+++ Neue Kraft für den Endspurt: Marie-Louise #Eta übernimmt +++
— 1. FC Union Berlin (@fcunion) April 11, 2026
Die Profimannschaft der Männer wird die Schlussphase der Saison und den Kampf um den Klassenerhalt unter der Leitung von Marie-Louise Eta angehen, bisherige Trainerin der U19-Junioren und künftige Cheftrainerin der… pic.twitter.com/5w84jM4kyu
Historisch: Erste Cheftrainerin in der Deutschen Bundesliga!
Union Berlin trennte sich am Samstagabend nach dem 1:3 bei Heidenheim von Steffen Baumgart. Auf ihn folgt erstmals in der Bundesliga-Geschichte eine Frau.
Union Berlin schreibt Geschichte!
Der Klub der ÖFB-Legionäre Christopher Trimmel und Leopold Querfeld trennte sich am Samstagabend nach der 1:3-Niederlage gegen Schlusslicht Heidenheim von Coach Steffen Baumgart. Neben dem 54-jährigen müssen auch dessen Co-Trainer Danilo de Souza und Kevin McKenna gehen.
Auf Baumgart folgt mit Marie-Louise Eta die erste Cheftrainerin der Bundesliga-Geschichte. Sie wird das Team bis Saisonende betreuen. Bisher coachte sie die U19-Mannschaft der "Eisernen" und wird in der kommenden Saison Cheftrainerin der Union-Frauen sein.
Für Eta, die ab dem Sommer die Bundesliga-Frauen der Berliner übernehmen wird, ist die Aufgabe kein komplettes Neuland. Bereits von November 2023 bis Mai 2024 hatte die 34-Jährige als Co-Trainerin den Abstiegskampf der Köpenicker begleitet.
Baumgarts sportliches Ende bei Union kommt auch deshalb überraschend, weil die Berliner erst im Jänner den Vertrag mit dem früheren Union-Spieler vorzeitig verlängert hatten. Der gebürtige Rostocker hatte die Köpenicker Anfang Jänner 2025 als Trainer übernommen und in der vergangenen Saison auf Platz 13 geführt.
Eta: "Werden die entscheidenden Punkte holen"
"Wir spielen bisher eine absolut enttäuschende Rückrunde und lassen uns vom Tabellenstand nicht blenden: Unsere Lage ist nach wie vor bedrohlich und wir benötigen dringend Punkte, um den Ligaverbleib zu sichern", sagt Geschäftsführer Profifußball Horst Heldt.
Zwei Siege aus 14 Spielen seit der Winterpause und die gezeigten Leistungen in den letzten Wochen hätten "uns nicht die Überzeugung, dass uns eine Trendumkehr in der bisherigen Konstellation noch gelingt". "Ich freue mich, dass Marie-Louise Eta sich bereit erklärt hat, diese Aufgabe interimistisch zu übernehmen, bevor sie im Sommer wie geplant Cheftrainerin der Profimannschaft der Frauen wird", sagte Heldt weiter.
Eta selbst sagt: "Ich freue mich, dass mir der Verein diese anspruchsvolle Aufgabe anvertraut. Eine Stärke von Union war und ist es, in solchen Situationen gemeinsam alle Kräfte zu bündeln. Und natürlich habe ich die Überzeugung, dass wir mit dem Team die entscheidenden Punkte holen."
Die 34-Jährige ist damit aber nicht die erste Trainerin eines Profiteams in Deutschland: Bereits seit fast zwei Jahren steht mit Sabrina Wittmann auch bei Drittligist FC Ingolstadt eine Frau an der Seitenlinie.
Karriere als Spielerin endet vorzeitig
Als Fußballerin hatte sie in ihrer aktiven Karriere große Erfolge mit Turbine Potsdam gefeiert. Damals noch unter dem Namen Marie-Louise Bagehorn gewann sie mit dem Verein dreimal die deutsche Meisterschaft und 2010 den Titel in der Champions League. Wegen mehrerer Verletzungen musste sie bereits mit 26 Jahren ihre Laufbahn als Spielerin beenden.
Danach kam ihre Karriere als Trainerin schnell auf Touren. Zunächst arbeitete sie im Nachwuchsbereich von Werder Bremen, für den Club hatte sie zuletzt noch gespielt. 2021 wurde sie vom Deutschen Fußball-Bund als Co-Trainerin der weiblichen U15-Auswahl engagiert. Ein Jahr später schloss sie erfolgreich den Pro-Lizenz-Lehrgang ab und darf seither offiziell auch als Cheftrainerin in der Bundesliga und 2. Liga arbeiten.