Das ist der EM-Kader von ÖFB-Testgegner Schweiz
Schweiz mit historischer Duell-Bilanz
"Der Hunger ist riesig wie nie zuvor", sagte Xhaka. "Was spricht dagegen, dass wir das Überraschungsteam der EM werden? Im Camp habe ich diese Mentalität wahrgenommen. Deshalb sage ich: Lasst es uns auf den Platz bringen", erklärte der Kapitän, der vor drei Jahren mit der "Nati" erstmals das Viertelfinale erreicht und auf dem Weg dorthin Frankreich eliminiert hat.
Die Schweizer sind seit 26 Jahren gegen den Auftaktgegner ungeschlagen, die Ungarn gehen aber mit einer hohen Erwartungshaltung in ihre dritte EURO hintereinander. Unter dem seit 2018 amtierenden Teamchef Marco Rossi, dem italienischen Architekten des Aufschwungs, hat Ungarn die Qualifikation ungeschlagen absolviert und seit Herbst 2022 nur eine einzige Niederlage kassiert.
Mit einem Auftakterfolg soll ein ähnlicher Lauf eingeleitet werden wie 2016, als man beim EM-Comeback nach 44 Jahren Österreich in Bordeaux mit 2:0 schlug und schließlich als Gruppensieger vor Island und Portugal den Aufstieg ins Achtelfinale schaffte. Mit Torhüter Peter Gulacsi (Leipzig) und Spielmacher Dominik Szoboszlai (Liverpool) setzt Rossi auf zwei ehemalige Salzburger.
Ungarn mit Ex-Mattersburger und Neo-Rapidler
"Wir haben nichts zu verlieren, aber wir können in Deutschland Großes erreichen", sagte Szoboszlai, der mit seinen 23 Jahren zum jüngsten Kapitän der EM-Geschichte wird. Der Mittelfeldspieler von Liverpool ist Taktgeber der Ungarn und überzeugte zuletzt mit fünf Toren und drei Vorlagen in den jüngsten acht Länderspielen.
Stark präsentierte sich bei der EM-Generalprobe (3:0 gegen Israel) auch das Sturm-Duo bestehend aus dem Ex-Mattersburger Barnabas Varga und Roland Sallai. Auf der rechten Seite spielte der künftige Rapidler Bendeguz Bolla. "Viele unterschätzen diese ungarische Mannschaft", sagte der Schweizer Xherdan Shaqiri.