Nach Verläng.
2:1
0:1 , 1:0 , 1:0
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Last-Minute-Joker entscheidet! Stuttgart im DFB-Pokal-Finale

Stuttgart und Freiburg bieten sich einen Schlagabtausch mit zahlreichen Chancen, ein Tor in der 119. Minute entscheidet den Thriller.

Last-Minute-Joker entscheidet! Stuttgart im DFB-Pokal-Finale Foto: © GETTY

Der VfB Stuttgart folgt dem FC Bayern München nach einem packenden Schlagabtausch ins DFB-Pokal-Finale! Gegen den SC Freiburg setzen sich die Schwaben mit 2:1 nach Verlängerung durch.

Der Beginn der Partie ist sehr zerfahren, beide Teams stehen taktisch diszipliniert und wollen nichts riskieren, das Ergebnis ist ein Spiel mit vielen langen Bällen und Zweikämpfen ohne echte Torgefahr.

Eggestein reagiert handlungsschnell

Den ersten Torschuss hat Freiburg durch Maximilian Eggestein, der aber an Stuttgart-Keeper Alexander Nübel scheitert. Die Freiburger fordern in dieser Aktion Elfmeter, einen echten Kontakt gibt es aber nicht.

In der 28. Minute kommt den Gästen ein Eckball zur Hilfe, die eigentlich nicht ideale Hereingabe von Vincenzo Grifo gelangt über Stuttgarts Jamie Leweling zu Matthias Ginter, und dessen Kopfball spitzelt Eggestein noch entscheidend ins Tor.

Kurz vor der Pause wird Stuttgart offensiver, Ermedin Demirovic haut die Kugel knapp über die Latte, Leweling probiert es mit einem Flachschuss, der nur knapp vorbei geht, und Igor Matanovic wirft sich im letzten Moment entscheidend in eine Volley-Abnahme von Deniz Undav.

Chancenreiche zweite Hälfte

In der zweiten Hälfte öffnen beide Mannschaften ihr Visier, Chris Führich für Stuttgart und Johan Manzambi aufseiten Freiburgs verpassen gute Möglichkeiten.

Nachdem Freiburg-Goalie Florian Müller auf der Linie gerade noch gegen Angelo Stiller retten kann, landet der Ball im Netz, beim Weitschuss von Stiller steht Demirovic in der Vorbereitung aber im Abseits.

Das Spiel wird nun immer besser, Yuito Suzuki hat das 2:0 am Fuß, vergibt aber aus etwa sieben Metern. Im direkten Gegenstoß nur wenige Sekunden später legt der eingewechselte Bilal El Khannouss nach rechts auf Undav ab, und der deutsche Nationalspieler schließt humorlos aufs lange Eck ab (70.) - Ausgleich, alles wieder offen.

Kein Lucky Punch in regulärer Spielzeit...

Nun drückt Stuttgart auf die Führung, Lienhart fälscht einen Schuss von Demirovic gefährlich ab, der Ball klatscht dank einer schnellen Parade von Müller aber noch an die Stange am kurzen Eck.

Weil Undav und Führich in der Schlussphase einige weitere Topchancen liegen lassen, geht es in die Verlängerung. In dieser treffen die Freiburger gleich, Schiedsrichter Tobias Welz hat aber wegen eines Remplers von Lucas Höler schon abgepfiffen, bevor der Ball im Tor war - eine harte Entscheidung, die der VAR aber nicht mehr überprüfen kann.

...aber in der Verlängerung

Es geht munter weiter, Führich setzt einen Flachschuss allein vor Goalie Müller an die rechte Stange. Wenige Minuten später zeigt Müller eine Glanztat, er ist bei einem El-Khannouss-Abschluss aus kurzer Distanz noch mit den Fingerspitzen entscheidend zur Stelle - das alles noch im ersten Abschnitt der Verlängerung.

In den letzten 15 Minuten zollen beide Teams dem davor hohen Tempo etwas Tribut, alles rechnet schon mit einem Elfmeterschießen. Doch dann spielt der eingewechselte Badredine Bouanani auf den ebenfalls eingewechselten Tiago Tomas, und der bringt das Stadion in der 119. Minute mit einem Fersenschuss zum Beben.

Am Ende steht nach einem chancenreichen Duell ein xG-Wert von 4,3 zu 2,3 für Stuttgart, letztlich setzen sich die Hausherren aber mit 2:1 nach Verlängerung durch.

Das Finale steigt am 23. Mai um 20:00 Uhr in Berlin.

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