Wenn es mit seinem Nationalteam um etwas geht, und sei es um den Gewinn der gelegentlich etwas gering geschätzten Nations League, kommt der Ausnahmestürmer offenbar richtig in Fahrt. Mit einem zuletzt von ihm selten gesehenen Freistoßtreffer sowie zwei Toren aus dem Spiel in der Schlussphase demonstrierte der Kapitän des Europameisters in dem neuen Bewerb seine Extraklasse.
Finale war für Ronaldo von Anfang an das Ziel
Das Ziel sei es von Anfang an gewesen, ins Finale zu kommen, stellte Ronaldo klar. Die Schweizer "haben gut gespielt und waren sehr gefährlich", räumte er ein. "Aber Portugal hat mehr Chancen gehabt, und die Chancen haben wir genutzt."
Ronaldo hält nun bei 88 Toren in 157 Länderspielen. Vor dem Spiel am Mittwochabend hatte er 349 Tage für Portugal nicht getroffen. Nun hat der Juventus-Star beginnend mit 2004 jedes Jahr zumindest ein Tor für seine Nationalmannschaft erzielt - also 16 Jahre en suite.
Eine sehr große Rolle werde jetzt den Fans zukommen. "Sie haben uns sehr unterstützt. Ich hoffe, beim Finale wird das Stadion auch voll sein, und dass uns die Leute von Anfang bis zum Ende anfeuern werden", sagte Ronaldo. "Das wird uns die Motivation und Kraft geben, diesen Bewerb zu gewinnen." Portugal ist vor eigenem Publikum seit 13 Pflichtspielen oder seit September 2014 ungeschlagen. Der Finalgegner wird am Donnerstagabend (20.45 Uhr) im zweiten Semifinale Niederlande gegen England ermittelt.
Die Nations League wird derzeit zum ersten Mal ausgespielt. Neben dem Prestige geht es vor allem ums Geld. Der Premieren-Sieger des neuen Wettbewerbs erhöht sein Gesamt-Preisgeld um sechs Millionen Euro auf 10,5 Millionen Euro. Außerdem erwartet ihn eine 71 Zentimeter hohe Trophäe aus Sterlingsilber.