Wer fürchtet sich vor der Gelben Wand?

Wer fürchtet sich vor der Gelben Wand? Foto: © GEPA
 

Früh im Jahr 2018 gibt es ein "Spiel des Jahres" für Salzburg.

Das Hinspiel im Europa-League-Achtelfinale bei Borussia Dortmund (Do., 19 Uhr, LIVE im LAOLA1-Ticker) ist sicherlich das prestigeträchtigste in der Ära Red Bull seit 2005.

Ein Aufstieg ins Viertelfinale wäre zudem der größte internationale Erfolg der Kampfmannschaft, die 2014 im Achtelfinale an Basel (0:0/a, 1:2/h) scheiterte.

"Wir haben maximal Respekt. Das heißt, wir brauchen eine maximale Leistung und maximalen Mut. Dann mache ich mir keine Sorgen, dass wir das auf das Feld bringen, was wir können", sagt Trainer Marco "Maximale" Rose vor dem Kracher in der Fußball-Kathedrale namens Signal-Iduna-Park, die bei UEFA-Bewerben BVB Stadion Dortmund heißt.

Aber wie sehr wird die Arena aus Salzburger Sicht ein Faktor in diesem Spiel sein? Eine von mehreren Kernfragen vor diesem Duell.


Wird die Kulisse Salzburg beeinflussen?

Es werden nicht nur so viele Salzburger wie noch nie bei einem Gastspiel der "Bullen" dabei sein (2.000), sondern überhaupt Zuseher bei einem Spiel des Serienmeisters - die 53.000 von Valencia 2006 (CL-Quali) werden in jedem Fall geknackt.

Ob das Stadion ausverkauft sein wird, ist noch offen, aber die bei internationalen Spielen zur Verfügung stehenden 65.848 Plätze werden nahezu vergeben sein.

In der internationalen Vergangenheit gab es immer wieder Zuschauerkulissen, die das Salzburger Spiel sicherlich beeinträchtigten. Denken wir an den Hexenkessel Malmö, auch unweit von Dortmund beim Erzrivalen auf Schalke hatte man 2016 den Eindruck, dass die ersten 20 Minuten nicht spurlos an der Mannschaft vorbei gingen.

Auf der anderen Seite gibt es das Parade-Beispiel Amsterdam Arena, wo Salzburg die 50.000 Zuschauer mit dem besten Spiel in der Red-Bull-Ära verstummen ließ. Wie sehen es die Protagonisten? "Ich glaube nicht, das das ein gravierendes Problem darstellen wird, sie werden Selbstvertrauen haben. Ich sehe nichts, was sie hemmen könnte", sagt der österreichische BVB-Trainer Peter Stöger - vielleicht aber nur aus taktischem Kalkül.

Gut möglich, dass Dortmund besonders zu Beginn aufs Tempo drücken wird.

War Malmö anders?

Sein Pendant Marco Rose, auf den sich Stöger übrigens freut, sagt: "Die Jungs sind auch älter, schauen auch Fußball, wissen, dass das Stadion groß ist und sie haben internationale Erfahrung. Wir haben es kurz angesprochen, aber es wird kein großes Thema sein."

Andre Ramalho lässt Beispiele wie Malmö (zwei Mal auswärts in der CL-Quali 0:3) nicht gelten: "Wir haben uns nicht von außen beeinflussen lassen, das lag am Spielverlauf." Eine Frage des Alters dürfte es jedenfalls nicht mehr sein, denn die wahrscheinlichen Aufstellungen für Donnerstag (Salzburg siehe unten, Dortmund siehe hier) unterscheiden sich vom Durchschnittsalter (BVB: 26,7 und Salzburg: 25,4) nicht allzu sehr.

Doch die Salzburger sind aus der österreichischen Liga die großen Stadien nicht gewohnt, maximal von Nationalteam-Spielen. Die legendäre Gelbe Wand (Südtribüne) ist bei internationalen Spielen aber entschärft, wegen dem Sitzplatz-Gebot bietet sie statt 24.454 nur 10.800 Menschen Platz.

Ramalho freut sich auf die Atmosphäre: "Das wünscht man sich als Spieler, dass viele Zuschauer kommen. Ich denke nicht, dass es unsere Mannschaft beeinflussen wird."

LAOLA1 stellt den offiziellen Europa-League-Kader von Borussia Dortmund vor:

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ROMAN BÜRKI

Tormann, 27 Jahre, Schweiz, seit 2015 beim BVB (zuvor Freiburg), 118 Einsätze, 128 Gegentore, 43 Mal zu Null

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Die Schweizer Nummer 2 hinter Yann Sommer ist seit 2015 die Nummer 1 beim BVB und hat nicht den leichtesten Stand, auch weil der 27-Jährige immer wieder für Patzer gut ist. Trainer Peter Stöger hielt ihm zuletzt nach dem 1:1 gegen Leipzig die Stange und meinte, der Goalie würde zu kritisch gesehen.

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ROMAN WEIDENFELLER

Tormann, 37 Jahre, Deutschland, seit 2002 beim BVB (zuvor Kaiserslautern), 452 Einsätze, 510 Gegentore, 147 Mal zu Null

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Das Dortmunder Urgestein wurde zwei Mal mit den Borussen Meister und Pokalsieger, zudem gehörte er auch dem Weltmeister-Kader 2014 an. Der 37-Jährige ist seit Sommer 2015 hinter Bürki die Nummer 2 und wird seine Karriere im Sommer beenden.

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DOMINIK REIMANN

Tormann, 20 Jahre, Deutschland, seit 2012 beim BVB (zuvor in der Jugend von ESV Münster), 0 Einsätze

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Die junge Nummer 3 spielt in der Regionalliga West für die zweite Mannschaft und kassierte in dieser Saison in 13 Spielen 14 Gegentore und spielte vier Mal zu Null.

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SOKRATIS PAPASTATHOPOULOS 

Innenverteidiger, 29 Jahre, Griechenland, seit 2013 beim BVB (zuvor Bremen), 188 Einsätze, 10 Tore, 2 Assists

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Der Abwehrchef und Ersatzkapitän hat 78 Länderspiele für Griechenland auf dem Buckel. Nach der Entlassung von Peter Bosz gab es harsche Kritik von dessen "Co" Hendrie Krüzen an "Papa": "Er hätte Führungsqualitäten zeigen müssen. Stattdessen ließ er uns hängen." Unter Stöger ist der Abwehrspieler Fixstarter, der aber wie auch gegen Leipzig Pausen kriegt.

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ÖMER TOPRAK

Innenverteidiger, 28 Jahre, Türkei, seit 2017 beim BVB (zuvor Leverkusen), 28 Spiele, 0 Tore, 2 Einsätze

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Toprak machte 203 Spiele für Leverkusen (war Teamkollege von Andre Ramalho), ehe der BVB rief. Ist neben Sokratis in der Europa League in der Innenverteidigung gesetzt und hat auch schon 27 Mal das türkische Team-Trikot übergezogen. Salzburg könnte ihn als Schwachstelle der BVB-Defensive ausmachen, im Herbst war Toprak fehleranfällig.

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DAN-AXEL ZAGADOU

Innenverteidiger, 18 Jahre, Frankreich, seit 2017 beim BVB (zuvor PSG B), 15 Einsätze, 1 Tor, 0 Assists

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Manuel Akanji (22) kam im Winter für 21,5 Mio. Euro aus Basel (Rekordsumme für einen Verteidiger), hat aber keine Spielberechtigung für die UEFA Europa League, weil er schon mit Basel in dieser Saison in der CL spielte. Der BVB durfte nur einen Spieler nachnominieren, der schon woanders 2017/18 Europacup spielte (Michy Batshuayi). Zagadou ist damit die Alternative für das gesetzte Innenverteidiger-Duo.

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LUKASZ PISZCZEK

Rechtsverteidiger, 32 Jahre, Polen, seit 2010 beim BVB (zuvor Hertha), 289 Einsätze, 16 Tore, 54 Assists

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Wenn der Publikumsliebling in dieser Saison in der Bundesliga gespielt hat, hat Dortmund keine einzige Partie verloren - ohne ihn fünf. In jener schwierigen Phase, in der auch Stöger-Vorgänger Bosz seinen Hut nehmen musste, war Piszczek mit einem Außenbandanriss im Knie außer Gefecht.

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JEREMY TOLJAN

Rechtsverteidiger, 23 Jahre, Deutschland, seit 2017 beim BVB (zuvor Hoffenheim), 21 Einsätze, 1 Tor, 2 Einsätze

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Sprang ob der Verletzungsmisere zuletzt auf der linken Seite ein, unter anderem bei den Duellen im EL-Sechzehntelfinale gegen Atalanta Bergamo (beim 3:2-Hinspiel-Sieg 90 Minuten, beim 1:1-Rückspiel 45 Minuten). Beim 1:1 in Leipzig stand der 18-fache U21-Nationalspieler zuletzt nicht im Kader.

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ERIK DURM

Rechtsverteidiger, 25 Jahre, Deutschland, seit 2012 beim BVB (zuvor Mainz II), 97 Einsätze, 2 Tore, 11 Assists

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Der Weltmeister von 2014 ist der Pechvogel schlechthin in dieser BVB-Saison. Nach einer Hüftoperation stand er zum Rückrunden-Auftakt gegen Wolfsburg (0:0) im Kader, ehe er sich einen Außenbandriss im Sprunggelenk zuzog. Durm machte in dieser Saison noch kein Spiel und es sieht nicht so aus, als würde sich das bald ändern - unglücklicherweise ein verschenkter Platz im Europa-League-Kader.

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MARCEL SCHMELZER

Linksverteidiger, 30 Jahre, Deutschland, seit 2005 beim BVB (zuvor Magdeburg U17), 337 Einsätze, 6 Tore, 32 Assists

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Was für eine Rückkehr des Kapitäns: Nach einer Wadenverletzung kam er gegen Bergamo zur Pause für Toljan ins Spiel und schoss den BVB in Minute 82 zum Aufstieg. Der Borusse spielte seither durch und nähert sich von Spiel zu Spiel seiner Top-Form - wie so viele Schlüsselspieler bei Dortmund in einer verletzungsgeprägten Saison.

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RAPHAEL GUERREIRO

Linksverteidiger, 24 Jahre, Portugal, seit 2016 beim BVB (zuvor FC Lorient), 48 Einsätze, 9 Tore, 9 Einsätze

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Apropos Verletzungspech. Gueirrero war zu Beginn der Rückrunde wegen eines Muskelfaserrisses außer Gefecht, ein Kurzeinsatz gegen Köln verschlimmerte die Situation, nun ist der Linksfuß wieder im Training. Sein Trumpf ist seine Flexibilität. "Von seinem Grundtalent kann er auf der Sechs oder weiter vorne spielen. Die allerbeste Position wäre der linke Außenverteidiger", sagt Stöger.

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JULIAN WEIGL

Defensives Mittelfeld, 22 Jahre, Deutschland, seit 2015 beim BVB (zuvor 1860 München), 119 Einsätze, 2 Tore, 1 Assist

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Keine drei Jahre beim Verein, aber bald 120 Einsätze - der eloquente 22-Jährige ist aus dem BVB-Mittelfeld nicht wegzudenken, auch wenn er aktuell wie viele (noch) nicht in Top-Form ist. Weigl war damals für 2,50 Millionen Euro Ablöse ein absolutes Schnäppchen. Nach seiner Gelbsperre im Rückspiel gegen Bergamo ist der fünffache Internationale gegen Salzburg wieder dabei.

