Freund: Das ist Brügges Vorteil

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Die Ansprüche beim FC Red Bull Salzburg und seinem Umfeld sind für die Europa League hoch.

Nach dem sensationellen Marsch bis ins Halbfinale in der vergangenen Saison möchten die Fans natürlich ein ähnliches Märchen noch einmal erleben.

Im Sechzehntelfinale wartet als erste Hürde der FC Brügge (Do, ab 21 Uhr im LIVE-Ticker, bei Puls 4 und DAZN). Auf dem Papier für den österreichischen Serienmeister eine durchaus machbare Aufgabe. Doch Sportchef Christoph Freund drückt auf die Bremse. Wettquote

„Ein richtig schwerer Gegner. Da ist alles möglich, es ist ein 50:50-Spiel“, so Freund im Gespräch mit LAOLA1.


Da ändert auch die momentane Mini-Krise der Belgier in der Liga nichts. In den vier Spielen nach der Winterpause gelang dem Vorjahres-Meister nur ein Sieg, dazu gab es zwei Remis und eine Niederlage.

Von einer Krise will Freund aber nichts wissen: „Ich glaube, dass sie ein wenig unglückliche Ergebnisse gehabt haben, aber trotzdem guten Fußball gezeigt haben.“

Das spricht für Brügge

Der Sportdirektor weiß nämlich einen möglicherweise entscheidenden Vorteil für Brügge. Im Gegensatz zu RB Salzburg stehen sie schon voll im Liga-Betrieb, die „Bullen“ haben im Jahr 2019 noch kein Pflichtspiel in den Beinen.

„Sicher eher ein Vorteil für Brügge, dass sie mehr im Rhythmus sind. Aber es ist, wie es ist und wir werden das Beste daraus machen und hoffen, dass wir von der ersten Minute an gleich voll in den Wettkampfmodus starten können“, will Freund das nicht als Ausrede gelten lassen.

Neben der Umstellung von Vorbereitung auf ein Pflichtspiel steht auch hinter der Teamauswahl ein Fragezeichen.

Wer bildet die Innenverteidigung?

„Das Trainerteam ist sehr intensiv dabei, beschäftigt sich natürlich auch intensiv mit dem Gegner. Da gibt es jetzt natürlich einige Themen, die gerade aufgearbeitet werden, wie wir auf die Mannschaft treffen werden. Da ist das Trainerteam in taktischen Detaileinheiten“, gibt Freund Einblick.

Im Vorfeld gab es einige Gerüchte, wonach Abwehrchef Andre Ramalho seinen Stammplatz in der Innenverteidigung verloren haben könnte. Der Brasilianer war in der Vorbereitung immer wieder angeschlagen und könnte nun dem Tempo-Fußball Salzburgs zum Opfer fallen.

„Ich möchte mich an Gerüchten gar nicht beteiligen. Wir wissen, was wir an Andre haben. Er ist ein ganz wichtiger Faktor für unsere Mannschaft. Er ist jetzt fit und das ist das Wichtigste. Mehr will ich dazu gar nicht sagen“, lässt Freund nicht in die Aufstellungskarten blicken.

Vallci als Option?

Ein neuer Kandidat für die Innenverteidigung ist im Winter zum Team dazugestoßen: Albert Vallci. Der 23-Jährige wechselte in der vergangenen Transferphase von Liga-Konkurrent FC Wacker Innsbruck zu den Mozartstädtern.

Während er in Innsbruck noch als Linksverteidiger agierte, bestätigt Freund, dass man in Salzburg mit ihm auf der Innenverteidiger-Position plant. Ist er schon ein Thema für das Europa-League-Duell?

„Albert ist vor dem Trainingslager zu uns gestoßen und hat ein sehr, sehr gutes Bild abgegeben und hat sich super integriert. Er wird aber sicher auch noch seine Zeit benötigen, um richtig anzukommen. Aber wir sind sehr happy, dass er zu uns gekommen ist. Er hat schon sehr viel von dem gehalten, was er versprochen hat“, ist Freund zumindest einmal voll des Lobes für den Neuzugang.

Wie geht man mit den Star-Abgängen um?

Neben Vallci sicherte sich Red Bull Salzburg im Winter auch noch die Dienste des norwegischen Toptalents Erling Braut Haaland und von Antoine Bernede, welcher von Paris Saint Germain gekommen ist.

Für mehr Aufregung als die Zugänge sorgten allerdings die Abgänge. Der verletzte Amadou Haidara ging den bekannten Weg zu RB Leipzig, den gleichen wird auch Leistungsträger Hannes Wolf im Sommer antreten. Ebenfalls bereits fix weg im Sommer ist Goalgetter Munas Dabbur, der zum FC Sevilla wechseln wird.

„Es wird nie langweilig in den Transferphasen. Es ist alles gut abgelaufen und wir sind sehr zufrieden damit, wie wir aufgestellt sind“, zieht Freund trotzdem ein positives Fazit.

Sorgen, dass sich die bereits fixierten Wechsel von Dabbur und Wolf negativ auf das Team auswirken könnte, hat der 41-Jährige nicht: „Der Star ist bei uns die Mannschaft, das zeigt sie immer wieder. Wir sind gut aufgestellt, die Jungs werden im Sommer ihren nächsten Schritt machen und wir als Verein werden dafür sorgen, dass wir diese Lücken wieder gut schließen können.“

Noch hat man sie schließlich noch im Kader. Und viele Tore in der Europa League wäre wohl das schönste Abschiedsgeschenk, das man sich in Salzburg wünschen kann.

Textquelle: © LAOLA1.at

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