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Kühbauer hat es schon wieder getan - "Man kann nur 'Danke' sagen"

Zwei verschiedene Cupsieger-Vereine, zweimal der gleiche Trainer - das spricht für sich. Im Bierduschen-Ausweichen ist Kühbauer indes weniger erfolgreich.

Kühbauer hat es schon wieder getan - "Man kann nur 'Danke' sagen" Foto: © GEPA

War Dietmar Kühbauers Vorjahrestriumph mit dem Wolfsberger AC im UNIQA ÖFB-Cup die Bestätigung seiner bisherigen Trainerkarriere, ist der Titel heuer mit dem LASK die Bestätigung der Bestätigung.

"Ich bin in erster Linie glücklich. Als ich hergekommen bin, ist die Mannschaft am Boden gelegen", fasst es der Burgenländer auf der Pressekonferenz nach dem Finale treffend zusammen.

Noch treffender seine Aussage im "ORF" direkt nach dem Spiel: "Vor sechs Monaten waren wir 'im Oasch daham'."

Gruber mit rührenden Worten

Auf welche Weise Kühbauer eine damals nahezu desolate Linzer Mannschaft in diesen sechs Monaten auf Vordermann gebracht hat, ist - egal, wie man persönlich zu ihm steht - schlicht beeindruckend.

"Man kann dem 'Didi' einfach nur 'Danke' sagen, was er hier mit dieser Mannschaft aufgestellt hat. Die Mannschaft braucht den Trainer und der Trainer die Mannschaft. Hier haben wir eine richtige Symbiose erzeugen können", ist LASK-CEO Siegmund Gruber im "ORF" voll des Lobes.

Kalajdzic: "Hut ab vor ihm"

Einer von Kühbauers engsten Mitarbeitern, Co-Trainer Maximilian Ritscher, erzählt Ähnliches: "Der 'Didi' ist ein unglaublicher Trainer und - noch viel wichtiger - ein unglaublicher Mensch. Er schafft es, die ganzen Charaktere auf einen Nenner zu bringen."

Der doppelte Cup-Triumph sei "definitiv kein Zufallsprodukt", so Ritscher.

"Hut ab vor ihm, back to back mit zwei Vereinen ist aller Ehren wert", ergänzt Sasa Kalajdzic. Der ÖFB-Teamspieler schwärmt: "Er gibt uns immer die notwendige Ruhe, hat uns im Griff und weiß, was er mit uns machen muss."

Kühbauer: "...dann gehöre ich weggesperrt"

Kühbauer selbst versicherte zuletzt stets recht glaubhaft, dass ihm persönlicher Erfolg viel weniger wichtig sei als der seiner Mannschaft. Auch nach dem Cup-Sieg hat sich das nicht geändert: "Die Jungs machen eine fantastische Arbeit. Da muss ich ihnen ein Riesenlob aussprechen."

Er sei "sehr stolz auf die Mannschaft. Mit dem Wort 'stolz' gehe ich nicht gerne um, aber wenn ich es heute nicht wäre, gehöre ich weggesperrt".

Schon wieder eine Bierdusche

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CEO Gruber mit dem Bier-"Streifschuss" am Feld, danach wurde es für Kühbauer deutlich nasser
Foto: ©GEPA

So sportlich erfolgreich der Abend für den 55-Jährigen verlief, so schlecht gelang ihm ein anderes Unterfangen: Dem Ausweichen der von ihm verhassten Bierduschen.

"Ich habe eines gelernt: Trainiere, damit du schneller wirst. Ich bin halt körperlich nicht mehr der beste. Nachdem sie mich letztes Jahr kalt erwischt haben, haben sie mich heute nur gestreift, weil ich richtig reingetreten bin", so ein zu dem Zeitpunkt noch großspuriger Kühbauer.

Dann kam ein letzter Pressetermin in der Mixed Zone des Wörthersee Stadions. Eine Bande rund um Kalajdzic attackierte Kühbauer mitten im Satz mit Bierkrügen bewaffnet und duschte ihn ordentlich ab.

"Das ist mir in dem Fall lieber, weil die 'Hund' vertragen kein Bier. Also sie sollen mich ruhig anschütten. Sie werden auch kein Bier mehr kriegen, weil den Rest sauf' ich aus", schimpft der nun doppelte Cup-Sieger lachend.

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