Dortmunds Titelchance: "Wird brutal schwer!"

Aufmacherbild Foto: © getty
 

Borussia Dortmund hält die klitzekleine Titelchance nach einer fulminanten zweiten Halbzeit beim SC Paderborn am Leben (Spielbericht >>>). Nach einem 0:0 zur Halbzeit überrollte der BVB-Express das Schlusslicht mit 6:1.

"Im Großen und Ganzen können wir zufrieden sein", sagt BVB-Schlussmann Roman Bürki im Sky-Interview und deutet an, dass vor allem im ersten Abschnitt nicht alles reibungslos funktionierte. Zu zaghaft und behebig agierten die Borussen im letzten Drittel. Die Anzeigetafel zeigte zum Pausenpfiff berechtigterweise ein 0:0 an.

Umso größer wurden plötzlich die Augen, als der BVB nach dem Seitenwechsel wie von der Tarantel gestochen über den Platz fegte. Wer denkt, dass Favre in seiner Halbzeitansprache seine Spieler mit erhobener Stimme aufweckte, der irrt. "Fast nichts", meint der Schweizer auf die Frage, was er seinen Schützlingen auf den Weg gab.

Favre: "Das wird brutal schwer für uns"

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

Minimale Änderungen sollen demnach gereicht haben, um dem Aufsteiger sechs Tore einzuschenken. "Wir haben nur ein wenig die Bewegung der Flügelspieler geändert und weiter mit Intensität gespielt", erklärt Favre sein geglücktes Feintuning.

6:1 lautet somit die Antwort der BVB-Elf auf die bittere 0:1-Pleite gegen Bayern München vor einigen Tagen. Den angestauten Frust über die (fast) verspielte Titelchance konnten sich Sancho und Co. beim Tabellenschlusslicht vom Leib schießen. Trotz einem Sieben-Punkte-Rückstand bei fünf ausständigen Spieltagen haken die Dortmunder die Meisterschaft nicht vollends ab. Auch wenn Favre weiß, "dass es brutal schwer" wird.

Kommenden Samstag wartet mit Hertha BSC einer der unangenehmsten Gegner seit dem Re-Start. Drei Siege, ein Remis (11:2 Tore) lautet die Bilanz unter Neo-Trainer Bruno Labbadia. "Wir müssen uns sehr gut vorbereiten", warnt Favre vor den Berlinern.

Triplepacker Sancho im Mittelpunkt

Besonders heiß dürfte Jadon Sancho bereits auf das Duell sein, der seine Topform gegen Paderborn wieder einmal unter Beweis stellte. Wie des öfteren in der aktuellen Spielzeit drückte Sancho dem Spiel seinen Stempel auf. Der quirlige Flügelspieler hält nach seinem Hattrick bei mittlerweile 17 Saisontoren, ebenso viele Assists gesellen sich in die beeindruckende Statistik dazu.

Doch es ist nicht Sanchos erstes Tor zum zwischenzeitlichen 2:0, welches für Aufmerksamkeit sorgt. Nach seinem Treffer zog sich der 20-Jährige sein Trikot aus, die Worte "Justice for George Floyd" schmücken das untere Shirt. Auch Mitspieler Achraf Hakimi teilt diesselbe Geste bei seinem Tor.

Damit schließen sich die BVB-Stars ihren Bundesliga-Kollegen Weston McKennie (Schalke) und Marcus Thuram (Gladbach) an, die an diesem Wochenende ebenso ein Zeichen gegen Rassismus setzten.

Textquelle: © LAOLA1.at

Gladbachs Marcus Thuram: Anti-Rassismus-Torjubel wie Kaepernick

Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare