Coach Sarri bezieht Stellung zu Keeper-Eklat

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Szenen wie jene am Sonntag beim Carabao-Cup-Finale im Londoner Wembley Stadion zwischen Manchester City und dem FC Chelsea gibt es im Fußball nur äußerst selten.

Kurz vor Ende der Verlängerung wollte Chelsea-Coach Maurizio Sarri beim Stand von 0:0 Ersatztorhüter Willy Caballero für das Elfmeterschießen ins Spiel bringen, da der Keeper Kepa Arrizabalaga zwei Mal behandelt werden musste und Caballero sowieso als Elfmeter-Killer bekannt ist. Im League-Cup-Finale 2016 gegen Manchester City hielt der Argentinier nicht weniger als drei Elfmeter.

Einer fand an diesem Vorhaben jedoch ganz und gar keinen Gefallen, nämlich Kepa Arrizabalaga. Chelseas spanische Nr.1 verweigerte eine Auswechslung und beharrte darauf auch beim Elfmeterschießen den Kasten zu hüten.

Sarri wurde daraufhin fuchsteufelswild, zerriss seine Jacke und musste vor dem Elfmeterschießen von einem eigenen Spieler zurückgehalten werden. Nach dem Spiel bezieht der Italiener Stellung zu der kuriosen Situation. Grund für all die Verwirrung dürfte ein Missverständnis gewesen sein.

Sarri: "Alles war ein großes Missverständnis"

"Alles war ein großes Missverständnis. Ich habe gedacht, dass er große Krämpfe hat, also wollte ich ihn in dieser körperlichen Verfassung nicht das Elfmeterschießen bestreiten lassen. Ich habe die Situation erst drei oder vier Minuten später verstanden, als der Doktor zurück auf die Bank kam. In dieser Zeit wollte ich Caballero ins Spiel bringen und Kepa hat mir bloß mitgeteilt, dass er ins Elfmeterschießen gehen will. Also war alles ein großes Missverständnis", sagt Sarri nach dem Spiel.

Bereits kurz nach dem Spiel soll zwischen Kepa und dem Coach wieder alles gut gewesen sein. "Kepa hatte Recht, auch wenn seine Erklärung falsch war. Er war bereit das Elfmeterschießen zu bestreiten, aber ich habe das alles eben erst bemerkt, als der Doktor zurückgekommen ist. Bis dahin war ich sehr böse."

Die kuriose Szene noch einmal als VIDEO:

Persönliches Gespräch zur Klärung

Ein persönliches Gespräch unter vier Augen soll alles aufklären: "Ich will mit ihm reden, da er verstehen muss, dass so ein Missverständnis uns in große Probleme führen kann, vor allem wegen den Medien. Also denke ich, dass ich ihm die Situation erklären werde, aber außer dieser Sache gibt es kein Problem", erklärt Sarri.

Mit der Leistung seiner Mannschaft ist der 60-Jährige trotz der Niederlage zufrieden. Im Endeffekt haben die "Blues" in 120 Minuten kein City-Tor zugelassen. "Heute bin ich mit meiner Mannschaft sehr zufrieden, da ich das Gefühl habe, dass wir uns verbessern. Wir können ein sehr gutes Team werden", beschreibt der Italiener, der zuletzt häufig in der Kritik stand und bereits angezählt wurde.

Wie die Verantwortlichen des FC Chelsea auf die Final-Niederlage reagieren, ist ungewiss. Abzusehen ist, dass Sarri zumindest noch am Mittwoch im Premier-League-Spiel gegen Tottenham (ab 21 Uhr im LIVE-Ticker und auf DAZN) auf der Trainerbank sitzen wird.


Textquelle: © LAOLA1.at

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