Wie lange spielt Strebinger noch bei Rapid?

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So richtig glänzen konnte in dieser Saison beim SK Rapid bisher kaum einer.

Und wenn, dann kaum über einen längeren Zeitraum. Zu schwankend sind die Leistungen vieler Leistungsträger, zu durchwachsen die komplette Spielzeit der Hütteldorfer - bis auf den Aufwind in den letzten vier ungeschlagenen Spielen.

Einer jedoch konnte seinen Wert in den Wochen der Krise und auch aktuell beim 0:0 gegen Villarreal einmal mehr steigern und Werbung in eigener Sache machen: Torhüter Richard Strebinger.

Strebinger – der Fels in der Brandung

Nicht umsonst meinten Sportchef Fredy Bickel und die Rapid-Verantwortlichen in den vergangenen Wochen und Monaten, dass es ohne den 25-Jährigen wohl noch düsterer für Rapid ausgeschaut hätte.

Immer wieder rettete der zweifache Familienvater, dessen jüngerer von zwei Söhnen am Matchtag gegen Villarreal seinen 1. Geburtstag feierte, seine Vorderleute mit Glanztaten vor weiteren Gegentreffern – obwohl die Wiener in dieser Saison mit Strebinger im Tor trotzdem noch 27 Tore in bewerbsübergreifend 22 Pflichtspielen kassierten.

Strebinger – der Fels in der Brandung. In der Bundesliga erkämpfte sich der ehemalige Legionär mit seiner Konstanz und außergewöhnlichen Reflexen die Einberufung ins ÖFB-Nationalteam – schon nach der vergangenen Saison.

Im Testspiel gegen Dänemark bekam er dann aufgrund seiner aktuellen Form sogar den Vorzug vor Salzburg-Keeper Cican Stankovic, während Grasshoppers-Goalie Heinz Lindner pausierte.

Klasse gegen Villarreal erneut unter Beweis gestellt

Vor allem international steigert Strebinger jedoch seinen Wert mit Leistungen wie in der Europa-League-Quali, gegen Spartak Moskau, in Glasgow oder jetzt daheim gegen Villarreal.

Vor allem in der ersten Halbzeit gegen die Spanier bekam Rapids Nummer 1 genügend zu tun – blieb aber ohne Gegentor.

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In der 15. Minute gegen Caseres glänzte der Schlussmann mit einer außerordentlichen Parade, fünf Minuten später stand er gegen Sansone im Eins-gegen-Eins seinen Mann und in der 23. Minute tauchte er bei einem verdeckten Schuss von Raba ab und fischte ihn aus dem langen Eck. Oder als er in der Nachspielzeit rechtzeitig aus dem Tor ist und einen Steilpass abfängt.

„Strebinger hat uns mit seinen Paraden drin gehalten. Wenn wir 0:1 oder 0:2 hinten liegen, dann wären wir schwer zurückgekommen“, lobte Trainer Didi Kühbauer den Rückhalt.

Wie lange tut Strebinger Rapid noch gut?

Es waren nur einige Beispiele, wie gut Strebinger Rapid derzeit tut.

Die Frage ist nur: Wie lange noch? Auftritte auf der internationalen Bühne werden mit Argusaugen beobachtet und haben größeren Stellenwert für die Klubs, die Strebinger auf dem Zettel haben.

Und davon gibt es scheinbar einige. Nicht umsonst ließ Bickel bereits vor kurzem anklingen, dass man Strebinger in dieser Verfassung wohl nicht mehr lange halten wird können.

„Seine Leistungen bleiben ja nicht unbemerkt“, gestand Bickel in der „Krone“. Für Strebinger selbst, der noch einen Vertrag bis 2022 besitzt, ist ein Transfer aktuell kein Thema.

Strebinger lassen Lobeshymnen nach außen hin kalt

Zumindest lässt er sich öffentlich nicht auf die derzeit vielen Schulterklopfer und Gratulanten ein. Zu genau weiß er als Torhüter, wie schnell es in die andere Richtung gehen kann.

Mit seiner Leistung gegen Villarreal war er aber trotzdem zufrieden – ohne gleich in Eigenlob und Euphorie zu verfallen.

„Die Bälle waren schon nicht einfach – aber zu halten“, lacht Strebinger, den vor allem mental aufgrund der Aufbauarbeit der vergangenen Jahre kaum etwas aus der Fassung bringen kann.

„Ich habe einfach probiert, die Bälle zu halten, die aufs Tor kommen. Der eine war ganz schwer, weil er verdeckt war, ich ihn erst ganz spät gesehen habe und er durch alle durch gegangen ist nach einem Eckball. Und im Eins-gegen-Eins habe ich auch einmal gut halten können. Aber im Endeffekt geht es darum, dass die Mannschaft erfolgreich ist. Wenn ich dazu meinen Teil beitragen kann, ist das gut und auch richtig so“, stellt der Keeper unter Beweis, dass er nicht gerne im Rampenlicht steht.

Zweite Chance im Ausland für Strebinger?

Das könnte sich aber schon bald unfreiwillig ändern. Nämlich dann, wenn die Winter-Transferzeit anbricht und die Angebote auf den Tisch kommen.

Strebinger kennt das Ausland, hat aber bei seinem ersten Versuch außerhalb Österreichs im Nachwuchs von Hertha BSC, bei Werder Bremen oder Jahn Regensburg nicht nur positive Erfahrungen gemacht.

Trotzdem kann nicht ausgeschlossen werden, dass er diesen Schritt noch einmal wagen will. Die aktuelle familiäre Situation mit zwei kleinen Kindern könnte Rapids Trumpf sein, um diese (noch) nicht aus der Umgebung herauszureißen.

Zudem ist die Chance im Nationalteam sicher auch an Spielpraxis geknüpft, die ihm im Ausland wohl keiner sofort garantieren würde, und Strebinger hat an Rapid so richtig Gefallen gefunden.

Trotzdem wird auf Bickel einiges zukommen. Mit Leistungen von Strebinger wie gegen Villarreal könnte in den kommenden Wochen noch der eine oder andere Fisch anbeißen und Rapid unter Zugzwang setzen.

LAOLA1 hat die besten Bilder vom vierten Europa-League-Spieltag:

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Rosenborg - FC Salzburg 2:5

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SK Rapid - Villarreal 0:0

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Rapids Kühbauer atmet auf: "Wäre wie Herzstich gewesen"

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