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"Nur mehr ein Spiel!" - Größte LASK-Titelchance seit 60 Jahren?

Die "Athletiker" wollen ihre Fans endlich wieder mit einem Titel beschenken. Die Chance dafür ist so groß wie nie, es muss aber eine Leistungssteigerung her.

"Nur mehr ein Spiel!" - Größte LASK-Titelchance seit 60 Jahren? Foto: © GEPA

Ist der LASK endlich wieder reif für einen großen Titel?

Seit 1965 laufen die "Athletiker" einem solchen hinterher, damals konnte mit dem Double der jeweils erste und bis dato einzige Meisterschafts- bzw. Cup-Gewinn gefeiert werden.

Nun, über 60 Jahre später, ist die Chance auf eine Wiederholung so groß wie nie zuvor. In der ADMIRAL Bundesliga befinden sich die Stahlstädter mitten im Titelrennen, im UNIQA ÖFB-Cup stehen sie im Finale und treffen dort auf den SCR Altach.

Der Final-Einzug gelang am Mittwoch durchaus glücklich mit einem 2:1-Derbysieg nach Verlängerung über die SV Ried (Spielbericht>>>).

"Das schlechteste Spiel, das wir je gemacht haben"

"Es war das schlechteste Spiel, das wir je gemacht haben", ächzt Kapitän Sascha Horvath.

Ähnlich sieht das auch sein Coach Dietmar Kühbauer: "Ich bin wirklich froh darüber, dass wir gewonnen haben. Trotzdem weiß ich ganz genau, dass meine Mannschaft nicht das gespielt hat, was sie kann."

Das sei vor allem an der Herangehensweise des Rieder Heim-Teams gelegen, von der der LASK-Trainer nicht der allergrößte Freund war.

Von den 120 Spielminuten habe sich der Ball "117 Minuten in der Luft befunden". Das sei von den Innviertlern genau so gewollt gewesen, um den schwarz-weißen Rhythmus zu brechen, so Kühbauer. "Wir haben uns davon leider anstecken lassen, auch hohe Bälle zu schlagen", analysiert Horvath.

Altach alles andere als ein Jausengegner

Zudem sei die Rollenverteilung vor dem Spiel seiner Mannschaft, die davor keinen idealen Start ins Frühjahr erwischte, nicht gelegen gekommen, findet Kühbauer: "Jeder Rieder Fan wird natürlich sagen, dass er ins Finale kommen wollte, aber für uns war der Druck höher, weil wir ja der große LASK sind. Vielleicht hat man diesen Druck ein bisschen gespürt."

Mit ähnlichen Vorzeichen wird der LASK am 1. Mai zum Endspiel nach Klagenfurt anreisen. Der Gegner aus Altach steht zum allerersten Mal in der Klubgeschichte im Finale. Kämpften sie in der Vorsaison noch gegen den Abstieg, sind die "Rheindörfler" aktuell in guter Form.

"Wenn wir jetzt glauben, wir sind ins Finale eingezogen, fahren dort hin, spielen 90 Minuten und sind der Sieger, sind wir am falschen Dampfer. Wir respektieren Altach, das war eine Top-Leistung bis jetzt von ihnen, sie spielen eine gute Saison. Es wäre der falsche Ansatz, zu glauben, dass es einfach wird", mahnt Kühbauer.

Linzer Fan-Ansturm auf Klagenfurt?

Zumal der LASK auf mittlerweile vier verlorene Cup-Endspiele in Folge zurückblickt. Letztmals standen die "Athletiker" 2021 im Finale und blieben mit 0:3 gegen den FC Red Bull Salzburg chancenlos.

Damals fand das Spiel in einem coronabedingt leeren Wörthersee Stadion statt, das wird aufgrund des titelhungrigen Anhangs beider Finalisten diesmal ganz anders aussehen. Speziell die LASK-Fans dürften die Reise nach Klagenfurt in Scharen antreten.

"Ich schätze mal, dass sehr viele von uns mitkommen werden. Wir freuen uns extrem drauf", bekommt Horvath schon jetzt leuchtende Augen.

Kühbauers Chance auf die Titelverteidigung

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Kühbauer weiß seit Kurzem, wie man Cup-Titel gewinnt
Foto: ©GEPA

Ob am 1. Mai die größte Titelchance für den LASK seit über 60 Jahren wartet? "Auf jeden Fall, es ist nur mehr ein Spiel! Wir werden dort hinfahren, um zu gewinnen, aber die anderen werden es genau so angehen. Es wird wieder von null losgehen", weiß der LASK-Captain.

Sein Coach könnte am Wörthersee den zweiten Titel seiner Trainerkarriere binnen eines Jahres feiern, nachdem er so lange Zeit auf seinen ersten warten musste. In der Vorsaison triumphierte der Burgenländer bekanntlich als Trainer des WAC.

"Ganz ehrlich, es wäre schön", meint Kühbauer angesprochen auf eine mögliche "Titelverteidigung", ergänzt aber: "Es ist wichtiger, dass 'wir' einen Titel holen und nicht 'ich'. Ich hoffe, dass man irgendwann spüren wird, dass das 'Wir' für mich weitaus wichtiger ist als das 'Ich'."

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