Sala verschwunden: Suche vertagt

Sala verschwunden: Suche vertagt Foto: © getty
 

Nach der tragischen Meldung des verschwundenen Flugzeugs, auf dessen Bord sich Cardiff-Neuzugang Emiliano Sala befand, verkünden die Einsatzkräfte am Dienstagabend: "Es gibt keine Spur von dem Flugzeug".

Die Suche wird am Dienstagabend aufgrund von widrigen Wetterbedingungen eingestellt und erst bei Sonnenaufgang wieder aufgenommen.

Die Überlebenschancen der zwei Passagiere - an Bord waren Sala und der Pilot - werden von Einsatzleiter John Fitzgerald als verschwindend gering beschrieben: "Ich gehe nicht davon aus, dass jemand am Leben ist. Ich glaube auch nicht, dass die Küstenwache das tut. Wir wissen noch nicht, wie das Flugzeug verschwunden ist."

Emiliano Sala verabschiedete sich am Montag von seinen ehemaligen Mitspielern beim FC Nantes und begab sich daraufhin auf den Weg nach Wales. Was die Vermutung eines Flugzeugabsturzes bestätigt: Diego Rolan, ein ehemaliger Mitspieler von Sala, erklärt noch am Abend: "Emiliano hat während des Fluges eine Nachricht an einen Freund geschickt und gesagt er hat Angst. Wenn er sich nicht noch einmal melden sollte, dann würde sein Freund wissen, was passiert ist."


Die Propellermaschine wurde zuletzt nahe der britischen Kanalinsel Guernsey geortet. Alles deutet auf einen Absturz hin.

Stundenlange Suche ohne Erfolg

Einsatzkräfte suchten mit Booten und aus der Luft die Meeresoberfläche nach Trümmern ab. "Es gibt keine Spur von dem Flugzeug", teilte die Polizei Guernsey am Dienstagmittag mit. Der Pilot hatte am späten Montagabend auf dem Weg von Westfrankreich ins walisische Cardiff über dem Ärmelkanal den Kontakt zur Flugverkehrskontrolle verloren. Erst vor wenigen Tagen war Salas Wechsel vom FC Nantes zu Cardiff City bekanntgeworden.

Die französische Zivilluftfahrtbehörde bestätigte, dass der 28-jährige Sala an Bord des Geschäftsflugzeugs PA 46 Malibu war, wie mehrere Medien übereinstimmend berichteten. Die Polizei Guernsey gab an, dass insgesamt zwei Menschen an Bord des Kleinflugzeugs waren, nach Angaben von France Info waren es zwei Passagiere und ein Pilot.

"Wir sind sehr besorgt um die Sicherheit von Emiliano Sala", sagte der Vorsitzende von Cardiff City, Mehmet Dalman, nach Angaben der britischen Zeitung "Guardian". Nach Angaben seines neuen Vereins sollte am Dienstag sein erster Tag im Team sein. Man habe das Training vorerst abgebrochen.

Fassungslosigkeit bei Familie und Verein

Noch am Montag postete Sala auf Twitter ein Foto mit dem Team des FC Nantes und verabschiedete sich bei seiner ehemaligen Mannschaft. Der Club erklärte am Dienstagnachmittag, man bete dafür, dass Sala und die anderen Passagiere gesund wiedergefunden werden. Medienberichten zufolge soll der Wechsel des Fußballers rund 17 Millionen Euro gekostet haben - ein Rekord für Cardiff City.

"Ich weiß nicht, wie das geschehen konnte. Ich hoffe, dass wir bald gute Nachrichten bekommen", sagte der Vater des Fußballers, Horacio Sala, im argentinischen Fernsehsender C5N. "Für ihn und für uns alle war sein Transfer nach Cardiff ein großer Schritt. Er ist ein Bub vom Dorf, bescheiden, jemand, der immer gekämpft hat. Hoffentlich geht alles gut aus."

Sala stammt aus dem Ort Cululu in der argentinischen Provinz Santa Fe im Nordosten des Landes. Er spielte in Argentinien nie professionell Fußball, sondern bestritt seine gesamte Karriere in Frankreich, wo er in Orleans, Niort, Bordeaux, Caen und zuletzt in Nantes unter Vertrag stand.

Fünf Flugzeuge und zwei Rettungsboote hatten bis zum Dienstagmittag rund 1.500 Quadratkilometer im Ärmelkanal abgesucht - ohne Erfolg. Die Suche gehe weiter, berichtete die Polizei von Guernsey.

Wegen des Verschwindens von Sala ist auch das Cupspiel zwischen FC Nantes und SSG Entente vertagt worden. Eigentlich sollte das Spiel am Mittwochabend stattfinden, der französische Fußballverband führt es nun aber als "verschoben" auf. Nach Angaben der Sportzeitung "L'Equipe" soll das Spiel am Sonntag nachgeholt werden.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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