Nürnberg: Canadi als neue Chance für Lukas Jäger

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Letztlich blieb es auch in seinem Heimatland eher eine Randnotiz, dass mit Lukas Jäger im Februar ein weiterer Österreicher sein Debüt in der deutschen Bundesliga gefeiert hat.

Denn die ersten beiden Saisonen des Vorarlbergers als Kadermitglied des 1. FC Nürnberg lassen sich kaum schönreden.

Nun könnte sich das Blatt wenden. Mit Damir Canadi heuerte sein früherer Förderer, unter dem er schon in der 2. Liga und dann zweieinhalb Jahre in der Bundesliga für den SCR Altach gekickt hat, in Nürnberg an.

"Ich denke, das ist sicherlich ein Vorteil. Ich weiß, wie er denkt, was er haben will", erklärt der 25-Jährige und will mit Verspätung beim "Club" durchstarten:

"Ich sehe es einfach noch mal als neue Chance. Ich habe zwei schwere Jahre, in denen ich nicht so viel gespielt habe, hinter mir. Jetzt will ich noch mal angreifen."

Bundesliga-Debüt kein Trost

Nicht viel gespielt trifft es recht gut. Zwei Kurzeinsätze gegen Düsseldorf und Hoffenheim sind die einzige Liga-Ausbeute aus zwei Jahren bei den Franken. In der Aufstiegs-Saison 2017/18 kam er gar nie zum Zug.

"Jeder Fußballer will spielen. Das waren zwei Kurzeinsätze. Das ist nicht das, was ein Fußballer will", kann da auch die Premiere in der höchsten deutschen Spielklasse nicht wirklich trösten, "ich hoffe schon, dass ich in dieser Saison zu mehr Einsätzen komme."

77 Mal lief der zentrale Mittelfeldspieler in der heimischen Bundesliga für Altach auf. In den österreichischen Junioren-Nationalteams war Jäger in allen Jahrgängen vertreten, für die U21 brachte er es auf 19 Länderspiele.

Beinahe Tor gegen Rapid

Dann kam der Karriere-Knick, der nun vergessen gemacht werden soll. Beim Test gegen Rapid am Sonntag schenkte Canadi ihm von Beginn an das Vertrauen - Jäger hätte es ihm beinahe mit einem Tor gedankt, Goalie Richard Strebinger hatte etwas dagegen: "Leider ist der Schuss nicht reingegangen. Aber immerhin ist daraus der Eckball resultiert, der zu unserem Tor geführt hat."

Wobei wenn in dieser Saison, in der man um den Aufstieg mitspielen will, eher Jägers Abräumer-Qualitäten gefragt sein werden. "Die Konkurrenz ist stark, aber ich denke, dass wir eine gute Rolle spielen können", will sich der ÖFB-Legionär in Sachen Saison-Ziel jedoch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.

Im Sommer 2020 läuft sein Vertrag in Nürnberg aus. Die weitere Zukunft hängt wohl stark davon ab, ob er diese neue Chance wie erhofft nutzt.

Textquelle: © LAOLA1.at

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