Unverständnis nach Ronaldo-Rot

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Cristiano Ronaldo ist nicht gerade als unfairer Fußballer bekannt.

In 762 Spielen seiner Profikarriere sammelte der Portugiese nur zehn Rote Karten, vier davon waren Gelb-Rot. In der Champions League kam CR7 gar 153 Partien ohne Platzverweis aus.

Ausgerechnet beim Königsklassen-Debüt mit seinem neuen Klub Juventus Turin war es dann soweit: In Minute 29 der Partie gegen den FC Valencia (Spielbericht) lässt sich der Stürmer in einen Zweikampf mit Gegenspieler Jeison Murillo verwickeln. Nachdem der Kolumbianer Ronaldos Meinung nach zu einfach zu Boden geht, greift er mit viel Wucht auf das Haupt Murillos.

Torrichter Marco Fritz sieht, dass "Ronaldo ihn an den Haaren zieht", wie man von den Lippen Fritz' lesen kann, und Haupt-Schiedsrichter Dr. Felix Brych schickt Ronaldo vom Feld.

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"Ronaldo war sehr wütend"

Nicht nur bei Ronaldo selbst, der zunächst verzweifelt am Boden liegen bleibt und dann unter Tränen den Platzverweis über sich ergehen lassen muss, sorgt Brychs Entscheidung für Unverständnis.

"So wie ich das gesehen habe, war es ein ziemlich normaler Zweikampf. Murillo hat seine Hände an Ronaldo angelegt und er hat reagiert. Aber diese Dinge passieren und wir müssen stärker als jeder und alles sein", erklärt Mitspieler Leonardo Bonucci bei "Sky Sport Italia".

Den Gemütszustand seines portugiesischen Mitspielers erklärt der Innenverteidiger so: "Ronaldo war natürlich wütend. Der Schiedsrichter hat gesehen, was er gesehen hat - und das nicht sehr gut. Aber wir haben alle Hürden überwunden."

Allegri fordert Videobeweis

Nicht erst durch Ronaldos Ausschluss wird einmal mehr die Diskussion um die Einführung des Videobeweis entfacht.

UEFA-Boss Aleksander Ceferin kündigte erst kürzlich an, ab der kommenden Saison das technische Hilfsmittel für Schiedsrichter, das unter anderem in Deutschland stark umstritten ist, in die Champions League einzuarbeiten. Auch eine vorzeitige Einführung in der K.o.-Phase dieser Spielzeit wollte der Slowene nicht ausschließen.

Ein Unterstützer dieses Vorhabens ist mit Sicherheit Juve-Coach Massimiliano Allegri. "Ich kann nur sagen, dass der VAR dem Schiedsrichter in dieser Situation geholfen hätte", findet der Juve-Coach.

Der 51-Jährige beanstandet: "In der Champions League wegen so eines Vorfalls in Unterzahl zu geraten, ist enttäuschend. Wir waren in Gefahr, die heutige Partie zu verlieren, und er wird uns in den nächsten Spielen auch fehlen."

Textquelle: © LAOLA1.at

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