Rapid-"Auswärtsspiel" mit Misstönen gegen Dinamo

Rapid- Foto: © GEPA
 

Wien – SK Rapid gegen Dinamo Zagreb (Spielbericht >>>) - das Duell hätte auch abseits des grünen Rasens für Brisanz und lautstarke Kontroversen sorgen können.

Während die Kroaten keine Mühen scheuten, das Weststadion zu stürmen und auch die vielen in Österreich lebenden Dinamo-Fans zu mobilisieren, überließ der harte Kern der Rapid-Anhänger aufgrund des 2G-Boykotts dem Gegner das Feld.

Was dabei herausschaute, war ein "Auswärtsspiel" für Rapid, das man in dieser Form wohl nie oder nur ganz selten in den eigenen vier Wänden erlebt hat.

Nicht nur der Auswärtsblock war zum Bersten gefüllt, auch auf den anderen Tribünen tummelten sich Fans der Blauen. Was nach einem Fußballfest der Kroatien klingt, hatte aber auch einige Misstöne parat.

Misstöne in Form von Böllern

Diese äußerten sich vor allem durch lautstarke Explosionen von Böllern, die das Publikum immer wieder zusammenschrecken ließen.

In Österreich hört man diese überhaupt nicht mehr. Speziell bei Rapid wurde dieses Problem vor einigen Jahren erfolgreich von den Rängen verbannt.

Beunruhigend wird es vor allem dann, wenn die Sprengkörper auf andere Tribünen geworfen werden und nahe den anliegenden Sektoren explodieren.

Bengale auf dem Spielfeld als negativer Höhepunkt

Zudem geizten die angereisten Zagreber nicht mit dem Abzünden von Bengalen, was Dinamo eine UEFA-Strafe einbringen wird.

Negativer Höhepunkt: In der 71. Minute landete ein Bengale nahe der Cornerfahne auf dem Spielfeld, was die grün-weißen Fans auch ohne organisierten Support mit einem anhaltenden Pfeifkonzert quittierten.

Zurecht gewiesen wurden die Gäste, die sich allerdings wie bei einem Heimspiel fühlen durften, allerdings nicht. Schiedsrichterin Kateryna Monzul aus der Ukraine wartete seelenruhig ab, bis das Feuer erlisch, um das Spiel nach wenigen Augenblicken fortzusetzen.

Nackte Tatsachen, aber kein erhofftes Hin und Her

Doch es war nicht alles schlecht, was die gegnerischen Fans boten. 90 Minuten lautstarker Support der berüchtigten "Bad Blue Boys" und Co. waren durchaus eindrucksvoll.

Dazu kamen bei wahrlich nicht sommerlichen Abendtemperaturen in Wien auch nackte Tatsachen hinzu, als der Block zu Beginn der zweiten Halbzeit fast komplett die Hüllen fielen ließ. "Gratulation an Rapid, sie waren heute besser", meinte Stefan Ristovski nach dem Spiel. "Sie haben uns knallhart bestraft. Danke aber an die Fans, die uns heute wie in einem Heimspiel unterstützt haben. Wir werden versuchen, es ihnen in Zukunft zurückzugeben."

Während sich die Dinamo-Fans aufgrund der 2G-Regel sogar solidarisch mit den fehlenden Rapid-Anhängern zeigten, fehlte doch das von vielen nach der Auslosung erwartete Hin und Her auf den Rängen.

Nur nach dem Schlusspfiff war das "Hier regiert der SCR" des gesamten Stadions lauter als alles andere 90 Minuten zuvor. Ein "Auswärtsspiel" wie dieses hätte es unter normalen Umständen so aber nicht gegeben.


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