80 Minuten auf hohem Niveau reichen nicht
Die internationalen Auftritte in der jüngeren Vergangenheit würden ebenso Selbstvertrauen geben wie auch Mahnung sein, betonte Wöber.
"Wir haben in den beiden Jahren gesehen, dass es nicht reicht, wenn wir nur 80 Minuten auf hohem Niveau spielen. Da haben wir gegen richtig starke Mannschaften gut mitgehalten, dann aber in der Schlussphase immer wieder Tore bekommen", warnte er.
Auch gegen Sevillas Ligakollegen von Atletico Madrid versuchte sich Salzburg bereits, die Belohnung für großteils gute Leistungen beim 2:3 in Madrid und 0:2 in Wals-Siezenheim blieb in der Vorsaison aber aus. Größere Hoffnungen hatte man im Februar dieses Jahres vor dem EL-Sechzehntelfinale gegen Villarrreal.
Die abgebrühten Spieler des Gelben U-Boots ließen sich vom Salzburger Pressing letztlich nicht irritieren, siegten 2:0 und 2:1. Zumindest als Prestigesiege durften in der Vorbereitung auf die heurige Saison ein 1:0 gegen Atletico sowie ein 2:1 über den FC Barcelona verbucht werden.
Eine gute, aber keine außergewöhnliche Saison
Man werde gegen Sevilla auch nicht vom eigenen Spiel abgehen, versicherte Wöber: "Wir wollen auch gegen sie unser Spiel wieder durchziehen. Vielleicht überrascht es sie ja, wenn wir sie im eigenen Stadion mit offensivem Pressing attackieren. Das kennen sie aus der Primera Division wohl eher nicht."
Dass Sevillas Ligapartie gegen Barca vom Samstag verschoben wurde und die Spanier damit mehr Erholungszeit haben, ist für ihn kein Problem. "Für uns ist es wichtig, dass wir diesen Spielrhythmus beibehalten. Also sehe ich es eher als Nachteil, wenn man über zwei Wochen ohne Spiel hat", erzählte er dem "kicker".
Was wurde eigentlich aus dem ursprünglichen Plan, dass Wöber Salzburg nach zwei Jahren gewinnbringend verlassen soll? Dies wäre im abgelaufenen Transferfenster soweit gewesen. War das ein Thema?
Wöber: "Es ist natürlich immer Thema. Ich denke, dass ist bei jedem Spieler, der jung ist, der hungrig ist, einfach Thema, dass er noch mehr will. Aber es ist dieses Jahr ganz klar von Christoph Freund und Stephan Reiter gesagt worden, dass sie unbedingt wollen, dass ich hierbleibe. Ich fühle mich extrem wohl beim FC Red Bull Salzburg. Ich weiß auch, dass ich letzte Saison eine gute, aber keine außergewöhnliche Saison gespielt habe, um den Schritt zu machen. Deswegen bin ich mehr als glücklich, eine weitere Saison für Salzburg zu spielen."