Stöger: "Ein bisschen wie Champions League"

Stöger: Foto: © GEPA
 

Seit gut drei Monaten ist der Wiener Peter Stöger Trainer von Borussia Dortmund.

Seither wurde erst ein Spiel verloren, im Achtelfinale des DFB-Pokals mit 1:2 bei den Bayern. Ansonsten stehen sechs Siege und sechs Unentschieden bewerbsübergreifend zu Buche.

In der Bundesliga hat Stöger überhaupt noch keine Partie mit seinem neuen Klub verloren, auch in der Europa League wurde die Hürde Atalanta Bergamo (3:2/h, 1:1/a) schadlos genommen.

Nun kommt es zum Duell mit dem österreichischen Meister aus Salzburg (19 Uhr LIVE im LAOLA1-Ticker). Der Anfang jener Phase, die auch über Stögers Zukunft in Dortmund entscheiden wird – sein Vertrag läuft bis Sommer. Zeitplan für Gespräche gibt es keinen - zu gewinnen wäre das schlagendste Argument, vor allem bereits am Donnerstag. Auf die leichte Schulter nimmt Stöger die Salzburger natürlich nicht.

"In dieser Runde sind so viele außergewöhnliche Mannschaften dabei, das hat schon ein bisschen etwas von Champions League. Die Salzburger sind gefährliche Außenseiter, das macht es nicht einfacher, für mich auch attraktiver. Aber wir werden uns gegenseitig nicht überraschen", sagt der 51-jährige über das "gute Los" und vor dem Spiel - in dem er auch seine Statistik gegen Teams von Red Bull aufbessern möchte.

Freude über Besuch aus Österreich

Zuletzt spielte Stöger mit Dortmund bei RB Leipzig 1:1. Ein Vorteil, als Generalprobe gegen den Schwestern-Verein gespielt zu haben?

"Von der Spielidee ist etwas dabei, eine Mannschaft, die versucht zu stören, selbst aktiv zu sein, aber es ist keine 1:1-Schablone. Aber das eine oder andere, was wir am Samstag gut gemacht haben, können wir schon mitnehmen", so der Wiener, der sich im Anschluss an die Pressekonferenz speziell noch für die Journalisten aus der Heimat Zeit nahm - Stöger freut sich über Besuch aus Österreich.

"Zum einen, weil eine österreichische Mannschaft zu diesem Zeitpunkt noch dabei ist. Zum zweiten, weil es eine spannende Aufgabe wird. Es wird schwierig, aber es wird eine gute Stimmung herrschen, in der Heimat schaut man vielleicht etwas mehr auf das Trainer-Team aus Österreich."

Das tut man sowieso, wenn ein heimischer Trainer einen Klub wie Dortmund trainiert. LAOLA1 schildert die wichtigsten Aspekte vor dem Duell mit Salzburg:

Wochen der Wahrheit

In den nächsten Tagen und Wochen geht es für Stöger und seinen Co-Trainer sowie Vertrauten Manfred Schmid um die Zukunft bei Borussia Dortmund. Die Qualifikation für die UEFA Champions League ist schlichtweg ein Muss, das ist in dieser Saison erstmals leichter für DFL-Vereine - denn nach der UEFA-Reform sind die ersten vier der deutschen Bundesliga fix dabei. Hinter dem Bald-Meister Bayern München (63 Punkte) und Erzrivalen Schalke (43) liegt der BVB (42) auf Rang drei. Es folgen Frankfurt (42), Leverkusen (41), Leipzig (39) und auch nicht allzu weit dahinter Hoffenheim und Gladbach (je 35). Stöger rechnet mit dem Kampf um einen CL-Platz bis zum Schluss. Neun Spieltage stehen noch aus, zwischen den Duellen mit Salzburg gastiert Frankfurt am Wochenende im Signal-Iduna-Park. Schönheits-Preis verdient sich Dortmund aktuell keinen, aber Stöger hat die Mannschaft stabilisiert und bislang eben nur ein Spiel verloren. Nach drei 1:1-Unentschieden muss nun aber wieder ein Sieg her, um der großen Fan-Gemeinde im Ruhrgebiet nicht Nahrung für Kritik zu geben. Überhaupt wäre ein Ausscheiden gegen einen österreichischen Klub alles anders als hilfreich. Stöger baut darauf, dass seine Stars, die teilweise nach Verletzungen zurückgekehrt sind, sich nach und nach steigern. Sein angenehmes Auftreten kam schon in Köln, wo er noch wohnt, gut an, als Menschenfänger passt Stöger auch gut nach Dortmund. Am Ende geht es aber wie immer um Ergebnisse, die Stöger liefern muss. Und da ist etwa seine Bilanz gegen RB-Teams eine, die es zu verbessern gilt.

