Chancenwucher lässt Bayern vor Rückspiel zittern

Chancenwucher lässt Bayern vor Rückspiel zittern Foto: © getty
 

Chancen-Wucher und Defensivprobleme!

Nach der 2:3-Niederlage gegen Paris Saint-Germain müssen sich die Spieler des FC Bayern München vor allem an die eigene Nase fassen.

Trotz der Ausfälle von Goalgetter Robert Lewandowski und Flügelflitzer Serge Gnabry kreierten die Münchner eine Vielzahl an hochkarätigen Möglichkeiten.

Mehr Torschüsse standen in der laufenden Saison nur beim 8:0-Bundesligasieg gegen Schalke 04 zu Buche und trotzdem mussten die Münchner gegen das Pariser Starensemble den Platz als Verlierer verlassen.

Dominanter Bayern-Auftritt, aber schwache Chancenverwertung

Immer wieder wurden die Pariser frühzeitig unter Druck gesetzt, was sich in etlichen Ballgewinnen tief in des Gegners Hälfte bemerkbar machte.

Eine Vielzahl an hochkarätigen Chancen war die Folge, doch entweder das eigene Unvermögen oder der starke Paris-Keeper Keylor Navas standen weiteren Bayern-Toren im Weg.

Für Bayerns Offensiv-Antreiber Thomas Müller im "Sky"-Interview nach dem Spiel eigentlich nicht zu fassen: "Wir müssen deutlich mehr Tore machen. Über die Gegentore kann man natürlich reden, aber wenn es 5:3 oder 6:3 ausgeht, kann sich keiner so richtig beschweren. Wir haben uns das Ei selbst ins Nest gelegt und müssen dem Rückstand jetzt hinterherlaufen, das ist klar."

Dem stimmt auch sein Trainer Hansi Flick zu, der die fehlende Effizienz seiner Mannschaft bemängelt: "Der Gegner hat aus wenig Chancen drei Tore gemacht und wir hatten viele Chancen. Wir hätten es zu einem guten Ergebnis machen können, aber die Effizienz war nicht gut. Ich bin aber mit der Leistung und der Art und Weise zufrieden.“

Personalsorgen werden größer

Nachdem aus der sonst so starken Offensive schon im Hinspiel der verletzte Goalgetter Robert Lewandowski und der positiv auf das Coronavirus getestete Flügelflitzer Serge Gnabry fehlten, mussten im Spiel gegen die Pariser zwei weitere Leistungsträger frühzeitig vom Feld.

Mittelfeldmotor Leon Goretzka und Innenverteidiger Niklas Süle mussten jeweils wegen "muskulären Verletzungen" vom Platz, wie Bayern-Trainer Hansi Flick sichtlich geknickt bestätigte.

(Text wird nach dem VIDEO fortgesetzt)

Auch für Müller waren die ungeplanten Wechsel in Halbzeit eins nicht ideal, als Ausrede will er diese aber nicht gelten lassen: "Mit den beiden Ausfällen während des Spiels haben wir nicht gerechnet, da müssen wir uns noch einmal ein Bild machen. Aber alle unsere Spieler haben das Zeug mitzuhalten, wir haben das Spiel trotz Rückständen dominiert und Torchancen herausgespielt."

Probleme in der Defensive

Auffallend waren neben der schwachen Chancenverwertung außerdem Probleme in der Rückwärtsbewegung, die zuletzt schon überwunden schienen.

Die individuelle Klasse von Mbappe, Neymar und Co. tat ihr Übriges und auch Manuel Neuer sah beim ersten Gegentreffer der Münchner ungewohnt unglücklich aus. Flick nimmt seinen Keeper aber nach der Partie in Schutz: "Als Torwart sieht man da schlecht aus. Manu hat schon so viele Bälle für uns gehalten, er ist der beste auf der Welt."

PSG-Plan geht perfekt auf

Über einen perfekt aufgegangenen Matchplan durften sich die Spieler von Paris Saint-Germain freuen, auch wenn Julian Draxler zugibt "dem Ball fast die ganze Zeit nachgelaufen zu sein". Den Unterschied machte eine extrem effiziente Chancenauswertung.

Von einer Vorentscheidung wollte im Lager der Pariser aber niemand etwas wissen, zu groß ist der Respekt vor dem amtierenden Titelträger aus Deutschland. "Es ist ein gutes Ergebnis, aber es ist keine Garantie, wir müssen es mit Ruhe angehen und uns auf den Dienstag vorbereiten. Im Rückspiel müssen wir alles reinwerfen, Bayern ist eine große Mannschaft", spricht PSG-Trainer Mauricio Pochettino die Stärke der Bayern an.

Ein Extralob gibt es vom Trainer für seinen Matchwinner Kylian Mbappe: "Kylian ist ein toller Spieler, der schon mehrere Jahre auf dem höchsten Niveau spielt."

Nicht nur bei seinen beiden Treffern ließ der Weltmeister von 2018 seine große Klasse aufblitzen. Doch ähnlich wie Pochettino verzichtete auch Mbappe auf große Kampfansagen: "Die Effizienz hat den Ausschlag gegeben. Hinten raus hatten wir etwas Glück, noch ist aber nichts gewonnen."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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