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Ilzer nach Auftaktpleite: "Niederlage in der Form nicht nötig"
Die TSG Hoffenheim gibt gleich zweimal eine Führung aus der Hand. Trainer Christian Ilzer sieht vor allem nach der Pause Verbesserungsbedarf.
Die TSG Hoffenheim ist mit einer bitteren Niederlage in die neue Bundesliga-Saison gestartet.
Beim 1. FC Köln geben die Sinsheimer eine zweimalige Führung aus der Hand und verlieren trotz einer starken ersten Halbzeit mit 2:3 (zum Spielbericht >>>).
Entsprechend enttäuscht zeigt sich Trainer Christian Ilzer nach der Partie. "Am Ende natürlich eine Niederlage, die sicher in der Form nicht nötig gewesen wäre", erklärt der Österreicher im "Sportschau"-Interview.
Ilzer sieht vor allem zweite Halbzeit kritisch
Dabei habe seine Mannschaft zunächst vieles richtig gemacht. "Wir haben schnell Kontrolle bekommen und gehen verdient in Führung. Wir haben das umgesetzt, was ich mir vorgestellt habe", analysiert Ilzer.
Nach der Pause habe Hoffenheim allerdings nachgelassen. Besonders bitter: Kurz nach Wiederanpfiff verletzte sich Bernardo. Noch bevor die TSG reagieren und wechseln konnte, fiel der Kölner Ausgleich.
"Das hat so ein Stück weit das Stadion hier aufgeweckt, das wir in der ersten Halbzeit schon richtig ruhig gemacht haben", erklärt Ilzer. Köln habe dadurch zusätzlich Energie bekommen, während seine Mannschaft nicht mehr mit der nötigen Konsequenz agiert habe.
"Das Spiel ist zu wild geworden, genau das, was wir verhindern wollten", fasst der 48-Jährige zusammen.
Auch die vergebenen Möglichkeiten ärgern den Coach. Hoffenheim hätte die Partie laut Ilzer bereits früher klar in die eigene Richtung lenken können. "Wir müssen uns Gedanken über die drei Gegentore machen und natürlich auch die ein oder andere große Chance, die sich uns geboten hat."
Wimmer: "Müssen viel mehr Ruhe ins Spiel bringen"
Eine ähnliche Analyse liefert Patrick Wimmer. Der ÖFB-Legionär, der in der Startelf steht und in der 71. Minute ausgewechselt wird, sieht die Probleme ebenfalls vor allem nach dem Seitenwechsel.
"Es tut total weh, dass wir heute mit null Punkten nach Hause fahren. Wir waren in der ersten Hälfte gut im Spiel, gehen dann verdient in Führung", so Wimmer.
Nach dem zweiten Hoffenheimer Treffer habe man es allerdings verabsäumt, die Partie zu kontrollieren. "Nach dem 2:1 müssen wir viel mehr Ruhe ins Spiel bringen, das haben wir dann aber nicht geschafft."
Dass die hitzige Atmosphäre im Kölner Stadion ausschlaggebend gewesen sei, glaubt Wimmer indes nicht. "Es war weniger die Atmosphäre, sondern vielmehr das Spiel selbst, das uns aus der Balance gebracht hat."
Ilzer nimmt Moerstedt in Schutz
Auch Max Moerstedt erlebt einen bitteren Nachmittag. Der junge Stürmer scheitert beim Stand von 1:1 mit einem Elfmeter an Kölns Marvin Schwäbe und vergibt kurz darauf eine weitere Großchance.
Ilzer will seinem jungen Spieler daraus allerdings keinen Vorwurf machen. Im Gegenteil: "Mir gefällt, dass Max Moerstedt als junger Spieler die Verantwortung für den Elfmeter übernommen hat, es haben schon ganz andere Spieler verschossen."
Generell gehe es für die TSG nun darum, aus der Niederlage zu lernen. "Wir müssen einfach die Fehler abstellen. Wir müssen mehr Sicherheit und Automatismen in Phasen hineinbringen, wo das Spiel etwas wilder wird", fordert Ilzer.
Viel Zeit für die Aufarbeitung bleibt nicht. Bereits am kommenden Samstag wartet im ersten Heimspiel der Saison mit Borussia Dortmund der amtierende deutsche Vizemeister. Die Dortmunder starteten mit einem souveränen Sieg gegen den HSV in die neue Spielzeit. Die Aufgaben für Ilzer, Wimmer und Co. werden also gewiss nicht leichter.