Kühbauer und die Rückkehr des "Rapid-Geistes"

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Bei Rapid ist die Erleichterung nach dem harterkämpften, aber nicht unverdienten 2:1-Sieg (Spielbericht) bei Spartak Moskau verständlicherweise groß. Die Kühbauer-Elf hat allen Widrigkeiten getrotzt und im Eiskasten von Moskau die Ruhe bewahrt.

Nicht die Temperaturen von zwölf Grad unter Null, nicht der unglückliche Rückstand nach starker Anfangsphase und auch nicht die zahlreichen Ausfälle konnten die Hütteldorfer beirren.

Für Trainer Kühbauer, der mit Schwab und Schobesberger den Sieg eingetauscht hat, hat ein Faktor für den Erfolg gesorgt, den man lange vermisst hat in Wien-Hütteldorf: Der "Rapid-Geist".

Das Comeback der "Rapid-Viertelstunde"?

Großen Kampf bietet Rapid von Beginn an, doch gefährlich wird die Kühbauer-Elf nur selten. Das ändert sich ausgerechnet in der "Rapid-Viertelstunde", die ansonsten in den bisherigen Saisonspielen für Schwab und Co. noch kein Faktor gewesen ist.

"Es war der Rapid-Geist, den man heute nicht nur gespürt, sondern auch gesehen hat", freut sich Kühbauer nach dem Match. Er sei sehr zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. "Wir haben hinten wenig zugelassen und dann auch verdient gewonnen", sagt er.

Mert Müldür, der wie schon im Hinspiel nach einem Eckball trifft, tritt bei aller Freude auch auf die Euphoriebremse: "Wir dürfen nicht zu viel feiern, wir haben schon am Sonntag das nächste schwierige Spiel."

Auch Geschäftsführer Wirtschaft Christoph Peschek freut sich nach dem Match auf Twitter und schiebt dem "Rapid-Geist" einen nicht unerheblichen Anteil am Erfolg zu.

Überglückliche Rapid-Kicker

"Wir wollten es mehr, deshalb haben wir verdient gewonnen", sagt der spät eingetauschte Rapid-Kapitän Schwab. Der aber auch zugibt, dass man davon profitiert habe, dass mit Fernando und Zobnin die beiden besten Spartak-Spieler gefehlt hätten.

Siegtorschütze Philipp Schobesberger und Schwab trafen bereits in der Halbzeit Absprachen für einen späteren Einsatz. "Schwabi hat mir in der Pause noch gesagt, dass er mich in die Tiefe schickt. Das hat super geklappt", freut er sich.

Auch Spartak-Trainer Oleg Kononov zollt der Leistung der Rapidler Respekt. "Rapid hat ein sehr gutes Match gespielt. Es ist kein Zufall, dass sie am Ende zwei Tore geschossen haben. Wir können natürlich nicht zufrieden sein. Wir haben viele Passfehler begangen und falsch gepresst. Wir haben es nicht geschafft, uns genug Chancen herauszuspielen. So eine Situation darf zukünftig nicht mehr vorkommen."

Rapids Serien

Mit dem Erfolg in Moskau schafft es der SCR eine böse Serie zu beenden und eine andere zu verlängern. So kommt der erste Auswärtssieg der Hütteldorfer in der Europa League seit dem 5. November 2015 genau zum richtigen Zeitpunkt.

Sieben Spiele hatte Rapid nicht mehr in der Europa League auf fremden Platz gewonnen. Damals war es ebenfalls Schobesberger, der entscheidend traf. Es war jener Abend, an dem er in Pilsen zum Auswärtserfolg "gestolpert" ist.

Beeindruckend bleibt der Rapid-Lauf gegen Teams aus Russland. Im Land des diesjährigen WM-Gastgebers hat Rapid überhaupt noch nie verloren (vier Siege, vier Remis). Insgesamt steht eine Bilanz von neun Siegen, bei sechs Unentschieden und nur einer Niederlage.

"Es gibt keinen großen Unterschied zwischen der österreichischen und der russischen Liga", sagt auch der niedergeschlagene Spartak-Coach Kononov

Textquelle: © LAOLA1.at

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