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Sturm mit Kraftakt: "Uns kann daheim niemand schlagen"

Allen Widrigkeiten zum Trotz bleibt Sturm dank dem Last-Minute-Ausgleich gegen Ried in dieser Liga-Saison zuhause ohne Niederlage. Nach dem Spiel zeigen sich Spieler und Trainer kämpferisch.

Sturm mit Kraftakt: "Uns kann daheim niemand schlagen" Foto: © GEPA

Sturm Graz kommt gegen die SV Ried nach einem turbulenten Spiel noch zu einem 2:2-Remis (zum Spielbericht>>>).

Die Woche der "Blackies" war ein Wechselbad der Gefühle. Nach dem Spiel zeigte man sich enttäuscht über die verlorenen Punkte, war aber angetan von der Moral der Truppe.

Topscorer Seidl: "Hätten schon gewinnen können"

Sturm erwischte einen guten Start und erspielte sich in der ersten Hälfte mehrere Möglichkeiten. Simon Seidl brachte die Grazer schließlich mit seinem ersten Liga-Tor für Sturm 1:0 in Führung. Aus Sicht des Liga-Topscorers (acht Assists und ein Tor in der laufenden Spielzeit) hätte Sturm zu diesem Zeitpunkt bereits höher führen können.

"Ich glaube, dass wir das Spiel schon gewinnen können, weil wir in der ersten Halbzeit viele Chancen hatten", sagte Seidl nach der Partie bei "Sky". Mit dem Punkt könne man am Ende zwar zufrieden sein, angesichts der Möglichkeiten sei aber auch mehr drinnen gewesen.

Auch Ingolitsch zeigte sich mit dem Auftakt seiner Mannschaft zufrieden: "Wir sind unglaublich gut ins Spiel gestartet. Es hat einfach nur Spaß gemacht, meiner Mannschaft zuzuschauen." Sturm habe viele Abschlüsse gehabt und das Spiel zunächst kontrolliert. Der Führungstreffer hätte aus seiner Sicht auch früher fallen können.

Platzverweis und Elfmeter drehen die Partie

Der entscheidende Einschnitt folgte mit dem Ausschluss von Arjan Malic. Ingolitsch sah darin eine unnötige Aktion, durch die sich Sturm selbst in eine schwierige Lage gebracht habe. Nur kurze Zeit später bekam die SV Ried einen Elfmeter zugesprochen, nachdem es im Strafraum zu einem Handspiel gekommen war. Philipp Pomer verwertete zum 1:1.

"Wir haben uns dann mit einer Aktion von Archie (Arjan Malic, Anm.) natürlich selbst in eine schwierige Lage gebracht", erklärte Ingolitsch bei der Pressekonferenz nach der Partie. Die Entscheidung, ob der Ausschluss zu hart gewesen sei, überlasse er anderen. Ihn ärgere aber nicht nur, dass Malic seiner Mannschaft in diesem Spiel einen Bärendienst erwiesen habe, sondern auch in naher Zukunft gesperrt fehlen wird.

Nach der Pause nutzte Ried die Überzahl und ging durch Alexander Kiese Thelin mit 2:1 in Führung. Ingolitsch war überzeugt, dass die Partie ohne den Ausschluss anders verlaufen wäre. Bei elf gegen elf hätte Ried aus seiner Sicht keine Chance gehabt. Sturm habe den Gegner bis dahin im Griff gehabt und sei auf dem Weg gewesen, das Spiel zu gewinnen.

Beganovic glich spät aus

Trotz des Rückstands gab sich Sturm aber nicht geschlagen. Die Grazer blieben aktiv und kamen in der Schlussphase noch zum Ausgleich: Ex-Rieder Belmin Beganovic traf zum 2:2. Es war sein zweites Ligator für Sturm in der laufenden Saison.

"Wir wollten mindestens einen Punkt holen, auch nach der Roten Karte", sagte Beganovic. In der Halbzeit habe Ingolitsch der Mannschaft mitgegeben, als Einheit zusammenzuhalten. Das habe das Team umgesetzt, so der Bosnier bei "Sky"

Ganz zufrieden war Beganovic mit dem Remis dennoch nicht, denn Sturm habe gewinnen wollen. Nach dem Platzverweis sei es aber wichtig gewesen, weiterzukämpfen und am Ende zumindest einen Punkt mitzunehmen.

Ingolitsch: "Hätten noch ein Tor geschossen"

Auch Fabio Ingolitsch hob auf der Pressekonferenz hervor, dass seine Mannschaft trotz Unterzahl nicht in eine Opferrolle verfallen sei. Sturm habe weiter versucht, das Spiel aktiv zu gestalten und sei dafür spät belohnt worden.

"Wir haben die Köpfe nicht in den Sand gesteckt", sagte der Trainer. Stattdessen sei die Mannschaft mutig geblieben. Nach dem Ausgleich hatte Ingolitsch sogar das Gefühl, dass noch mehr möglich gewesen wäre: "Ich habe das Gefühl, wenn wir noch drei Minuten gespielt hätten, hätten wir ein Tor geschossen."

Am Ende blieb es beim 2:2, wodurch Sturm in dieser Liga-Saison zuhause ungeschlagen bleibt. Ingolitsch: "Uns kann daheim niemand schlagen."

Nicht um drei Punkte aber um den Aufstieg ins Cup-Viertelfinale geht es für Sturm bereits kommenden Donnerstag auswärts gegen Austria Lustenau (ab 18:00 im LIVE-TICKER >>>).

Nicht auf der Bank sitzen wird neben dem rotgesperrten Malic auch Fabio Ingolitsch.

Der Sturm-Trainer sah nach dem Schlusspfiff gegen Ried wegen Schiedsrichter-Kritik die rote Karte >>>

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