Stögers Bilanz gegen RB-Teams

Kurzum: Die ist ausbaufähig. Als Trainer hat Stöger mit seinen Teams (Wr. Neustadt und Austria) nur einmal in zehn Duellen Salzburg bezwingen können – und das liegt fast zwölf Jahre zurück, als Teil des Betreuerteams Stöger/Frenkie Schinkels wurde am 11. September 2005 Salzburg mit 2:0 besiegt. Als Austria-Trainer (noch ein Duell 2005/06, vier Duelle in 2012/13) gab es lediglich zwei Remis in fünf Partien. Als Wiener-Neustadt-Trainer (2011/12) in vier Spielen ein Remis. In seinen vier Spielen gegen RB Leipzig (drei mit Köln und eines mit dem BVB) gab es zwei Unentschieden.

LAOLA1 stellt den offiziellen Europa-League-Kader von Borussia Dortmund vor:

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ROMAN BÜRKI

Tormann, 27 Jahre, Schweiz, seit 2015 beim BVB (zuvor Freiburg), 118 Einsätze, 128 Gegentore, 43 Mal zu Null

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Die Schweizer Nummer 2 hinter Yann Sommer ist seit 2015 die Nummer 1 beim BVB und hat nicht den leichtesten Stand, auch weil der 27-Jährige immer wieder für Patzer gut ist. Trainer Peter Stöger hielt ihm zuletzt nach dem 1:1 gegen Leipzig die Stange und meinte, der Goalie würde zu kritisch gesehen.

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ROMAN WEIDENFELLER

Tormann, 37 Jahre, Deutschland, seit 2002 beim BVB (zuvor Kaiserslautern), 452 Einsätze, 510 Gegentore, 147 Mal zu Null

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Das Dortmunder Urgestein wurde zwei Mal mit den Borussen Meister und Pokalsieger, zudem gehörte er auch dem Weltmeister-Kader 2014 an. Der 37-Jährige ist seit Sommer 2015 hinter Bürki die Nummer 2 und wird seine Karriere im Sommer beenden.

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DOMINIK REIMANN

Tormann, 20 Jahre, Deutschland, seit 2012 beim BVB (zuvor in der Jugend von ESV Münster), 0 Einsätze

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Die junge Nummer 3 spielt in der Regionalliga West für die zweite Mannschaft und kassierte in dieser Saison in 13 Spielen 14 Gegentore und spielte vier Mal zu Null.

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SOKRATIS PAPASTATHOPOULOS 

Innenverteidiger, 29 Jahre, Griechenland, seit 2013 beim BVB (zuvor Bremen), 188 Einsätze, 10 Tore, 2 Assists

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Der Abwehrchef und Ersatzkapitän hat 78 Länderspiele für Griechenland auf dem Buckel. Nach der Entlassung von Peter Bosz gab es harsche Kritik von dessen "Co" Hendrie Krüzen an "Papa": "Er hätte Führungsqualitäten zeigen müssen. Stattdessen ließ er uns hängen." Unter Stöger ist der Abwehrspieler Fixstarter, der aber wie auch gegen Leipzig Pausen kriegt.

