Stellt Salzburg sein CL-Problem ab?

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Es gilt: Red Bull Salzburg braucht wohl einen Sieg, zumindest aber einen Punkt bei Lok Moskau, um am vorletzten Spieltag der UEFA Champions League die nötige Ausgangssituation für ein Überwintern im internationalen Geschäft zu machen (ab 18:55 Uhr im LIVE-Ticker).

Mit einem Remis bäuchten die "Bullen" am letzten Spieltag auf jeden Fall einen Sieg gegen Atletico Madrid. Trotz des Heimvorteils gegen die Spanier wäre ein Dreipunkter in Moskau wohl die einfachere Aufgabe.

Dann müsste Lok schon bei Bayern München gewinnen, um Salzburg noch die Europa League zu verwehren - und die Chance auf das Achtelfinale wäre auch noch in Griffweite.

Alles Überlegungen, die hintan stehen, aber das Motto für das Auswärtsspiel in der russischen Kälte vorgeben müssen: Jetzt gilt es. Übertriebene Vorsicht wäre fehl am Platz.

Nur nicht in Rückstand geraten

Aber die war auch in den letzten beiden Spielen gegen den amtierenden Champions-League-Sieger nicht das Motto. Mit besserer Chancenverwertung wäre gegen die Bayern in 180 Minuten offensiv absolut nichts am Salzburger Auftreten zu bemängeln gewesen.

Der Ärger bei Jesse Marsch über die Tatsache, kein Kapital aus den respektablen Auftritten geschlagen zu haben, ist noch in guter Erinnerung. So erinnert der Trainer auch am Tag vor dem Moskau-Duell noch einmal daran.

"Wenn man die 'Expected-Goals'-Statistik ansieht, waren wir in einer unglaublichen Lage gegen einen tollen Gegner. Viele Dinge, die bei unserem Spielstil wichtig sind, haben wir sehr gut gemacht. Aber die wichtigste Statistik sind die Tore", so der US-Amerikaner.

(Text wird unterhalb fortgesetzt)

"Wir spielen mit Leidenschaft, Power und Selbstvertrauen. Aber wir bekommen zu viele Gegentore und sind zu oft hinten", erinnert Marsch.

Das war selbst beim Gruppen-Auftakt gegen Lok, in den die Salzburger daheim als leichter Favorit gingen, der Fall.

In einer Statistik weit abgeschlagen

Auch das 8:2 über St. Pölten am Wochenende lief nach dem Motto: Mehr Tore schießen als der Gegner. In der Champions League gelang das einfach noch nicht. Was bei insgesamt 14 Gegentoren auch wenig verwundert, wenngleich der Großteil davon natürlich gegen die Bayern eingefangen wurde.

"Wir spielen mit Leidenschaft, Power und Selbstvertrauen. Aber wir bekommen zu viele Gegentore und sind zu oft hinten."

Dass diese Zahl im Gruppen-Vergleich mit den Münchnern (vier Gegentreffer), Atletico (sieben) und Lok (fünf) aber eklatant zu hoch ist, fällt gleich auf.

In Moskau hat Marsch aber weniger vor der Anzahl möglicher Gegentore, als vor deren Zeitpunkt Respekt. Dass es auswärts nicht so leicht wird, einen Rückstand zu drehen, weiß er. Wie gut Lok hinten stehen kann, nach dem ersten Duell auch.

"Wenn wir hinten sind, ist es gegen diesen Gegner schwer. Die Disziplin in unserer Taktik und Konzentration sind die wichtigsten Dinge", mahnt der Coach.

Alternativen stehen bereit

Ob er sich für das Schlüssel-Duell bei der Aufstellungs-Variante einen weniger konservativen Zugang als in den ersten vier Spielen - wo Rotation kaum gegeben war - überlegt hat, lässt sich Marsch natürlich nicht entlocken.

Dass mit Patson Daka und Masaya Okugawa wieder Alternativen zur Verfügung stehen, ist aber klar.

"Beide sind verfügbar und bereit. Für wie viele Minuten - das werden wir sehen. Aber sie können beide einen großen Effekt auf unser Spiel haben."

Ein Spiel, das seinerseits großen Effekt auf die weitere Salzburger Saison haben könnte. Vom CL-Achtelfinale über die Europa League bis zum kompletten Aus scheint alles möglich.

Am späteren Dienstagabend soll im Idealfall nur die Moskauer Luft, nicht die Salzburger Stimmung nahe dem Gefrierpunkt sein. 

Textquelle: © LAOLA1.at

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