Alaba zu Real? "Im Moment ist es nicht spruchreif"

 

David Alaba lassen die jüngsten Spekulationen über ein erneutes Interesse von Real Madrid an seiner Verpflichtung kalt.

Vor allem mit der Quelle dieser Informationen - Aussagen seines Vaters George Alaba in der "AS" - kann der Bayern-Star wenig anfangen, dieses Interview hätte es nämlich nie gegeben: "Ich weiß nichts davon. Ich habe ihn gefragt, er weiß auch nichts davon."

Ob das Statement also erfunden sei? "Anscheinend."

Der 25-Jährige geht davon aus, auch in der kommenden Saison in München zu spielen und nicht bei Real: "Im Moment ist es nicht spruchreif. Ich fühle mich in München sehr, sehr wohl und habe auch noch einiges vor."

Alaba stören Transfer-Gerüchte nicht

Alabas Vertrag beim deutschen Rekordmeister läuft noch bis Sommer 2021. Ein kleines Hintertürchen lässt er sich bei der Antwort auf die Frage, ob er sich zu 100 Prozent sicher sei, nächste Saison für die Bayern zu spielen, jedoch offen:

"Es macht mich irgendwo stolz, bei solchen Vereinen im Gespräch zu sein. Ich spiele jedoch bei einem der besten Vereine der Welt, habe dort auch noch etwas vor und möchte dort meinen Weg weitergehen."

David Alaba

"Ich weiß, dass es im Fußball sehr schnell gehen kann, aber im Moment habe ich noch länger Vertrag bei Bayern München, fühle mich da wohl und denke schon, dass ich nächste Saison noch bei Bayern München spielen werde."

Stören würden ihn die Transfer-Gerüchte jedoch nicht: "Nein, im Gegenteil. Es macht mich irgendwo stolz, bei solchen Vereinen im Gespräch zu sein. Ich spiele jedoch bei einem der besten Vereine der Welt, habe dort auch noch etwas vor und möchte dort meinen Weg weitergehen. Wir haben unsere Ziele für die nächste Saison. Aber natürlich suche ich immer wieder meine Herausforderungen. Darüber, wie die Zukunft aussieht, mache ich mir im Moment keine Gedanken."

Was hat Real der CL-Konkurrenz voraus?

Eine dieser Herausforderungen könnte ebenso mit Real zu tun haben. Die "Königlichen" haben am Samstag zum dritten Mal in Folge die Champions League gewonnen, während der FC Bayern mittlerweile seit fünf Jahren auf einen Triumph in der Königsklasse wartet.

Alaba ist mit den Bayern unglücklich an Real gescheitert. "Natürlich ist es sehr, sehr bitter, wenn man so ausscheidet wie wir im Halbfinale gegen Real Madrid", ärgert sich Alaba.

Was Real in der UCL der Konkurrenz wie den Bayern derzeit voraus hat? "Wenn man sich unsere beiden Halbfinal-Spiele anschaut, ist es wirklich schwierig zu erklären, worauf es ankommt. Wir waren in diesen beiden Spielen die bessere Mannschaft, hatten mehr Chancen, stehen aber am Ende des Tages nicht im Finale. Da kommt es auf Kleinigkeiten an. Obwohl wir unser Bestes gegeben haben, hat es am Ende des Tages nicht gereicht."

Laut Meinung des Wieners sei es nun wichtig, aus diesem Negativerlebnis die notwendige Energie für die kommende Saison zu bündeln: "Wir versuchen es natürlich weiter. Dass es nicht einfach ist, sehen wir Jahr für Jahr. Aber wir werden auch in der nächsten Saison wieder alles in die Waagschale werfen, um ganz oben zu stehen. Die Enttäuschung bei uns war riesig, aber wir wollen nächste Saison aus dieser Enttäuschung die Kraft herausziehen und das Beste draus machen."

Nicht alle Ziele erreicht

Das Bestmögliche haben die Bayern in der abgelaufenen Spielzeit "nur" in der Meisterschaft erreicht. Alaba resümiert die Saison als Jahr "mir Höhen und Tiefen".

Speziell der Start sei schwierig gewesen: "Aber die Entwicklung ist dann relativ schnell nach oben gegangen. Am Ende der Saison haben wir die Meisterschaft mit 21 Punkten Vorsprung gewonnen, worauf wir sehr stolz sind. In der Champions League sind wir unverdient ausgeschieden, hätten das Finale verdient gehabt. Über das DFB-Pokal-Finale in Berlin brauchen wir nicht reden - unser Ziel war das Double und dieses Ziel haben wir nicht erreicht."

Und zwar aufgrund einer Final-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt, das vom künftigen Bayern-Trainer Niko Kovac gecoacht wurde.

Alabas Schlussfazit dieser Spielzeit mit den Bayern? "Ich möchte die Saison nicht schönreden, aber ich glaube, am Ende des Tages war sie gut. Wir haben aber nicht alle Ziele erreicht, die wir uns gesetzt haben."


Die vierte Ausgabe von "LAOLA1 On Air - Der Sport-Podcast" widmet sich David Alaba und geht diversen den ranghöchsten Fußballer Österreichs betreffenden Fragen nach. Ist Alaba zurecht in die Kritik geraten? War er zu omnipräsent? Auf welcher Position soll er nun im Nationalteam wirklich spielen? Hat er das Zeug zum Führungsspieler? Sollte er so lange wie möglich bei den Bayern bleiben oder eine neue Herausforderung, etwa beim FC Barcelona oder Real Madrid, annehmen? Und welchen Einfluss hat seine Position auf einen etwaigen Vereins-Wechsel?

Textquelle: © LAOLA1.at

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