bemühungen und nahm Kontakt mit dem gebürtigen Wiener auf.
"Es ist ein unglaubliches Gefühl, hier zu sein", sagte Chukwuemeka im Teamcamp in Marbella. "Ich war in meiner Karriere oft verletzt, aber jetzt habe ich ein volles Jahr gespielt, und es fühlt sich wie der richtige Schritt an."
Er habe das Gefühl gehabt, dass es für seine Karriere das Beste sei, für Österreich zu spielen. Nicht nur seine Eltern, sondern auch seine englischen Freunde hätten sich über den Wechsel gefreut.
"Sie haben das Gefühl gehabt, dass es für mich die richtige Entscheidung war", erklärte Chukwuemeka. "Sie sind aufgeregt für mich und können es gar nicht erwarten, in die USA zu fliegen und uns zu unterstützen."
Die WM sei die größte Bühne im Weltfußball. "Ich habe, als ich aufgewachsen bin, viele Weltmeisterschaften verfolgt und gesehen, wie viel es den Spielern bedeutet."
Kreativmann schätzt Freiheiten
Als sein fußballerisches Vorbild nannte Chukwuemeka den Brasilianer Kaka. Seine eigene beste Position sieht der Kreativmann ebenfalls im zentralen Mittelfeld als "Achter" oder "Zehner".
Welcher Spielertyp mit ihm neu ins ÖFB-Team komme? "Ein aufregender, technisch starker Spieler, der es mag, sich auszudrücken, und mit Freiheiten zu spielen." Er wolle die beste Version von sich selbst sein und helfen, wo er könne.
Österreich habe bereits "ein sehr gutes, aufregendes Team". Dazu habe ihn sein Klubkollege Marcel Sabitzer im Herbst auch auf den Vizeweltmeistertitel bei der U17-WM aufmerksam gemacht. Der österreichische Fußball blicke einer "rosigen Zukunft" entgegen, meinte Chukwuemeka.