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NURI SAHIN

Defensives Mittelfeld, 29 Jahre, Türkei, seit 2013 (wieder) beim BVB (zuvor Real), 270 Einsätze, 26 Tore, 48 Assists

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Ein Beispiel dafür, dass ein Wechsel zu einem noch größeren Verein nicht immer ein Aufstieg ist. Verließ 2011 den BVB als Star zu Real (10 Einsätze), kam via Liverpool (12 Einsätze) 2013 nach Dortmund zurück und ist aktuell mehr Nebendarsteller. Dafür hält er immer noch zwei Rekorde: Er ist der jüngste Bundesliga-Spieler und -Torschütze aller Zeiten (16 Jahre und 335 Tage bzw. 17 Jahre und 82 Tage).

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MAHMOUD DAHOUD

Zentrales Mittelfeld, 22 Jahre, Deutschland, seit 2017 beim BVB (zuvor Gladbach), 26 Einsätze, 0 Tore, 6 Assists

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Wenn er solche Zucker-Pässe wie vor dem 1:1 gegen Leipzig spielt, erhöht der gebürtige Holländer seine Chancen auf einen Stammplatz. Gegen Salzburgs Schwestern-Verein spielte Dahoud durch, gegen Bergamo beinahe, davor gab es zumeist Kurzeinsätze. Stöger: "Mo ist nicht immer so ausrechenbar. Offensiv ist das gut, defensiv eher schwieriger."

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GONZALO CASTRO

Zentrales Mittelfeld, 30 Jahre, Deutschland, seit 2015 beim Verein (zuvor Leverkusen), 106 Einsätze, 12 Tore, 22 Assists

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Spielt eine ähnliche Rolle wie Dahoud, also mal mehr und mal wieder weniger. Bei seinen letzten Auftritten wusste der 30-Jährige nach Außenbandriss im Sprunggelenk aber nicht so überzeugen, so spricht umso mehr dafür, dass Dahoud auch gegen Salzburg aufläuft. Auch weil Dahoud schneller, dynamischer ist und wie beim 1:1 die tödlichen Pässe spielen kann.

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SEBASTIAN RODE

Zentrales Mittelfeld, 27 Jahre, Deutschland, seit 2016 beim BVB (zuvor Bayern), 22 Einsätze, 1 Tor, 0 Assists

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Die zwölf Millionen Euro, die der BVB an die Bayern überwies, haben sich bislang nicht wirklich ausgezahlt. Ebenso, ihm einen Kaderplatz im Europa-League-Kader zu geben, denn Rode spielte bislang in dieser Saison wegen Verletzungen erst eine Partie - im Supercup im August.

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MARIO GÖTZE

Offensives Mittelfeld, 25 Jahre, Deutschland, seit 2016 (wieder) beim BVB (zuvor bei Bayern), 156 Einsätze, 35 Tore, 52 Assists

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Keine Frage: In Top-Form ist er neben Reus der talentierteste Spieler im Kader. Aber sein Wechsel zu den Bayern und eine Stoffwechsel-Erkrankung trugen dazu bei, dass der Goldtorschütze im WM-Finale 2014 noch nicht wieder auf jenem Level ist, auf dem er schon war. Nichtsdestoweniger ist ein Spieler mit seinem Talent jederzeit in der Lage, ein Spiel zu entscheiden. Scorerpunkte in dieser Saison: 2 Tore, 6 Assists.

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SHINJI KAGAWA

Offensives Mittelfeld, 28 Jahre, Japan, seit 2014 (wieder) beim BVB (zuvor Manchester United), 211 Einsätze, 60 Tore, 54 Assists

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Einer der vielen Rückkehrer, die ihr Glück bei einem der wenigen noch größeren Vereine suchten, und dort nicht reüssierten. Stand zuletzt nach einer Grippe und Sprunggelenksproblemen nicht im Kader, wäre mit seiner Dynamik auch eine Waffe für das Spiel gegen Salzburg. Nach Aubameyang-Abgang ist der Japaner der Top-Scorer der Borussen in dieser Saison (6 Tore, 7 Assists).