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ÖMER TOPRAK

Innenverteidiger, 28 Jahre, Türkei, seit 2017 beim BVB (zuvor Leverkusen), 28 Spiele, 0 Tore, 2 Einsätze

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Toprak machte 203 Spiele für Leverkusen (war Teamkollege von Andre Ramalho), ehe der BVB rief. Ist neben Sokratis in der Europa League in der Innenverteidigung gesetzt und hat auch schon 27 Mal das türkische Team-Trikot übergezogen. Salzburg könnte ihn als Schwachstelle der BVB-Defensive ausmachen, im Herbst war Toprak fehleranfällig.

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DAN-AXEL ZAGADOU

Innenverteidiger, 18 Jahre, Frankreich, seit 2017 beim BVB (zuvor PSG B), 15 Einsätze, 1 Tor, 0 Assists

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Manuel Akanji (22) kam im Winter für 21,5 Mio. Euro aus Basel (Rekordsumme für einen Verteidiger), hat aber keine Spielberechtigung für die UEFA Europa League, weil er schon mit Basel in dieser Saison in der CL spielte. Der BVB durfte nur einen Spieler nachnominieren, der schon woanders 2017/18 Europacup spielte (Michy Batshuayi). Zagadou ist damit die Alternative für das gesetzte Innenverteidiger-Duo.

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LUKASZ PISZCZEK

Rechtsverteidiger, 32 Jahre, Polen, seit 2010 beim BVB (zuvor Hertha), 289 Einsätze, 16 Tore, 54 Assists

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Wenn der Publikumsliebling in dieser Saison in der Bundesliga gespielt hat, hat Dortmund keine einzige Partie verloren - ohne ihn fünf. In jener schwierigen Phase, in der auch Stöger-Vorgänger Bosz seinen Hut nehmen musste, war Piszczek mit einem Außenbandanriss im Knie außer Gefecht.

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JEREMY TOLJAN

Rechtsverteidiger, 23 Jahre, Deutschland, seit 2017 beim BVB (zuvor Hoffenheim), 21 Einsätze, 1 Tor, 2 Einsätze

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Sprang ob der Verletzungsmisere zuletzt auf der linken Seite ein, unter anderem bei den Duellen im EL-Sechzehntelfinale gegen Atalanta Bergamo (beim 3:2-Hinspiel-Sieg 90 Minuten, beim 1:1-Rückspiel 45 Minuten). Beim 1:1 in Leipzig stand der 18-fache U21-Nationalspieler zuletzt nicht im Kader.

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ERIK DURM

Rechtsverteidiger, 25 Jahre, Deutschland, seit 2012 beim BVB (zuvor Mainz II), 97 Einsätze, 2 Tore, 11 Assists

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Der Weltmeister von 2014 ist der Pechvogel schlechthin in dieser BVB-Saison. Nach einer Hüftoperation stand er zum Rückrunden-Auftakt gegen Wolfsburg (0:0) im Kader, ehe er sich einen Außenbandriss im Sprunggelenk zuzog. Durm machte in dieser Saison noch kein Spiel und es sieht nicht so aus, als würde sich das bald ändern - unglücklicherweise ein verschenkter Platz im Europa-League-Kader.

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MARCEL SCHMELZER

Linksverteidiger, 30 Jahre, Deutschland, seit 2005 beim BVB (zuvor Magdeburg U17), 337 Einsätze, 6 Tore, 32 Assists

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Was für eine Rückkehr des Kapitäns: Nach einer Wadenverletzung kam er gegen Bergamo zur Pause für Toljan ins Spiel und schoss den BVB in Minute 82 zum Aufstieg. Der Borusse spielte seither durch und nähert sich von Spiel zu Spiel seiner Top-Form - wie so viele Schlüsselspieler bei Dortmund in einer verletzungsgeprägten Saison.

