Ich habe mir damals gesagt: 'Da will ich auch irgendwann stehen.' Jetzt auf der größten Bühne des Klubfußballs zu spielen, ist ein Riesengefühl.
Im Sommer 2019, als der LASK im Champions-League-Playoff knapp an Club Brügge scheiterte, war Jungwirth einer der Balljungen auf der Gugl. Nun, sieben Jahre später, ist er die unumstrittene Nummer eins in Linz.
"Ich habe Alex Schlager den Ball reingeworfen. Ich habe mir damals gesagt: 'Da will ich auch irgendwann stehen.' Jetzt auf der größten Bühne des Klubfußballs zu spielen, ist ein Riesengefühl", bekommt der ÖFB-U21-Schlussmann funkelnde Augen.
Kühbauer nach CL-Debüt: "Bin immer noch derselbe Typ"
Jungwirth war einer von zehn "Athletikern", die in Athen mit dem neuen "Debut"-Patch am Arm einliefen, den die UEFA erst diese Woche vorstellte. Logischerweise bekommen einen solchen Patch alle Spieler, die in der jeweiligen Partie ihr Champions-League-Debüt geben.
"Das Leiberl werde ich mir definitiv aufheben", grinst der Junggoalie.
Für Trainer gibt es einen solchen Patch nicht. Eine besonderer Abend war es für Kühbauer bei seinem persönlichen Champions-League-Debüt dennoch - auch wenn er nach der Partie nichts davon wissen will:
"Mein Leben ist danach genau so wie davor. Nicht falsch verstehen, ich bin super happy, dass wir in der Champions League sind, aber ich bin immer noch derselbe Typ. Davon, dass mir Flügel wachsen, bin ich weit weg."
Als nächstes wartet Liverpool
Um die Eindrücke von der Champions-League-Premiere zu verarbeiten, haben Kühbauer und Co. nun ein wenig Zeit. Erst am 14. Oktober wartet das zweite Ligaphasen-Spiel auf die Linzer. Dann kommt der große FC Liverpool in die Raiffeisen Arena.
"Das wird trotzdem eine große Chance für uns. Da in Ehrfurcht zu erstarren, wäre der falsche Zugang", rechnet sich der 55-Jährige durchaus Chancen auf eine Überraschung gegen die "Reds" aus.
Eine Überraschung wäre dabei so gut wie jeder Punktgewinn in den letzten sieben Spielen. Für Kühbauer ist ein Aufgeben im Voraus aber freilich keine Option:
"Es wäre schlimm, wenn wir in jedes Spiel reingehen und sagen, dass wir chancenlos sind und wir nur mitspielen wollen. Wir wollen schon versuchen, gegen jeden Gegner etwas zu holen. Auch, wenn es schwierig wird."
Jungwirth: "Brauchen uns vor Europas Elite nicht verstecken"
Selbst wenn das Ergebnis schlussendlich nicht nach Wunsch ausfiel, konnte der LASK am Dienstag gegen AEK zeigen, dass sein unangenehmer Fußball auch in der Champions League Gegnern Probleme bereiten kann.
Jungwirth hält fest: "Wir haben trotzdem über weite Teile des Spiels eine sehr gute Partie geliefert. Wir bauchen uns definitiv nicht verstecken vor Europas Elite."