Showdown: Erste EM-Tickets können gelöst werden

Showdown: Erste EM-Tickets können gelöst werden Foto: © getty
 

Mit zwölf Punkten aus vier Spielen und einem Torverhältnis von 19:4 weist England in der laufenden EM-Qualifikation bislang eine makellose Statistik vor. Mit einem Erfolg in Prag gegen Tschechien kann der Spitzenreiter der Gruppe A bereits am Freitagabend sein Ticket für die EM-Endrunde 2020 lösen.

Einen vorentscheidenen Schritt könnte auch der Ukraine gelingen. Der überraschende Leader in der Gruppe B (vor Portugal und Serbien) trifft am Freitag zu Hause auf Tabellenschlusslicht Litauen.

Zu einer richtungsweisenden Begegnung kommt es am Freitag in Island. Die "Wikinger" empfangen im Spitzenspiel der Gruppe H den Weltmeister aus Frankreich.

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Fast exakt drei Jahre nach seinem Debüt als Englands Teamchef darf Gareth Southgate beruhigt den kommenden Aufgaben entgegenblicken. Ursprünglich als "zu nett" für den Posten gehandelt, ist der 49-Jährige vom Notnagel zum geschätzten Auswahl-Coach aufgestiegen.

Von 37 Spielen unter seiner Ägide hat England 21 gewonnen und nur sieben verloren. Dass er beim WM-Halbfinalisten explizit auf junge Akteure vertraut, kommt auf der Insel gut an.

"Dass die Mannschaft den Draht zu den Fans wieder gefunden hat, ist der erfreulichste Aspekt der vergangenen Jahre", sagt Southgate diese Woche. "Es war wichtig für mich, dass wir einen Stil pflegen, den unsere Anhänger gerne sehen. Wir wussten, dass es bei uns einige gute junge Spieler gibt."

"Wir sind jetzt seit zwölf Monaten Vierter oder Fünfter der Weltrangliste, weil wir konstant gute Leistungen zeigen", merkt der ehemalige Nationalteam-Verteidiger an.

Bei Rassismus "wird man das Feld verlassen"

Vor dem Spiel in Prag feilt Southgate an der Defensive, die beim 5:3 gegen Kosovo zuletzt alles andere als sattelfest wirkte. Im Angriff sind Raheem Sterling, Harry Kane und Co. immer für einen Treffer gut.

Gegen Tschechien könnte Tammy Abraham zum Einsatz kommen. Der 22-Jährige schoss für Chelsea in dieser Saison bereits acht Tore in der Premier League. Sein Clubkollege Fikayo Tomori (21) steht erstmals im Kader.

Vor den Auswärtsspielen in Tschechien und drei Tage später in Bulgarien beschäftigt die Engländer aber auch ein anderes Thema. Bei anhaltenden rassistischen Kundgebungen werde man das Spielfeld verlassen, berichtet Abraham. Diese Entscheidung sei bei einer Mannschaftssitzung gefällt worden. "Wenn es einem von uns passiert, passiert es allen von uns", betont Abraham.

England will sich dabei ans Protokoll der UEFA halten. Dieses sieht vor, dass der Schiedsrichter ein Spiel abbrechen darf, sollte eine Warnung an die Zuschauer keine Wirkung zeigen. In Bulgarien wird am Montag vor teils gesperrten Rängen gespielt, nachdem die Osteuropäer wegen rassistischen Gesängen in den Spielen gegen Tschechien und Kosovo im Juni von der UEFA sanktioniert wurden.

Frankreich trifft auf heimstarke "Wikinger"

Europameister Portugal plant am Freitagabend in Lissabon gegen Luxemburg drei Zähler ein. Der Nations-League-Sieger will damit zumindest Platz zwei der Gruppe absichern. An der Spitze eilt die Ukraine dem EM-Start entgegen. Vier Punkte aus den Heimspielen gegen Litauen und am Montag gegen Portugal reichen der Mannschaft von Trainer Andriy Shevchenko dafür.

Der Weltmeister aus Frankreich hält in seiner Gruppe bei fünf Siegen aus sechs Spielen. Frankreich auf den Fersen sind jedoch die Türkei, die nach einem umjubelten Heimsieg über die "Bleus" ebenfalls bei 15 Zählern hält, sowie Island (12). Die Franzosen sehen den anstehenden Duellen mit der Konkurrenz aber optimistisch entgegen.

Nach dem Auftritt auf der Insel geht es Montag in St. Denis gegen die Türken. "In erster Linie wollen wir nun einmal auf Island gewinnen, dann nachlegen und damit unser Ziel erreichen", stellte Didier Deschamps trocken fest. Er muss auf den angeschlagenen Kylian Mbappe verzichten. Island hat in Reykjavik in den vergangenen sechs Jahren nur drei seiner 22 Heimspiele verloren.

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Textquelle: © LAOLA1/APA Zum Seitenanfang »

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