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CHRISTIAN PULISIC

Rechtsaußen, 19 Jahre, USA, seit 2015 beim BVB (zuvor PA Classics/USA), 87 Einsätze, 11 Tore, 16 Assists

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Noch keine 20 Jahre aber bald 90 Spiele für den BVB zeigen die Qualität des Dortmunder Shootingstars. Der Offensivspieler mit kroatischen Wurzeln hat auch schon 20 Länderspiele für die USA auf dem Buckel. Kam zuletzt vermehrt von der Bank, kann aber auch hier noch einmal Schwung in die Partie bringen. Real Madrid will ihn offenbar als Bale-Nachfolger holen - für kolportierte 80 Millionen Euro. Er hat mit 45 Mio. aktuell auch den höchsten Marktwert im BVB-Kader.

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ANDRIJ YARMOLENKO

Rechtsaußen, 28 Jahre, Ukraine, seit 2017 beim BVB (zuvor Dynamo Kiev), 24 Einsätze, 6 Tore, 6 Assists

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25 Millionen Euro machte Dortmund Ende August für den 74-fachen Nationalspieler locker. Der aktuell zweitbeste Scorer des Teams wird gegen Salzburg aber keine Rolle spielen, denn Yarmolenko laboriert noch bis April an einer Fußverletzung (Sehne), Ende Februar lief der Linksfuß noch mit Krücken herum.

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MARCO REUS

Linksaußen, 28 Jahre, Deutschland, seit 2012 beim BVB (zuvor Gladbach), 195 Einsätze, 92 Tore, 61 Assists

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Die aktuell gefährlichste Waffe bei den Borussen: Nach seinem Kreuzbandriss kehrte Reus im Februar erst zurück und traf in drei von sechs Spielen. Mit seinem Treffer gegen Leipzig hat Reus nun gegen alle Bundesligisten zumindest einmal getroffen. "Rolls Reus" kommt immer besser in Fahrt, Salzburg muss hoffen, dass sein Motor doch noch einmal zu stottern beginnt.

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ANDRE SCHÜRRLE

Linksaußen, 27 Jahre, Deutschland, seit 2016 beim BVB (zuvor bei Wolfsburg), 42 Einsätze, 7 Assists, 8 Tore

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Der Goldtor-Assistgeber im WM-Finale 2014 ließ sich gegen Leipzig nach eigenem Einwurf von Keita den Ball abluchsen, was zum 0:1 führte. Das wird dem 57-fachen Nationalspieler sicher nicht noch einmal passieren. Für ihn gilt Ähnliches wie für Götze. Der 27-Jährige befindet sich nicht in Top-Form, aber kann jederzeit ein Spiel (Saison-Bilanz: 1 Tor, 4 Vorlagen) entscheiden. Schürrle genießt Stögers Vertrauen. Interessant: Schürrle war 2009 noch Marco Roses Teamkollege bei Mainz.

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MAXIMILIAN PHILIPP

Linksaußen, 24 Jahre, Deutschland, seit 2017 beim BVB (zuvor Freiburg), 18 Einsätze, 6 Tore, 5 Einsätze

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Nach einer Patellasehnenluxation gab der 24-Jährige, für den Freiburg 20 Millionen Euro kassierte, gegen Leipzig sein Comeback, allerdings nur für zwölf Minuten. Im Herbst konnte Philipp bereits mit sechs Treffern aufzeigen, gegen Salzburg dürfte ihm eine Joker-Rolle zukommen.

