Kurzarbeit: Spieler kritisieren spanische La Liga

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Spaniens Fußballer haben die Profi-Liga des Landes wegen der Befürwortung von Kurzarbeit in den Vereinen wegen der Corona-Krise kritisiert.

Es sei "merkwürdig", dass LaLiga solche Maßnahmen zur Bekämpfung wirtschaftlicher Auswirkungen der Pandemie unterstütze, wo sie doch immer die gute finanzielle Situation der Clubs hervorgehoben habe, hieß es in einem Kommunique der Profis der 1. und 2. Liga.

Die Stellungnahme wurde am Sonntag von der Spielergewerkschaft AFE veröffentlicht. Die Spieler brachten darin ihre Verwunderung zum Ausdruck, dass die Liga nicht "ein finanzielles Polster" geschaffen habe, um eine "zweimonatige Situation zu überbrücken". Die Meisterschaften seien nur ausgesetzt und nicht abgesagt worden, wird betont. Man werde alles tun, um die Arbeitsrechte aller Spieler zu garantieren.

"Die Spieler von Barcelona, Betis, Atletico, Saragossa, Osasuna und andere wissen, dass die wirtschaftliche Kontrolle der LaLiga mit den wirtschaftlichen Auswirkungen von Covid-19 nichts zu tun hat", antwortete LaLiga-Chef Javier Tebas via Twitter. Das ERTE (ein von spanischen Unternehmen zu befolgendes rechtliches Verfahren, um Arbeitsverträge auszusetzen oder die Arbeitszeit vorübergehend zu verkürzen) sei "ein legales Instrument, wenn sich deine Aktivität aufgrund höherer Gewalt reduziert".

Im Kommunique betonten die Profis auch, dass sie den Spielbetrieb nicht wieder aufnehmen würden, so lange es keine diesbezügliche "ausdrückliche Entscheidung der Behörden" gebe. Mit mehr als 130.000 Infektionsfällen und knapp 12.500 Toten ist Spanien weltweit eines der am schwersten von der Krise betroffenen Länder.

Textquelle: © LAOLA1.at

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