"'Tiki-Taka' nicht mehr möglich"
Koeman stellte nach dem 1:1 gegen Granada einmal mehr klar, dass das "alte" Barca Geschichte sei. Das berühmte "Tiki-Taka", also Kurzpassspiel mit langen Ballstafetten, sei aktuell nicht möglich, bekräftigte der Niederländer.
Auf den Rängen machte sich der durchwachsene Saisonstart bemerkbar. Von den 40.000 zugelassenen Plätzen im Camp Nou waren nur 27.000 vergeben. Die Fans sahen Granadas Führungstor nach 85 Sekunden und lange vergeblich nachlaufende Blaurote. Der aufgerückte Innenverteidiger Ronald Araujo traf erst in der 90. Minute.
Da war Demir nach seinem Austausch in der 75. Minute nicht mehr als Feld. Die spanische Presse attestierte der Rapid-Leihgabe großes Bemühen, aber wenig Durchschlagskraft. "Der junge Österreicher zeigte viel Willen, blieb aber ohne Erfolg in den meisten Aktionen", schrieb die Sportzeitung "Mundo Deportivo". Die "Marca" meinte: "Willensstark, aber nicht sehr effektiv. Er hatte wenig Einfluss auf das Spiel."
Kein Kommentar über seinen Job
Koeman hatte auch angesichts einiger verletzter Spieler eine junge Elf aufgeboten. Das Durchschnittsalter lag bei 24,3 Jahren, die ohne den zunächst geschonten Gerard Pique eingelaufene Abwehrkette war im Schnitt 20 Jahre alt.
Er habe die Spielidee anpassen müssen, betonte Barcelonas Trainer nach dem Spiel. "Wenn man sich die Spielerliste für das Spiel ansieht, bleibt nur das über. Wir können nicht 'Tiki-Taka' spielen, wenn wir keine Räume vorfinden", sagte Koeman. "Wir wissen, dass das vielleicht nicht Barcelona-Fußball ist, aber dieses Barcelona ist nicht mehr jenes wie vor acht Jahren."
Er wolle sich über seinen Job nicht mehr äußern, so Koeman. "Wir wollen natürlich zu Hause gewinnen, aber wie ich erklärt habe, war es ein kompliziertes Spiel. Ich denke, wir haben alles gegeben."