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RAPHAEL GUERREIRO

Linksverteidiger, 24 Jahre, Portugal, seit 2016 beim BVB (zuvor FC Lorient), 48 Einsätze, 9 Tore, 9 Einsätze

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Apropos Verletzungspech. Gueirrero war zu Beginn der Rückrunde wegen eines Muskelfaserrisses außer Gefecht, ein Kurzeinsatz gegen Köln verschlimmerte die Situation, nun ist der Linksfuß wieder im Training. Sein Trumpf ist seine Flexibilität. "Von seinem Grundtalent kann er auf der Sechs oder weiter vorne spielen. Die allerbeste Position wäre der linke Außenverteidiger", sagt Stöger.

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JULIAN WEIGL

Defensives Mittelfeld, 22 Jahre, Deutschland, seit 2015 beim BVB (zuvor 1860 München), 119 Einsätze, 2 Tore, 1 Assist

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Keine drei Jahre beim Verein, aber bald 120 Einsätze - der eloquente 22-Jährige ist aus dem BVB-Mittelfeld nicht wegzudenken, auch wenn er aktuell wie viele (noch) nicht in Top-Form ist. Weigl war damals für 2,50 Millionen Euro Ablöse ein absolutes Schnäppchen. Nach seiner Gelbsperre im Rückspiel gegen Bergamo ist der fünffache Internationale gegen Salzburg wieder dabei.

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NURI SAHIN

Defensives Mittelfeld, 29 Jahre, Türkei, seit 2013 (wieder) beim BVB (zuvor Real), 270 Einsätze, 26 Tore, 48 Assists

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Ein Beispiel dafür, dass ein Wechsel zu einem noch größeren Verein nicht immer ein Aufstieg ist. Verließ 2011 den BVB als Star zu Real (10 Einsätze), kam via Liverpool (12 Einsätze) 2013 nach Dortmund zurück und ist aktuell mehr Nebendarsteller. Dafür hält er immer noch zwei Rekorde: Er ist der jüngste Bundesliga-Spieler und -Torschütze aller Zeiten (16 Jahre und 335 Tage bzw. 17 Jahre und 82 Tage).

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MAHMOUD DAHOUD

Zentrales Mittelfeld, 22 Jahre, Deutschland, seit 2017 beim BVB (zuvor Gladbach), 26 Einsätze, 0 Tore, 6 Assists

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Wenn er solche Zucker-Pässe wie vor dem 1:1 gegen Leipzig spielt, erhöht der gebürtige Holländer seine Chancen auf einen Stammplatz. Gegen Salzburgs Schwestern-Verein spielte Dahoud durch, gegen Bergamo beinahe, davor gab es zumeist Kurzeinsätze. Stöger: "Mo ist nicht immer so ausrechenbar. Offensiv ist das gut, defensiv eher schwieriger."

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GONZALO CASTRO

Zentrales Mittelfeld, 30 Jahre, Deutschland, seit 2015 beim Verein (zuvor Leverkusen), 106 Einsätze, 12 Tore, 22 Assists

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Spielt eine ähnliche Rolle wie Dahoud, also mal mehr und mal wieder weniger. Bei seinen letzten Auftritten wusste der 30-Jährige nach Außenbandriss im Sprunggelenk aber nicht so überzeugen, so spricht umso mehr dafür, dass Dahoud auch gegen Salzburg aufläuft. Auch weil Dahoud schneller, dynamischer ist und wie beim 1:1 die tödlichen Pässe spielen kann.

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SEBASTIAN RODE

Zentrales Mittelfeld, 27 Jahre, Deutschland, seit 2016 beim BVB (zuvor Bayern), 22 Einsätze, 1 Tor, 0 Assists

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Die zwölf Millionen Euro, die der BVB an die Bayern überwies, haben sich bislang nicht wirklich ausgezahlt. Ebenso, ihm einen Kaderplatz im Europa-League-Kader zu geben, denn Rode spielte bislang in dieser Saison wegen Verletzungen erst eine Partie - im Supercup im August.