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MICHY BATSHUAYI

Stürmer, 24 Jahre, Belgien, vom FC Chelsea geliehen (bis Sommer), 7 Einsätze, 5 Tore, 1 Assist

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Er kam, sah und traf. Nachdem die Dortmunder ihren Top-Stürmer, aber auch Unruheherd Pierre-Emerick Aubameyang für 63,75 Mio. Euro an Arsenal abgaben, ließ ihn Batshuayi mit fünf Toren in den ersten drei Spielen schnell vergessen. Seit dem 3:2 gegen Bergamo hat der Stürmer aber nicht mehr getroffen, also immerhin vier Spiele nicht.

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JADON SANCHO

Linksaußen, 17 Jahre, England, seit 2017 beim BVB (zuvor Manchester City U18), 6 Einsätze, 0 Tore, 1 Assist

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Sancho hat schon einmal gegen Salzburg gespielt, vor einem Jahr im Youth-League-Zwischenrunden-Spiel, das im Elferschießen verloren ging - am Youngster lag es nicht, denn er traf. Doch auch das 17-jährige Juwel gehört zum Dortmunder Lazarett und hat nach einer Bänderverletzung noch Trainingsrückstand.

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ALEXANDER ISAK

Stürmer, 18 Jahre, Schweden, seit 2017 beim BVB (zuvor AIK Solna), 12 Einsätze, 1 Tor, 1 Assist

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Gerüchteweise soll auch Salzburg einmal Interesse am schwedischen Stürmer-Juwel gehabt haben, bestätigt wurde das allerdings nie. Isak wird wohl glücklich sein, beim BVB unter Vertrag zu stehen, doch in Salzburg hätte der zweifache Teamstürmer sicher mehr Einssatzzeit. Gegen Leipzig stand Isak nicht im Kader.

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JAN-NIKLAS BESTE

Linksverteidiger, 19 Jahre, seit 2007 beim BVB (zuvor in Hammer Jugend), 1 Einsatz, 0 Tore, 0 Einsätze

Spieler der so genannten B-Liste (geboren am oder nach 1. Januar 1994)

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DAVID SAUERLAND

Defensives Mittelfeld, 20 Jahre, Deutschland, seit 2013 beim BVB (zuvor in der Jugend von Preußen Münster), 0 Einsätze

Spieler der so genannten B-Liste (geboren am oder nach 1. Januar 1994)

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PETER STÖGER

Trainer, 51 Jahre, Österreich, seit 2017 beim BVB (zuvor 1. FC Köln), 13 Spiele, 6 Siege, 6 Remis, 1 Niederlage (Punkteschnitt: 1,85)

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Am 10. Dezember jubelte ganz Fußball-Österreich, als der Wiener gemeinsam mit seinem Vertrauten Manfred Schmid Borussia Dortmund übernahm. Erstmals seit seinem Abgang als Meister-Trainer der Wiener Austria 2013 trifft Stöger in einem Pflichtspiel auf einen ÖFB-Klub.

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SIGNAL-IDUNA-PARK (in UEFA-Bewerben: BVB Stadion Dortmund)

Stadion, Eröffnung: 1974 (zwei Monate vor der 1. Heim-WM), Erweiterungen: 1995-1999, 2002-2003, Fassungsvermögen: 81.360, in UEFA-Bewerben: 65.851

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Das größte Fußball-Stadion Deutschlands ist das Wahrzeichen der Stadt Dortmund und eine Kathedrale im europäischen Fußball. Wer schon einmal dort war, schwärmt von der Atmosphäre und der legendären Südtribüne, die bei Bundesliga-Spielen als reine Stehplatz-Tribüne genützt wird und nicht weniger als 24.454 Menschen Platz bietet ("Gelbe Wand"). Mehr Heimvorteil geht nicht - doch bei der Heim-WM 2006 hat das der DFB-Elf auch nichts genützt. Italien beendete das Sommermärchen an dieser Stelle mit einem 2:0-Sieg nach Verlängerung.

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Mehr Selbstvertrauen als früher?

Es wird spannend zu beobachten sein, wie die Mannschaft am Donnerstagabend vor allem von der Körpersprache auftreten wird. Vielleicht hat dieses Team einfach noch mehr Selbstvertrauen als frühere Spitzen-Teams von Red Bull - auch von den Betreuern um Rose eingeimpft.

