Cup-Kracher: Rapid will alte Rechnung begleichen
Die Hütteldorfer wollen den Erfolgslauf im Cup fortsetzen und gehen wohl mit einigen Änderungen in die Partie. Die Austria will vor dem Derby ein Erfolgserlebnis.
Im UNIQA ÖFB-Cup-Achtelfinale peilt Bundesliga-Tabellenführer Rapid (um 18 Uhr im LIVE-Ticker >>>) bei Zweitligist Vienna den siebenten Pflichtspielsieg in Folge an.
Mit Hertha Wels hat ein anderer Zweitligist Bundesliga-Schlusslicht WAC zu Gast (18:30 Uhr), Altach muss zum GAK (19:00 Uhr).
Auch bietet sich der Wiener Austria die Chance auf den Befreiungsschlag. Im ersten Spiel unter Interimscoach Max Uhlig empfangen die in der Liga schwer angeschlagenen Veilchen den TSV Hartberg.
Rapid vor der Vienna gewarnt
Mit Rapid gastiert die aktuell beste heimische Mannschaft als haushoher Favorit bei der Vienna auf der Hohen Warte.
Das "kleine" Wiener Derby soll auch zur grün-weißen Revanche für das Cup-Aus 20 Jahre zuvor an gleicher Stelle werden. Da flog Rapid gegen den damaligen Regionalligisten in der ersten Runde im Elferschießen aus dem Bewerb. "Ein Cupspiel gegen einen Gegner aus der zweiten Spielklasse ist anders als unsere letzten Matches in der Bundesliga.
Wir möchten und müssen mit derselben Ernsthaftigkeit und dem gleichen Vertrauen in unsere Stärken in die Partie gehen", forderte Rapid-Coach Johannes Hoff Thorup, der personelle Änderungen in Aussicht stellte.
Vienna: "Wollen Rapid ärgern"
Selbst gegen die aktuell scheinbar unbezwingbaren Rapidler, die am Samstag Lustenau mit 5:1 abschossen, rechnet sich die Vienna um Ex-Rapid-Stürmer Bernhard Zimmermann aber etwas aus.
Schließlich sind auch die Döblinger in guter Form, haben seit Mitte August in der Liga keine Punkte mehr abgegeben und liegen punktgleich mit Spitzenreiter Blau-Weiß Linz auf Rang zwei der 2. Liga. "Wir wissen, dass alles zusammenpassen muss, um die kleine Chance auf eine Überraschung zu nutzen. Aber wir werden alles reinwerfen und wollen Rapid ärgern", betont Vienna-Coach Patrick Enengl.
Austria hofft auf neue Impulse
Bei der Wiener Austria kann es derzeit fast nur bergauf gehen. Sieben Punkte - die schlechteste Ausbeute nach zehn Spielen seit Einführung der Drei-Punkte-Regel 1995 - sind am Verteilerkreis zu wenig, nach dem 1:2 in Altach kam am Samstag die Trennung von Trainer Stephan Helm.
Uhlig soll das Ruder herumreißen, am besten schon gegen Hartberg. "Ein neuer Impuls ist wichtig, und den möchte ich auch setzen. Wir wollen die Fans von Anfang an mitnehmen, eine gute Energie erzeugen und die Ränge aktivieren", betonte der 33-Jährige.
Der bisherige Coach der Young Violets kann möglicherweise wieder auf den zuletzt verletzten Abwehrroutinier Aleksandar Dragovic zurückgreifen, gegen Hartberg wird eine deutliche Leistungssteigerung nötig sein.
"Es war alles extrem schnell, ich muss mir selber auch noch ein Bild machen, wie das morgen ausschaut. Aber ich bin sehr guter Dinge", betonte Uhlig.
Cupsieger 2025 muss selbst in Wels zittern
Beim WAC ist vom Cupsieg 2025 nicht mehr viel übrig. So wie die Austria hofft auch das Bundesliga-Schlusslicht auf einen Befreiungsschlag. Der erste Versuch unter Neo-Coach Manfred Schmid scheiterte am Samstag beim 0:1 noch an Hartberg, in Wels soll es für den Cupsieger 2025 nun klappen.
Eine persönliche Note bringt Herthas Christopher Wernitznig ins Spiel, er kickte zwischen 2014 und 2022 in insgesamt 271 Pflichtspielen für den WAC.
Mit besten Cup-Erinnerungen geht Altach ins Gastspiel beim GAK. Am 1. Mai unterlagen die Vorarlberger erst im Finale dem späteren Doublegewinner LASK in der Verlängerung. Derzeit ist man freilich auf die eher komplizierte Situation in der Meisterschaft fokussiert, zumindest setzte man sich mit zwei Siegen in den letzten drei Ligapartien vom letzten Platz ab.
Die zweite Achtelfinaltranche geht am Mittwoch über die Bühne. Salzburg gastiert bei Schwarz-Weiß Bregenz, in Innsbruck kommt es zum Tirol-Schlager Wacker - WSG. Ebenfalls am Programm: das Oberösterreich-Derby zwischen dem LASK und der SV Ried (20.30). Erst am Donnerstag gastiert Sturm Graz bei Austria Lustenau (18.00).