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MARIO GÖTZE

Offensives Mittelfeld, 25 Jahre, Deutschland, seit 2016 (wieder) beim BVB (zuvor bei Bayern), 156 Einsätze, 35 Tore, 52 Assists

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Keine Frage: In Top-Form ist er neben Reus der talentierteste Spieler im Kader. Aber sein Wechsel zu den Bayern und eine Stoffwechsel-Erkrankung trugen dazu bei, dass der Goldtorschütze im WM-Finale 2014 noch nicht wieder auf jenem Level ist, auf dem er schon war. Nichtsdestoweniger ist ein Spieler mit seinem Talent jederzeit in der Lage, ein Spiel zu entscheiden. Scorerpunkte in dieser Saison: 2 Tore, 6 Assists.

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SHINJI KAGAWA

Offensives Mittelfeld, 28 Jahre, Japan, seit 2014 (wieder) beim BVB (zuvor Manchester United), 211 Einsätze, 60 Tore, 54 Assists

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Einer der vielen Rückkehrer, die ihr Glück bei einem der wenigen noch größeren Vereine suchten, und dort nicht reüssierten. Stand zuletzt nach einer Grippe und Sprunggelenksproblemen nicht im Kader, wäre mit seiner Dynamik auch eine Waffe für das Spiel gegen Salzburg. Nach Aubameyang-Abgang ist der Japaner der Top-Scorer der Borussen in dieser Saison (6 Tore, 7 Assists).

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CHRISTIAN PULISIC

Rechtsaußen, 19 Jahre, USA, seit 2015 beim BVB (zuvor PA Classics/USA), 87 Einsätze, 11 Tore, 16 Assists

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Noch keine 20 Jahre aber bald 90 Spiele für den BVB zeigen die Qualität des Dortmunder Shootingstars. Der Offensivspieler mit kroatischen Wurzeln hat auch schon 20 Länderspiele für die USA auf dem Buckel. Kam zuletzt vermehrt von der Bank, kann aber auch hier noch einmal Schwung in die Partie bringen. Real Madrid will ihn offenbar als Bale-Nachfolger holen - für kolportierte 80 Millionen Euro. Er hat mit 45 Mio. aktuell auch den höchsten Marktwert im BVB-Kader.

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ANDRIJ YARMOLENKO

Rechtsaußen, 28 Jahre, Ukraine, seit 2017 beim BVB (zuvor Dynamo Kiev), 24 Einsätze, 6 Tore, 6 Assists

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25 Millionen Euro machte Dortmund Ende August für den 74-fachen Nationalspieler locker. Der aktuell zweitbeste Scorer des Teams wird gegen Salzburg aber keine Rolle spielen, denn Yarmolenko laboriert noch bis April an einer Fußverletzung (Sehne), Ende Februar lief der Linksfuß noch mit Krücken herum.

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MARCO REUS

Linksaußen, 28 Jahre, Deutschland, seit 2012 beim BVB (zuvor Gladbach), 195 Einsätze, 92 Tore, 61 Assists

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Die aktuell gefährlichste Waffe bei den Borussen: Nach seinem Kreuzbandriss kehrte Reus im Februar erst zurück und traf in drei von sechs Spielen. Mit seinem Treffer gegen Leipzig hat Reus nun gegen alle Bundesligisten zumindest einmal getroffen. "Rolls Reus" kommt immer besser in Fahrt, Salzburg muss hoffen, dass sein Motor doch noch einmal zu stottern beginnt.

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ANDRE SCHÜRRLE

Linksaußen, 27 Jahre, Deutschland, seit 2016 beim BVB (zuvor bei Wolfsburg), 42 Einsätze, 7 Assists, 8 Tore

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Der Goldtor-Assistgeber im WM-Finale 2014 ließ sich gegen Leipzig nach eigenem Einwurf von Keita den Ball abluchsen, was zum 0:1 führte. Das wird dem 57-fachen Nationalspieler sicher nicht noch einmal passieren. Für ihn gilt Ähnliches wie für Götze. Der 27-Jährige befindet sich nicht in Top-Form, aber kann jederzeit ein Spiel (Saison-Bilanz: 1 Tor, 4 Vorlagen) entscheiden. Schürrle genießt Stögers Vertrauen. Interessant: Schürrle war 2009 noch Marco Roses Teamkollege bei Mainz.

