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Ingolitsch nach Cup-Aus bedient: "Werden alles hinterfragen"

Im ersten nationalen Pflichtspiel gibt es für Fabio Ingolitsch und sein Team einen herben Dämpfer. Nach der Partie spart der Trainer nicht mit Kritik.

Ingolitsch nach Cup-Aus bedient: "Werden alles hinterfragen" Foto: © GEPA

Wiedersehen macht keine Freude! Der SK Sturm scheidet wie in der vergangenen Saison im Viertelfinale des UNIQA ÖFB-Cup aus. Ausgerechnet beim Ex-Klub von Sturm-Coach Ingolitsch setzt es eine 1:3-Auswärtsniederlage (Zum Spielbericht>>>).

Karic spricht von "Mentalitätssache"

Dabei findet der amtierende Meister gegen den aktuell Tabellenneunten von Anfang an kein Mittel. Wieder mal fehlt es Sturm an den "Basics", lässt ein sichtlich enttäuschter Emir Karic nach dem Spiel beim "ORF" wissen:

"Mit einem Mann weniger ist es schwer, aber wir haben uns schon davor schwergetan. Wir haben den Kampf nicht angenommen. Es war eine Mentalitätssache, und da war uns Altach einen Schritt voraus."

Einen Schritt voraus sind die Altacher kurz nach Wiederanpfiff zur zweiten Hälfte auch am Scoreboard. Kurz nach Wiederanpfiff entscheidet Schiedsrichter Julian Weinberger nach einem Einsteigen von Kiteishvili gegen Jäger im eigenen Strafraum auf Elfmeter für Altach. Eine harte Entscheidung, doch für Sturm kommt es noch härter.

Ingolitsch mit Schiedsrichterkritik

Nach einem Foul im Mittelfeld wird der bereits gelbverwarnte Innenverteidiger Tim Oermann mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen. Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch, der nach dem Spiel "noch gar nicht ganz begriffen hat, was heute passiert ist", spricht von zwei Fehlentscheidungen:

"Ich fühle mich durch Schiedsrichterentscheidungen benachteiligt. Beim Elfer war vorher ein klares Foul an Weinhandl, die Gelb-Rote Karte war ein Dutzendfoul an der Mittellinie."

Dennoch wolle sich Sturms Trainer nicht auf den Schiedsrichter rausreden, denn "Altach muss ich ein Riesenkompliment machen. Sie sind der verdiente Sieger".

"Müssen herausfinden, welche Spieler die richtigen für uns sind"

Der "saure und von seiner Mannschaft enttäuschte" Ingolitsch wolle "den Finger in die Wunde legen" und lässt aufhorchen:

"Wir werden alles hinterfragen und müssen herausfinden, welche Spieler die richtigen für uns sind. Wenn wir es qualitativ nicht hinkriegen, besser hier zu spielen, dann brauchen wir die, die bereit sind zu kämpfen."

In eine ähnliche Kerbe schlägt auch Sturm-Neuzugang Paul Koller, der erst zwei Tage vor dem Spiel von Altach nach Graz wechselte. "Jeder muss sich selbst hinterfragen, ob er heute 100 Prozent auf den Platz gebracht hat."

Nach dem Europa-League-Aus und dem Ausscheiden im Cup gilt es für Sturm jetzt, den Fokus auf die Meisterschaft zu legen. Im ersten Spiel nach der Winterpause gibt es für den Tabellendritten ein ebenfalls brisantes Duell, wenn die Grazer zuhause Cup-Halbfinalisten Ried empfangen.

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