Sportlich gesehen ist die Europa League tatsächlich Salzburgs Bewerb, wie auch per Hashtag proklamiert. Bislang wurde vier Mal die Gruppenphase ohne Niederlage überstanden (Rekord).

Aber so gut es im Herbst fast immer funktioniert, so selten waren die „Bullen“ im Frühjahr erfolgreich. Sie versuchen erst zum zweiten Mal nach 2014 das Achtelfinale zu erreichen. Mit Dortmund ist die Hürde natürlich keine kleine, aber Salzburg kann auf mehrere stolze Statistiken blicken.

Seit dem 0:1 gegen Nizza im Herbst 2016 ist der heimische Meister international ungeschlagen – insgesamt bereits 17 Spiele lang. Auswärts gab es zuletzt vier Siege und fünf Unentschieden, unter anderem das Last-Minute-2:2 im Februar gegen Real Sociedad.

Rose hat ein Siegergen implementiert. Oder wie Sportchef Christoph Freund gerne sagt: "Die Mannschaft ist schwierig zu besiegen."

Hat Schmelzer einen Vorteil entdeckt?

Seit der Deutsche im Sommer Cheftrainer der Profis ist, wurde nur eines der 43 Spiele verloren (0:1 bei Sturm), seither 30 Mal in Folge nicht.

Er selbst ist auf europäischer Bühne überhaupt ohne Niederlage, hat inklusive Youth League keines seiner 23 internationalen Spiele verloren. Selbstvertrauen kann bei einem Duell mit dem BVB sicherlich nicht schaden.

BVB-Kapitän Marcel Schmelzer hat zudem einen Salzburger Vorteil entdeckt, nämlich die im Gegensatz zum BVB entspannte Liga-Lage: "Für sie ist es einfacher, weil sie zehn Punkte in der Tabelle Vorsprung haben."

Aber auch die Dortmunder wollen die Europa League zu ihrem Bewerb machen, denn diesen (vormals UEFA Cup) haben sie bislang noch nicht gewonnen - im Gegensatz zum früheren Bewerb namens Europapokal der Pokalsieger (1966) und der Champions League (1997).

Spannung ist garantiert.

Und wer wird spielen?

Mit Diadie Samassekou (leichte Gehirnerschütterung) und Hee Chan Hwang (Ristprellung) gibt es zwei Fragezeichen.

Sollten beim Mittelfeldspieler keine gesundheitlichen Bedenken mehr bestehen, wird der 22-Jährige als Sechser in der Raute auch spielen. Geht es sich nicht aus, wird der in blendender Form aufspielende Xaver Schlager den Sechser geben, als Zehner kann sich dann Rose und sein Team wie gegen Rapid für Takumi Minamino entscheiden oder Hannes Wolf ein frühes Karriere-Highlight bescheren. Für Hwang steht Fredrik Gulbrandsen bereit, nach einer Gelbsperre gegen Rapid (1:0) ist der arbeitswütige Norweger auch frisch. Ansonsten kehrt Duje Caleta-Car nach Gelbsperre gegen Rapid zurück, Reinhold Yabo dürfte in seiner Heimat (wurde mit Mario Götze U17-Weltmeister) den Vorzug vor Amadou Haidara bekommen. Andreas Ulmer wird wohl auch sein 15. internationales Spiel in dieser Saison durchspielen, Munas Dabbur zum 15. Mal in der Startelf stehen. Der Israeli muss wie Hwang und Schlager aufpassen, bei einer Gelben Karte sind sie im Rückspiel im ausverkauften Salzburger Stadion gesperrt.

Ersatz: C. Stankovic, Carlos Miguel - Farkas, Pongracic, Onguene, Haidara, Ch. Leitgeb, Minamino, Wolf

Fraglich: Samassekou (leichte Kopfverletzung), Hwang (Ristprellung)


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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