Pastoor nach Cup-Aus sauer: "Skandalöse Leistung!"

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Es war die große Sensation der bisherigen Spiele des Cup-Achtelfinals! Der Wiener Stadtligist First Vienna kegelt den Bundesligisten SCR Altach mit einer starken Leistung mit 2:1 aus dem ÖFB-Cup (Spielbericht >>>).

Während auf Seiten der Vienna der Jubel keine Grenzen kennt, ist die bislang schwache Saison der Altacher auf ihrem absoluten Tiefpunkt angelangt.

"Es ist ein klassisches Cup-Spiel geworden, wo der Bundesligist eine skandalöse Leistung abgeliefert hat, nichts anderes", zeigt sich Altach-Cheftrainer Alex Pastoor im Interview mit dem ORF stinksauer über das Dargebotene seines Teams.

"Wir haben in der Vorbereitung alles gut gemacht, beim Aufwärmen alles gut, aber beim Spiel haben wir davon nichts gesehen - nicht defensiv, nicht offensiv. Wir haben nie normalen Fußball gespielt. Defensiv waren wir immer zu spät, viel zu weich in den Zweikämpfen. Eigentlich kann ich alles nennen. Alles war unterklassig, sehr schlecht und skandalös", redet sich Pastoor richtig in Rage.

Pastoor: "Spieler lassen uns Trainer im Stich"

Beim Auswärtsspiel bei der viertklassigen Vienna ließ sich Altach phasenweise herspielen, erst in der Schlussphase konnten die Vorarlberger einen Hauch von Druck erzeugen.

"Ich bin tief enttäuscht. Die Jungs lassen einander im Stich, aber sie lassen uns Trainer auch im Stich, den Verein auch im Stich. Warum diese Hektik? Warum diese Angst? Wir haben gedacht, wir spielen so viel wie möglich in der gleichen Aufstellung, damit die Mannschaft weiter wachsen kann, aber anscheinend war das nicht gut, denn sie haben sich nicht getraut Fußball zu spielen", so der enttäuschte Altach-Trainer.

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

"Die Vorbereitung war gut. Das sind super Jungs, aber ich brauche keine super Jungs. Ich brauche Spieler, die bis zum Ende kämpfen, die wissen, was gefordert ist und das ausführen. So schwierig ist das nicht. Es gibt Leistungsträger, die alle fallen lassen. Das kann man nicht akzeptieren, aber wir müssen", sagt Pastoor.

Coach nimmt Spieler in die Pflicht

Wenn man die zwei Siege in der ersten und zweiten Cup-Runde gegen Gurten und Seekirchen wegrechnet, hat Altach in den restlichen neun Pflichtspielen lediglich einen Sieg gegen die Admira holen können. Ob der Saisonstart mit Leistungsträgern der letzten Saison wie Sidney Sam oder Christian Gebauer anders gelaufen wäre, will Pastoor nicht beurteilen.

"Über Spieler reden, die nicht da sind, das brauchen wir nicht. Wir haben genug Spieler, die zusammen gut spielen können. Das muss man aber auch abrufen können. Ein Spieltag ist der wichtigste Tag in der Woche. Aber die rufen das einfach nicht ab. Wir waren nie eine Einheit. Nie hat einer den anderen unterstützt. Das enttäuscht unglaublich", so der Niederländer.

Pastoor zittert noch nicht um Job

Angst um seinen Job als Cheftrainer in Altach hat Alex Pastoor im Moment noch nicht, dass es in dieser Art und Weise aber nicht mehr lange weitergehen kann, ist ihm aber auch bewusst.

"Altach ist ein Verein, wo man immer ruhig bleibt und kluge Entscheidungen trifft. Diese Frage wird immer gestellt, aber man weiß nicht. Im Fußball gibt es keine Überraschungen mehr für mich", sagt Pastoor.

Auf Seiten der Vienna ist die Freude über den Aufstieg riesieg, so auch bei Cheftrainer Alexander Zellhofer. "Über 90 Minuten war der Sieg völlig verdient. Genau von dem lebt der Cup. Ein Unterschätzen war heute da und das haben wir ausgenützt."

Textquelle: © LAOLA1.at

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