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Gelöster Lindström: "Fängt an, wie in Frankfurt auszuschauen"

Der Däne hat binnen kurzer Zeit eine brutale Leistungsexplosion hingelegt. Nun nähert er sich einer Form an, die ihn in Österreich unhaltbar machen wird.

Gelöster Lindström: "Fängt an, wie in Frankfurt auszuschauen" Foto: © IMAGO / Sports Press Photo

Jesper Lindström ist der Knopf aufgegangen.

1.307 Tage sind zwischen dem letzten Treffer des Dänen vor seiner langen Durstrecke und jenem, der dieselbige enden ließ, vergangen. Seither wirkt er wie ein anderer Spieler, hat mittlerweile ein weiteres Tor und einen Assist gesammelt.

Am Sonntag, im Bundesliga-Kracher gegen den LASK (Spielbericht>>>), wäre Lindström der überragende Mann gewesen, hätte es da nicht einen gewissen Triplepacker namens Haris Tabakovic gegeben.

Ein anderer Lindström als zu Saisonbeginn

Das schmälert die Leistung des 26-Jährigen, der Tabakovics ersten Treffer wunderschön vorbereitete und auch bei den anderen beiden Toren seine Beine entscheidend im Spiel hatte, allerdings keineswegs.

"Jetzt fängt es an, ein bisschen so auszuschauen wie in Frankfurt", spielt Lindström im Interview nach dem Spiel auf die bisher beste Zeit seiner Karriere an, als er mit der Eintracht 2022 die UEFA Europa League gewann.

Unglaubliches Dribbling

Es ist immer leicht, wenn man nach Instinkt spielen kann und nicht viel nachdenken muss. Ich bin in einer Phase, in der alles funktioniert.

Jesper Lindström

Der erste Treffer nach so langer Zeit gegen Altach in der Vorwoche habe ihm "Ruhe und Selbstvertrauen gegeben".

"Ich fühle mich auch abseits des Feldes frei, mein Kopf und mein Körper fühlen sich frisch an. Es ist immer leicht, wenn man nach Instinkt spielen kann und nicht viel nachdenken muss. Ich bin in einer Phase, in der alles funktioniert", strahlt der Linksaußen.

Beispielhaft für diese Selbsteinschätzung ist ein unglaubliches Dribbling rund um die 60. Minute in Linz, nach dem einzig der Abschluss nicht hinhaute. Noch vor wenigen Wochen wäre Lindström eine solche Aktion mit Sicherheit nicht gelungen.

Röhl: "Das kann man sich von ihm schon erwarten"

Auch Coach Danny Röhl ist begeistert von dieser Entwicklung: "Er hat richtig viel Bock auf unseren Fußball, versteht es, defensiv mitzuarbeiten, taktisch gut im Pressing zu sein. Er ist mal breit, mal innen."

Gleichzeitig mahnt der Deutsche: "Von einem Jesper kann man sich das schon erwarten, er hat die Europa League gewonnen und auf sehr hohem Niveau gespielt. Jetzt kriegt er Spielzeit, blüht auf, trifft gute Entscheidungen."

Gemeinsam mit Tabakovic ein Duo infernale

Speziell die Kombination aus dem dribbelstarken Lindström und Wandspieler Tabakovic hat es Röhl angetan: "Jesper und Haris finden sich immer mehr, die Verbindung macht Spaß."

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Pure Qualität im Salzburger Angriff - Lindström und Tabakovic
Foto: ©GEPA

Die beiden verstehen sich auch abseits des Platzes gut. Weil Tabakovic einen guten Pass von ihm im Europa-League-Auswärtsspiel gegen Celje nicht im Tor unterbrachte, scherzt Lindström: "Am Donnerstag war ich sauer auf ihn, weil er nicht getroffen hat. Jetzt hat er drei Tore geschossen und ich bin zufrieden mit ihm."

Potenzielles Schnäppchen

Der 18-fache dänische Teamspieler ist momentan vom SSC Napoli ausgeliehen, danach können die Salzburger ihn um eine festgeschriebene Transfersumme in Höhe von drei Millionen Euro fix verpflichten.

Aktuell scheint es fast undenkbar, dass Sportchef Marcus Mann hier nicht zuschlagen wird.

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