"Ich habe mich nie hängen lassen"
Dieses Jahr kann in der Championship alles anders werden.
Das Ligacup-Spiel hat dies unterstrichen. "Es ist schon in den 90 Minuten perfekt gelaufen, ich konnte fünf schwere Bälle abwehren. Im Elferschießen habe ich meine Zeit in Schottland visualisiert, als ich vor eineinhalb Jahren gegen Glasgow Rangers und Hearts zwei Elfer binnen zwei Spielen hielt. Nach dem ersten gehaltenen Strafstoß steigt dann das Selbstvertrauen, du kommst in einen Flow und fühlst dich unbesiegbar. Aber gleich drei Elfer abzwehren, ist schon ganz außergewöhnlich“, erzählt Bachmann.
In den sozialen Netzwerken ging es im Anschluß an Bachmanns Heldentaten rund: Die Fans der Hornets posteten Batman-Videos (Batman ist sein Nickname), hunderte Nachrichten und Gratulationen gingen auf den Accounts des Österreichers ein.
Die Hartnäckigkeit Bachmanns dürfte sich jetzt ausgezahlt haben. "Ben Foster war in den letzten Jahren die Nummer eins und hatte dadurch einen Bonus. Ich habe mich aber nie hängen gelassen und im Training Vollgas gegeben. Jetzt habe ich meine Chance genutzt und werde alles dafür tun, um dem Trainer die Entscheidung ganz schwer zu machen."
Die Zeit spielt jedenfalls klar für Bachmann: Foster, ehemaliger englischer Nationaltorhüter und Vereins-Ikone, wird 38. Schon am kommenden Samstag trifft Watford FC auswärts auf Sheffield Wednesday und steht unter Zugzwang, will man das Ziel einer zeitnahen Rückkehr in die Premier League vorantreiben.