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MAXIMILIAN PHILIPP

Linksaußen, 24 Jahre, Deutschland, seit 2017 beim BVB (zuvor Freiburg), 18 Einsätze, 6 Tore, 5 Einsätze

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Nach einer Patellasehnenluxation gab der 24-Jährige, für den Freiburg 20 Millionen Euro kassierte, gegen Leipzig sein Comeback, allerdings nur für zwölf Minuten. Im Herbst konnte Philipp bereits mit sechs Treffern aufzeigen, gegen Salzburg dürfte ihm eine Joker-Rolle zukommen.

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MICHY BATSHUAYI

Stürmer, 24 Jahre, Belgien, vom FC Chelsea geliehen (bis Sommer), 7 Einsätze, 5 Tore, 1 Assist

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Er kam, sah und traf. Nachdem die Dortmunder ihren Top-Stürmer, aber auch Unruheherd Pierre-Emerick Aubameyang für 63,75 Mio. Euro an Arsenal abgaben, ließ ihn Batshuayi mit fünf Toren in den ersten drei Spielen schnell vergessen. Seit dem 3:2 gegen Bergamo hat der Stürmer aber nicht mehr getroffen, also immerhin vier Spiele nicht.

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JADON SANCHO

Linksaußen, 17 Jahre, England, seit 2017 beim BVB (zuvor Manchester City U18), 6 Einsätze, 0 Tore, 1 Assist

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Sancho hat schon einmal gegen Salzburg gespielt, vor einem Jahr im Youth-League-Zwischenrunden-Spiel, das im Elferschießen verloren ging - am Youngster lag es nicht, denn er traf. Doch auch das 17-jährige Juwel gehört zum Dortmunder Lazarett und hat nach einer Bänderverletzung noch Trainingsrückstand.

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ALEXANDER ISAK

Stürmer, 18 Jahre, Schweden, seit 2017 beim BVB (zuvor AIK Solna), 12 Einsätze, 1 Tor, 1 Assist

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Gerüchteweise soll auch Salzburg einmal Interesse am schwedischen Stürmer-Juwel gehabt haben, bestätigt wurde das allerdings nie. Isak wird wohl glücklich sein, beim BVB unter Vertrag zu stehen, doch in Salzburg hätte der zweifache Teamstürmer sicher mehr Einssatzzeit. Gegen Leipzig stand Isak nicht im Kader.

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JAN-NIKLAS BESTE

Linksverteidiger, 19 Jahre, seit 2007 beim BVB (zuvor in Hammer Jugend), 1 Einsatz, 0 Tore, 0 Einsätze

Spieler der so genannten B-Liste (geboren am oder nach 1. Januar 1994)

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DAVID SAUERLAND

Defensives Mittelfeld, 20 Jahre, Deutschland, seit 2013 beim BVB (zuvor in der Jugend von Preußen Münster), 0 Einsätze

Spieler der so genannten B-Liste (geboren am oder nach 1. Januar 1994)

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PETER STÖGER

Trainer, 51 Jahre, Österreich, seit 2017 beim BVB (zuvor 1. FC Köln), 13 Spiele, 6 Siege, 6 Remis, 1 Niederlage (Punkteschnitt: 1,85)

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Am 10. Dezember jubelte ganz Fußball-Österreich, als der Wiener gemeinsam mit seinem Vertrauten Manfred Schmid Borussia Dortmund übernahm. Erstmals seit seinem Abgang als Meister-Trainer der Wiener Austria 2013 trifft Stöger in einem Pflichtspiel auf einen ÖFB-Klub.

