Ried hadert mit Punkt gegen Sturm "Wollen natürlich gewinnen"
Die Rieder sind nach einem schweren Start lange auf der Siegerstraße unterwegs, müssen am Ende aber noch den Last-Minute-Ausgleich hinnehmen. Nach Schlusspfiff gibt es gemischte Gefühle.
Beinahe hätte es mit dem vierten Rieder Sieg in Folge und dem ersten Liga-Erfolg gegen Sturm Graz seit Juli 2016 geklappt.
Doch, weil ausgerechnet Ex-Rieder Belmin Beganovic spät zum Ausgleich trifft werden am Ende die Punkte geteilt (zum Spielbericht>>>). Bei den Ried-Verantwortlichen gibt es gemischte Gefühle.
Sturm hat "Spielfeld in ein Schlachtfeld verwandelt"
In der ersten Hälfte überrennt Sturm die Rieder beinahe, sagt auch Routinier Philipp Pomer nach dem Spiel bei "Sky": "Wir haben die erste Minuten sehr viel Gegendruck von Sturm bekommen. Mit dem Stadion gemeinsam haben sie das Spielfeld in ein Schlachtfeld verwandelt."
Die Rieder waren ausschließlich mit Defensivaufgaben beschäftigt. Es folgte die Rote Karte gegen Sturms Malic (45.+2.) und der Elfmeter für Ried nur wenig später, den Pomer selbst verwandelte (45.+5.).
Ried unzufrieden: "Bin im Moment nicht so glücklich"
Im zweiten Abschnitt drehte Ried in Person von Isaac Thelin sogar das Spiel. Nach dem Spiel freut sich der Schwede natürlich über seinen Treffer: "Ich bin nach Ried gekommen, um Tore zu erzielen!"
Doch weil Belmin Beganovic mit seinem Tor für den Grazer Last-Minute-Ausgleich sorgte, ist die Stimmung beim Torschützen dennoch getrübt: "Wir haben so lange 2:1 geführt. Das ist natürlich immer ärgerlich, wenn du das nicht bis zum Ende bringst. Es war ein intensives Spiel aber im Moment bin ich nicht so glücklich."
Ähnlich geht es Thelins Teamkollegen Philipp Pomer, der jedoch hinzufügt: "Sturm ist ein Riesenverein in Österreich (...) doch nach dem Spielverlauf wollen wir natürlich gewinnen."
Despotovic: "Nächstes Mal werden wir es besser machen"
Ähnlich sieht es auch Ried-Trainer Mario Despotovic. In der zweiten Halbzeit hätte seine Mannschaft gut gespielt und mit der Führung im Rücken den Sieg über die Zeit bringen müssen, so der Kroate: "Nächstes Mal werden wir es besser machen".
Über den Ausgleich sei der Ried Trainer enttäuscht: "Natürlich fühlt es sich nicht so gut an, wie wenn wir gewonnen hätten." Dennoch ist der 41-Jährige mit der Entwicklung seiner Mannschaft zufrieden, will aber bodenständig bleiben.
Viel Zeit zum Ärger bleibt für die Rieder jedenfalls nicht: Schon am kommenden Mittwoch (ab 20:30 im LIVE-TICKER>>>) wartet auf Despotovic und sein Team mit dem Oberösterreich-Derby gegen den LASK im Achtelfinale des UNIQA-ÖFB-Cups die nächste harte Nuss.