Knackpunkt 0:1
Der frühe Gegentreffer durch Son in der 13. Minute sollte sich als Anfang vom Ende für die Lavanttaler herausstellen. "Das 0:1 hat uns ein bisschen den Mut genommen. Sie haben uns keine Sekunde atmen lassen. Sie wollten diese erste Halbzeit ganz klar dominieren, das ist ihnen über weite Strecken gelungen", weiß Feldhofer, der erst in der zweiten Spielhälfte Besserung vernommen hat.
"In der zweiten Halbzeit haben wir umgestellt. Haben dann kürzere Wege gehabt und es dem Gegner ein bisschen schwerer gemacht", so der WAC-Coach über die taktischen Anpassungen.
Den "Wölfen" habe laut Feldhofer im Abschluss auch das nötige Glück gefehlt: "Gegen Tottenham wird man nicht so viele Chancen bekommen, wir hatten doch mehr, als ich vor dem Spiel erwartet habe, da braucht man auch die Effizienz, die reinzuhauen. Da war Tottenham in der ersten Halbzeit überragend."
"Ergebnis vielleicht zu hoch"
Kapitän Michael Liendl schlägt in die selbe Kerbe wie sein Cheftrainer. "Wir waren in der ersten Hälfte phasenweise ein bisschen zu mutlos sowohl mit als auch gegen den Ball. Ich glaube nicht, dass Tottenham so viele Hochkaräter gehabt hat, aber die haben sie eiskalt gemacht."
Auch dem Mittelfeldspieler gefiel der Auftritt seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit um einiges mehr. "In der zweiten Hälfte war es vom Engagement her in Ordnung, wir haben alles versucht. Wir haben zweimal die Stange getroffen, das ist der kleine - oder der große - Unterschied. Das sind einfach Weltklassespieler, auf diesem Niveau sind wir nicht. Das Ergebnis ist vielleicht ein bisschen zu hoch."
Lob für Moral
Mehr als die Chancenverwertung hat Feldhofer der Auftritt seiner Mannschaft beim Spielstand von 0:3 imponiert. "Großes Lob an die Jungs, für die Moral, die sie bewiesen haben. Sie haben sich nicht gehen lassen, und kurzfristig stand es 3:1. Uns ist allen bewusst, dass, wenn man gegen so eine Weltklassemannschaft bestehen will, dann muss wirklich alles zusammenpassen."
Im Rückspiel am kommenden Mittwoch im Tottenham Stadium wird es für Feldhofers Truppe nicht mehr um viel gehen. Selbst mit ganz viel Optimismus ist ein Aufholen des Drei-Tore-Vorsprungs nach dem Hinspiel gegen Tottenham so gut wie unmöglich.
Dennoch haben die "Wölfe" die Gelegenheit zu beweisen, dass die zweite Halbzeit sinnbildlicher für die eigene Leistung ist als die erste.