Schlager klagt: "Am Ende des Tages stehen wir da wie Vollidioten"
Salzburgs Tormann ärgert sich besonders über einen Fehler. Die Altacher seien aber "verdient weiter". "Das kann auch höher ausgehen", so Zaric.
Der SCR Altach qualifiziert sich erstmals in der Vereinsgeschichte für das Finale im UNIQA ÖFB-Cup!
Die Vorarlberger setzten sich im Halbfinale in der Red Bull Arena 1:0 gegen Red Bull Salzburg durch.
Die "Bullen" müssen hingegen nach dem kurzen Aufschwung gegen den LASK den nächsten Rückschlag hinnehmen und weiter auf den ersten Cup-Titel seit 2022 warten.
Altach schockt Salzburg und steht erstmals im Cup-Finale >>>
Salzburg ist nach 20 Minuten "schlampig geworden"
Tormann Alexander Schlager findet nach der Niederlage im "ORF" klare Worte: "Am Ende des Tages stehen wir da wie Vollidioten."
Nach einem guten Start der Mozartstädter mit jedoch wenigen Großchancen kamen die Gäste immer besser in die Partie.
"Ich hab das Gefühl, nach ungefähr 20 Minuten sind wir schlampig geworden und haben die zweiten Bälle nicht mehr gewonnen", erklärt der Tormann.
Trainer Daniel Beichler sieht das ähnlich. Die Mannschaft sei ab diesem Zeitpunkt nicht mehr so aggressiv gewesen, ihnen hätte die Schärfe gefehlt.
Altach setzte Matchplan perfekt um
Der Trainer der Altacher Ognjen Zaric und sein Trainerteam sahen den Spielverlauf bereits kommen. Ihnen sei bewusst gewesen, dass die Salzburger in der ersten Viertelstunde kommen würden und man diese überstehen müsse.
Kurz vor der Pause hätten die Gäste durch Ouedraogo in Führung gehen können, die Innenstange verhinderte einen Treffer. Auch Diawara scheiterte an der Querlatte.
Der entscheidende Treffer fiel in der Nachspielzeit der ersten Hälfte durch Lukas Jäger, der bei seinem 27. Cup-Einsatz das erste Tor erzielte: "Ich glaube, ich hätte mir keinen besseren Zeitpunkt aussuchen können", sagt er nach dem Spiel.
Standard als mitentscheidender Faktor
Das Tor fiel nach einem Eckball. Vor den Standards wurden die Salzburger noch vor dem Spiel gewarnt: "Wir wissen es, sie sind gut bei Standardsituationen und wir haben heute noch darüber gesprochen", erklärt Schlager.
Auch Jäger war sich der Stärke bewusst: "Wir haben unsere Varianten, waren damit in den letzten Wochen schon brandgefährlich und haben einige Tore erzielt. Zum Glück war das heute wieder entscheidend."
Trainer Zaric merkt aber auch an, dass sein Team nach den ersten 45 Minuten "zwei oder drei zu null" führen hätte können. Die Hausherren wurden laut ihrem Tormann zu "schlampig" und machten zu viele" technische Fehler".
Schlager: "Sie sind verdient weiter"
In der zweiten Halbzeit wurden die "Bullen" gefährlicher. Gegen tief stehende Altacher taten sie sich jedoch dennoch schwer.
Sowohl Konate als auch Yeo scheiterten am gut spielenden Schlussmann Stojanovic. Die "Bullen" seien laut Beichler zu ungeduldig geworden und machten einfache Fehler. Hrstic bekam hingegen in der 68. Minute von Schuster eine Vorlage auf das vermeintliche 2:0, er scheiterte per Kopf.
Für Schlager bleibt am Ende des Tages nur ein Fazit: "Es tut weh, das zu sagen, aber sie sind verdient weiter." Der Salzburger Trainer ergänzt: "Es braucht jetzt einen psychologischen Faktor, um die Mannschaft wieder aufzubauen."
Coach Zaric ist hingegen zufrieden: "Perfekt umgesetzt. Wir haben ohne Diskussion sehr verdient gewonnen."
Er fügt hinzu: "Ich muss sagen, die Großchancen waren ganz klar auf unserer Seite, das kann auch höher ausgehen und deshalb sind wir sehr stolz."
Auch für den Torschützen sei das Halbfinale ein unglaublicher Fight gewesen, auch er verweist nach dem Spiel auf die vergebenen Chancen. Dennoch sagt er abschließend: "Ein unglaubliches Gefühl mit Altach, meinem Verein, jetzt im Finale zu stehen."
Dieses findet am 1. Mai in Klagenfurt statt. Der Gegner wird im Duell Ried gegen den LASK ermittelt. Das Spiel musste jedoch wegen Nebels verschoben werden.