Tottenham nach EL-Aus: "Es ist eine Schande!"

Tottenham nach EL-Aus: Foto: © getty
 

Aus im Achtelfinale der Europa League - damit hatte Tottenham Hotspur nicht gerechnet.

Das Team von Jose Mourinho scheiterte überraschend auswärts bei Dinamo Zagreb mit 0:3 nach Verlängerung (Gesamt 2:3). Mann des Abends war Triple-Mann Mislav Orsic (62., 83., 106.), der nach dem 0:2 im Hinspiel nicht nur die Verlängerung sicherte, sondern dort auch noch den vielleicht größten Erfolg in der Klub-Geschichte der Kroaten perfekt machte.

Tottenham war im Stadion Maksimir eine gute Stunde auf gutem Wege. Dann aber kam Orsic und bestrafte mit seinen Treffern letztlich auch die zu große Passivität des Gruppengegners des LASK sowie Sechzehntelfinal-Bezwinger des WAC. Erst der dritte Gegentreffer der Kroaten wirkte für Harry Kane und Co. als Weckruf, allein es war zu spät. Im Finish scheiterten Kane und Gareth Bale mit guten Chancen noch an Dinamo-Goalie Dominik Livakovic.

"Mein Team hat nicht danach ausgesehen, als ob es ein wichtiges Match gespielt hat", sagt Coach Mourinho nach dem Ausscheiden. "Für mich war es wichtig - aus Respekt, den ich vor meiner eigenen Karriere und meinem eigenen Job habe. Jedes Match ist ein wichtiges Match." Die gegnerischen Spieler lobt der Portugiese, sie hätten Blut, Schweiß und Tränen auf dem Feld gelassen. "Ich fühle mich in meiner Ehre verletzt. Unsere Leistung war inakzeptabel. Viel Herz und viel Wille haben uns geschlagen", so der Portugiese gegenüber dem TV-Sender BT Sports.

Auch seine Spieler finden nach der blamablen Vorstellung klare Worte. Torhüter Hugo Lloris meint: "Wir sind alle mehr als enttäuscht. Es ist einfach eine Schade! Ich hoffe, dass jeder in der Kabine sich für diese Situation verantwortlich fühlt, denn es ist eine Schande."

Der Franzose weiter: "Wir lassen Grundlagen vermissen, alle unsere Leistungen hängen damit zusammen. Wir sollten mental stärker sein, konkurrenzfähiger. Diesmal habe ich das auf dem Platz nicht gespürt."

Tottenham droht nach dem Aus eine Saison ohne Europacup. In der Premier League sind die Nordlondoner nur Achte.

Kurios war auch, dass bei Zagreb, für das der Ex-Austrianer Marin Leovac eingewechselt wurde, auf der Trainerbank ein Debütant saß. Dario Krznar war erst am Dienstag auf Zoran Mamic gefolgt, der nach rechtskräftiger Verurteilung zu einer fast fünfjährigen Haftstrafe wegen Korruption zurückgetreten war.

Krznar kann sein Glück kaum fassen: "Das war ein wunderbares Spiel - eines, von dem du gerne träumen würdest, dich aber nicht traust." Man sei nun für jeden Gegner bereit, wer auch komme.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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