Ukraine-Trikot: Russland wendet sich an die UEFA

Ukraine-Trikot: Russland wendet sich an die UEFA Foto: © getty
 

Der russische Fußballverband wendet sich wegen des umstrittenen Trikots der ukrainischen Nationalmannschaft nun an die UEFA.

Es werde darauf hingewiesen, dass politische Losungen wie der Schlachtruf "Ruhm der Ukraine! Den Helden Ruhm!" nichts zu suchen habe auf Sportkleidung.

In einem Brief an die Europäische Fußball-Union wird auch darauf hingewiesen, dass die Konturen einer Ukraine-Karte auf den Trikots nicht den Grenzen des Landes entsprächen. Die Umrisse zeigen die Schwarzmeer-Halbinsel Krim als Teil der Ukraine, Russland hat das Gebiet 2014 gegen internationalen Protest annektiert.

Zu sehen seien ebenfalls jene Teile des Landes im Osten, die nicht mehr unter Kontrolle der Ukraine stünden, heißt es. Politische Motive und Aussagen seien nicht zulässig nach den UEFA-Regeln, meint der russische Verband am Dienstag der Staatsagentur Tass zufolge.

Fußball soll aus der Politik bleiben

"Fußball – das ist Sport, der stets außerhalb der Politik bleiben sollte. Aus unserer Sicht schafft die UEFA, wenn sie dieses Trikot erlaubt, einen Präzedenzfall", heißt es in dem Schreiben. Bei kommenden Spielen könnten Nationalmannschaften das für alle möglichen politischen Aussagen nutzen.

Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelensky verteidigt die neuen Trikots der Nationalmannschaft als "wirklich besonders". Sie schaffen es zu schockieren. "Unser Land sei "einig und unteilbar. Die Krim gehört zur Ukraine", sagt er.

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sakharova kontert bei Telegram unter Anspielung auf die Gebietsverluste des Nachbarlandes, dass die ukrainischen Spieler sehr wohl schockiert sein könnten.

Die Losung "Ruhm der Ukraine!" wird auf den Trikots der ukrainischen Nationalmannschaft seit 2018 verwendet. "Ruhm der Ukraine! Den Helden Ruhm!" ist seit drei Jahren die offizielle Grußformel von ukrainischer Armee und Polizei. Historisch wurde sie von ukrainischen Nationalisten ab den 1930er-Jahren gebraucht. Wegen deren Kollaboration mit den deutschen Besatzern während des Zweiten Weltkrieges und wegen ethnischer Säuberungen in der Westukraine durch nationalistische Partisanen war die Losung lange Zeit geächtet.

Textquelle: © APA Zum Seitenanfang »

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