Endstand
3:2
1:2 , 2:0
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LASK startet selbstbewusst: "Sind die, die jeder schlagen will"

Mit etwas Bauchweh führen die "Athletiker" auch im Frühjahr ihre Kühbauer-Serie fort. Was ist 2026 alles möglich für den LASK?

LASK startet selbstbewusst: "Sind die, die jeder schlagen will" Foto: © GEPA
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Der LASK ist auch 2026 nicht zu biegen!

Trotz eines 0:2-Rückstands im Viertelfinale des UNIQA ÖFB-Cups schlagen die "Athletiker" ihren blau-weißen Stadtrivalen mit 3:2 (Spielbericht>>>) und fahren im zehnten Spiel unter Dietmar Kühbauer den neunten Sieg ein.

"Nach einer halben Stunde hätte keiner auf uns gesetzt", weiß der damit weiterhin unbesiegte Burgenländer nach Ende eines wilden Derbys in der Raiffeisen Arena.

"Waren zu lethargisch"

In dessen Startphase war vom souveränen LASK des Spätherbsts zunächst ganz wenig zu sehen. Die schwarz-weißen Linzer wirkten vom Blitz-Gegentor durch Isak Dahlqvist verunsichert und kassierten nach nur 18 Minuten auch noch das 0:2.

"Blau-Weiß hat gut begonnen und wir maximal unglücklich", schüttelt der spätere Matchwinner Sasa Kalajdzic den Kopf.

Zwar habe man gewusst, "dass Blau-Weiß körperlich und schnörkellos" spielen werde, "aber wir waren einfach zu lethargisch und im Passspiel nicht gut genug. Dafür sind wir auch bestraft worden", ärgert sich Kühbauer.

Kühbauer hat nie daran gezweifelt

Trotz des frühen 0:2-Rückstands "war es nicht so, dass ich nicht geglaubt habe, dass wir zurückkommen können", so der 54-Jährige. Für dieses Comeback sei der schöne Anschlusstreffer Kalajdzics kurz vor der Pause "sehr wichtig gewesen, weil du danach gewusst hast, du bist wieder voll im Game. Das war auch für die Psyche wichtig."

Der Torschütze selbst sagt: "Mit dem Anschlusstreffer ist der Moment gekommen, wo alle gesagt haben: 'Jetzt geht der Ball endlich rein, jetzt schaff mas.'"

Usor zum Siegtor verpflichtet

Ich habe ihm gesagt, sollte er reinkommen und nicht das Siegtor schießen, hat er Probleme mit mir. Also der hört wirklich auf mich.

Dietmar Kühbauer über Edeljoker Moses Usor

Die Halbzeit-Pause wurde für einige Feinjustierungen genutzt, danach wurde der blau-weiße Gegner noch tiefer in die eigene Hälfte gedrückt. Der Ausgleich war die logische Folge.

"In der zweiten Halbzeit waren wir die klar bessere Mannschaft und haben auch die Tore geschossen", so Kühbauer. Nach dem 2:2 sei es auch darum gegangen, "wer mehr bringen kann. Ich glaube, dass wir qualitativ einfach die bessere Mannschaft haben."

Bringen konnte Kühbauer unter anderem einen im Herbst sensationell aufgelegten Moses Usor. Der Nigerianer verpasste Teile der Wintervorbereitung aufgrund einer Knieverletzung und musste im Derby deshalb zunächst mit einem Platz auf der Bank vorliebnehmen.

Rund 15 Minuten vor Schluss brachte Kühbauer schließlich seinen Edeljoker. "Ich habe ihm gesagt, sollte er reinkommen und nicht das Siegtor schießen, hat er Probleme mit mir. Also der hört wirklich auf mich", grinst der Burgenländer, nachdem Usor seine Mannschaft tatsächlich kurz vor Ende der regulären Spielzeit zum Sieg schoss.

Einem schwierigen Spielverlauf getrotzt

"Von der Dramaturgie" sei ein solcher Sieg nach einem derart ungünstigen Spielverlauf "natürlich unglaublich", weiß Kühbauer. Trotzdem hätte er sich lieber einen angenehmeren Weg ins Halbfinale gewünscht.

"Es wird keinen Trainer geben, der sagt, es ist gut für den Schädel, dass du 0:2 hinten bist. Das brauche ich fix nicht", erklärt Kühbauer in typischer Manier.

Auch Sasa Kalajdzic hätte "zur Halbzeit lieber schon 3:0 geführt, aber manchmal ist der Fußball halt so. Wichtig war, dass die Mannschaft Charakter gezeigt hat."

Der Stürmer betont mit Blick aufs Frühjahr: "Das war jetzt wichtig, auch vom Spielverlauf, dass wir gewonnen haben."

"Sind die Mannschaft, die jetzt jeder schlagen will"

Damit bleiben nämlich auch die Double-Chancen des LASK aufrecht. In Linz versucht man am Freitag zwar betont bescheiden zu bleiben; nicht nur einmal fällt die Phrase, man müsse von Spiel zu Spiel schauen.

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Gewinnt Sasa Kalajdzic mit dem LASK das österreichische Double?
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Freilich wissen aber natürlich alle schwarz-weißen Akteure, dass 2026 ein ganz großes Jahr für den LASK werden könnte. "Alles ist möglich im Fußball. Wir haben jetzt einen guten Lauf, bleiben aber trotzdem demütig. Dann sehen wir, was passiert", so Linksaußen George Bello.

Und Kalajdzic findet: "Wir sind die Mannschaft, die jetzt gefühlt jeder schlagen will. Das ist anders, als wenn du immer als Underdog kommst."

Entscheidender Nachsatz: "Wir wissen, mit welchem Rückenwind wir kommen. Aber das müssen wir auch bestätigen."

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