NEWS

Kevin Danso: Seine Abrechnung mit Augsburg

<a href='/de/daten/news/fussball/kevin-danso/' class='tag'>Kevin Danso</a>: Seine Abrechnung mit Augsburg Foto: © GEPA

Das Theater ist zu Ende. Der FC Augsburg lässt Kevin Danso ziehen, der ÖFB-Legionär unterschreibt bei RC Lens. Rund sieben Millionen Euro soll der Klub aus der französischen Ligue 1 für den sechsfachen Internationalen bezahlen. Alle Infos >>>

Die vergangenen Wochen wurden für den 22-Jährigen zur Geduldsprobe. Der FCA, zu dem er 2014 als Jugendlicher gewechselt ist, sprach von einem Trainingsstreik des Abwehrspielers und kritisierte den Kicker mehrmals öffentlich.

Danso selbst zog es vor, zu schweigen und abzuwarten. Nachdem der Transfer durch ist, schildet Danso nun aber seine Sicht der Dinge.

Er werde dem FC Augsburg "immer dankbar dafür sein, dass ich dort Profi werden durfte", so der Abwehrspieler. "Trotzdem passten unsere Vorstellungen schon früh nicht mehr zusammen. Das zeigen die Leihgeschäfte nach Southampton und Düsseldorf und eindeutige Signale, mit mir nur als Backup in der Innenverteidigung zu planen. Ich bin aber jung und ehrgeizig und will spielen!", führt er aus.

Danso weiter: "Deshalb wollte ich einen Neustart bei einem Verein, der mir vertraut und der voll auf mich setzt. Das habe ich den Verantwortlichen des FCA auch frühzeitig gesagt."

"Der FCA hat sich nicht an sein Wort gehalten"

"Bei einem persönlichen Gespräch wurde mir mitgeteilt, dass ich weder noch einmal verliehen werden soll, noch an einen Bundesligisten abgegeben werde. Es wurde mir aber versprochen, dass man sich mit einem Transfer beschäftigen wird, wenn sich ein Verein aus dem Ausland für mich interessiert. Diese Bedingungen habe ich respektiert und akzeptiert", sagt Danso.

Doch Augsburg habe sich dann nicht korrekt verhalten. Danso: "Umso frustrierender war es, dass die Verantwortlichen des FC Augsburg zuerst weder auf Kontaktaufnahmen noch auf ein konkretes Angebot vom RC Lens reagiert haben. Der FCA hat sich nicht an sein Wort gehalten und mich nicht ernst genommen. Dies hat zu Frustration und mentalen Blockaden geführt."

Die Situation im Trainingslager schildert er so: "Ich habe dem Trainer und dem Manager gesagt, dass ich mich dadurch körperlich und geistig nicht in der Lage fühle, Fußball zu spielen. Statt auf die Situation einzugehen und gemeinsam eine Lösung zu suchen, wurde ich aus dem Trainingslager nach Hause geschickt. Von einem erzwungenen Wechsel kann also nicht die Rede sein."

Letztlich gab es dann doch ein Happy End. "Ich bin dem RC Lens sehr dankbar, dass der Klub von Beginn an meinen Rücken gestärkt, zu mir gehalten und die nötige Geduld aufgebracht hat, bis der Transfer zustande gekommen ist. Ich möchte jetzt nach vorne schauen und das tun, was ich liebe: Fußball spielen."

Kommentare