Real Madrid gewinnt CL-Finale gegen Liverpool

Real Madrid gewinnt CL-Finale gegen Liverpool Foto: © getty
 

Rekordsieger Real Madrid gewinnt das Champions-League-Finale 2022 1:0 gegen den FC Liverpool und sichert sich damit zum bereits 14. Mal den Titel des wichtigsten Klubbewerbs der Welt!

ÖFB-Teamverteidiger David Alaba spielt in der Innenverteidigung der Spanier durch und darf sich damit über seinen dritten Champions-League-Titel nach jenen mit den Bayern in den Jahren 2013 und 2020 freuen.

Die "Reds" haben im Stade de France zunächst die besseren Möglichkeiten. Mane hat bei einem Schuss aus 15 Metern Pech, da Real-Goalie Courtois den Ball mit einer Glanzparade an die Stange abwehrt (21.).

Benzema-Tor wird nicht anerkannt

Real wird in Hälfte eins nur einmal wirklich gefährlich, da landet der Ball allerdings auch im Tor: Der Benzema-Treffer wird nach einer langen VAR-Analyse aber wegen einer Abseitsstellung des Torschützen nicht anerkannt (43.).

Nach Seitenwechsel fällt dann aber doch die Führung für die Spanier: Valverde bringt Ball von der rechten Seite scharf in die Mitte, der im Abseits stehende Benzema greift nicht ein und Vinicius Junior, der schneller als Alexander-Arnold ist, drückt den Ball über die Linie (59.).

Courtois rettet gegen Salah

Die Engländer drücken danach auf den Ausgleich, scheitern in Folge aber entweder an fehlender Kaltlblütigkeit oder am überragenden Courtois, der unter anderem mit einem sensationellen Reflex gegen Salah rettet (83.).

Liverpool verpasst damit die Revanche für die vor vier Jahren im UCL-Endspiel erlittene 1:3-Niederlage gegen Real und muss auf den siebenten Champions-League-Titel warten. Für Klopp wäre es der zweite CL-Titel mit den "Reds" nach dem Triumph im Jahr 2019 gewesen.

Die Spanier setzten damit ihre imposante Finalserie fort, haben seit 1998 keines von acht Endspielen verloren. In der CL war es Titel Nummer acht, zuvor hatte es auch im Vorgängerbewerb Meistercup schon sechs Erfolge gegeben. Rekordsieger der CL>>>

Real krönte eine an Dramatik nicht zu überbietende Saison, in der zuvor Paris St. Germain, Chelsea und Manchester City erst nach echten Krimis und dank eines überragenden Karim Benzema ausgeschaltet worden waren. Dass der 15-fache CL-Saison-Torschütze diesmal leer ausging, war leicht zu verschmerzen.

Die "Reds" verpassten die angepeilte Revanche für die 1:3-Niederlage im Finale 2018 gegen Real und müssen sich damit statt dem vor kurzem noch angepeilten historischen Quadruple mit einem nationalen Cup-Double zufrieden geben.

In der Meisterschaft hatte die Truppe von Coach Jürgen Klopp knapp Manchester City den Vortritt lassen müssen.

Halbstündige Verzögerung

Das mit Spannung erwartete Endspiel konnte erst mit mehr als halbstündiger Verzögerung starten. Zahlreiche Fans hatten versucht ohne Tickets ins Stadion zu kommen, was einigen auch tatsächlich gelang.

Die Polizei setzte auch Tränengas ein, um die Lage in den Griff zu bekommen. Offizielle Begründung der UEFA war, dass die Verschiebung aus Sicherheitsgründen passierte sowie wegen des verspäteten Eintreffens von Fans.

Ex-Real-Star Raul sowie Liverpool-Legende Ian Rush brachten den Pokal mit Verspätung ins Stadion. Nach einer stimmungsvollen Eröffnungsfeier und dem Anpfiff um 21.36 Uhr sowie nach einem gegenseitigen Abtasten in der Anfangsviertelstunde waren es die Engländer, bei denen die zuletzt angeschlagenen Virgil van Dijk, Fabinho und Thiago allesamt in der Startformation standen, die vehement auf den Führungstreffer drückten.

Real-Tormann Courtois musste bei einem verdeckten Abschluss von Mohamed Salah vom Fünfer nach Alexander-Arnold-Hereingabe gleich einmal all sein Können aufbieten (16.). Der Belgier wehrte gleich darauf einen weiteren Schuss des Ägypters ab (17.) und lenkte zudem einen Abschluss von Mane im Strafraum sehenswert noch an die Stange (21.).

Ein Kopfball von Salah aus guter Position war leichte Beute für den 30-Jährigen (34.), Jordan Henderson deutete mit einem Schuss seine Gefährlichkeit an (41.). ÖFB-Star Alaba und Co. waren oft nicht nah genug am Mann dran, weshalb die Engländer immer wieder gefährlich werden konnten. Nach vorne konnten die Spanier quasi keine Akzente setzen - mit einer Ausnahme.

Liverpool muss volles Risiko gehen

Nach Alaba-Flanke verzettelte sich Benzema zuerst, nach einem missglückten Klärungsversuch von Goalie Alisson Becker und Ibrahima Konate landete der Ball aber noch einmal beim Franzosen, der diesmal eiskalt abschloss (43.).

Benzema stand allerdings knapp im Abseits, der Treffer wurde nach minutenlangem Videostudium nicht anerkannt. Der Spielverlauf wurde also nicht auf den Kopf gestellt.

Nach Wiederbeginn kamen die "Königlichen" bissiger und aggressiver aus der Kabine und glänzten wie so oft schon in dieser Saison mit hoher Effizienz. Federico Valverde wurde nicht attackiert und konnte ungestört zur Mitte geben, wo der am langen Eck völlig allein gelassene Vincius Junior den Ball aus vier Metern nur noch über die Linie befördern musste.

Liverpool war dadurch gezwungen volles Risiko zu gehen, blieb im Abschluss aber glücklos. Courtois ließ sich gleich zweimal von Salah nicht überwinden (64., 69.). Auf der anderen Seite verabsäumte es Casemiro, den Sack zuzumachen (76.). Den Sieg festzuhalten war dann Courtois vorbehalten, der bei einem Salah-Abschluss aus spitzem Winkel glänzend reagierte (82.).

Textquelle: © Laola1.at/APA Zum Seitenanfang »

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