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SIGNAL-IDUNA-PARK (in UEFA-Bewerben: BVB Stadion Dortmund)

Stadion, Eröffnung: 1974 (zwei Monate vor der 1. Heim-WM), Erweiterungen: 1995-1999, 2002-2003, Fassungsvermögen: 81.360, in UEFA-Bewerben: 65.851

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Das größte Fußball-Stadion Deutschlands ist das Wahrzeichen der Stadt Dortmund und eine Kathedrale im europäischen Fußball. Wer schon einmal dort war, schwärmt von der Atmosphäre und der legendären Südtribüne, die bei Bundesliga-Spielen als reine Stehplatz-Tribüne genützt wird und nicht weniger als 24.454 Menschen Platz bietet ("Gelbe Wand"). Mehr Heimvorteil geht nicht - doch bei der Heim-WM 2006 hat das der DFB-Elf auch nichts genützt. Italien beendete das Sommermärchen an dieser Stelle mit einem 2:0-Sieg nach Verlängerung.

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Dortmunds Bilanz gegen ÖFB-Teams

Kurzum: Die ist perfekt. Vier Spiele, vier Siege. 2003 besiegte Dortmund in der 1. Runde des UEFA Cups die Wiener Austria 1:0 (h) und 2:1 (a) – jeweils ein Tor erzielte Lars Ricken. Vor vier Jahren durfte sich Wolfsberg gegen die Borussen versuchen und schied in der 3. Quali-Runde zur Europa League nach einem 0:1 zu Hause und einem 0:5 auswärts aus. ABER: Dortmund hat nur eines der vergangenen zehn Europacup-Spiele gewonnen – zuletzt das Heimspiel gegen Bergamo. In der Champions League gab es lediglich zwei Remis gegen APOEL Nikosia, während jeweils beide Spiele gegen Real Madrid (1:3/h, 2:3/a) und Tottenham (1:3/a, 1:2/h) verloren wurden. Von den letzten fünf Heimspielen wurden dazu drei verloren. In den acht Europacup-Spielen in dieser Saison traf Dortmund in jeder Partie, spielte aber auch kein einziges Mal zu Null. Zuletzt spielte Dortmund 2015/16 in der Europa League, scheiterte damals im Viertelfinale an Liverpool mit Ex-BVB-Trainer Jürgen Klopp – das Hinspiel endete 1:1, an der Anfield Road führte Dortmund 2:0 und war auch in Minute 90 voran, ehe Dejan Lovren die „Reds“ mit 4:3 zum Aufstieg schoss (91.).

Mögliche Aufstellung

Sollte Stöger keine Rücksicht auf das wichtige Heimspiel gegen CL-Konkurrent Frankfurt nehmen, ergibt sich die Aufstellung nahezu von selbst. Schlüsselspieler wie Marco Reus kommen nach ihren Verletzungen immer besser in Schuss, dafür braucht es auch Spielpraxis, wie Stöger selbst sagt. In der Innenverteidigung wird Ömer Toprak für Manuel Akanji zurückkehren, der in der Europa League nicht spielberechtigt ist. Die große Frage wird sein, wer neben Julian Weigl (kehrt nach Gelbsperre gegen Bergamo zurück) im Mittelfeld aufläuft. Mahmoud Dahoud hat sich nicht nur wegen seines Traum-Assists gegen Leipzig (1:1) empfohlen, wäre auch sicherlich die dynamischere Variante als etwa Gonzalo Castro. Nuri Sahin wäre ebenso eine Option, spielte aber unter Stöger bislang nur 90 Minuten und gilt als Verlierer der bisherigen Stöger-Ära. Vorne dürften Reus, Mario Götze, Andre Schürrle und Michy Batshuayi abermals auflaufen, von der Bank kann Stöger dann immer noch Christian Pulisic oder Maximilian Philipp bringen, die für Schwung sorgen. Zwei Gründe sprechen auch dafür, die gleiche Startelf wie gegen Leipzig zu bringen: Der Spielstil des Gegners und der gute Auftritt. Nur Sokratis wäre bei einer Gelben Karte im Rückspiel gesperrt.

Es fehlen: Akanji (in Europa League nicht spielberechtigt), Kagawa, Guerreiro (beide nach Fußverletzung), Jarmolenko (Fußverletzung), Rode (Schambeinprobleme), Durm (Bänderriss im Sprunggelenk)

Fraglich: Sancho (nach Bänderverletzung im Sprunggelenk), Piszczek.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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