Hannes Wolf: Der Mann für die wichtigen Tore

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Vier Spiele absolvierte die U19 von Red Bull Salzburg in dieser UEFA-Youth-League-Saison. Viermal ging man dabei mit 1:0 in Führung.

Immer mittendrin statt nur dabei: Offensivspieler Hannes Wolf. Der 17-Jährige erzielte drei Führungstore selbst, beim 5:0 gegen Vardar Skopje war er der Assistgeber zu den ersten beiden Treffern.

Ein Spezialist für die wichtigen Tore? „Spezialist würde ich nicht sagen. Zurzeit läuft es gut, aber es gibt auch Phasen, da trifft man nicht so häufig. Im Endeffekt zählt nur der Sieg“, bleibt der Grazer, der seit 2014 im Nachwuchs der „Bullen“ spielt, bescheiden.

Insgesamt hat er in der Youth League für fünf Tore und zwei Assists in vier Spielen gesorgt. Auch in der Ersten Liga, in der er mit Liefering spielt, konnte er bereits zehn Scorerpunkte verzeichnen (fünf Tore, fünf Assists).

Variabler Spieler

Eine der großen Stärken von Wolf ist seine Vielseitigkeit. In dieser Saison hat er offensiv bereits auf jeder denkbaren Position gespielt, als Mittelstürmer, Flügelspieler oder Spielmacher.

Der Linksfuß hat aber eine klare Lieblingsposition: „Ich kann im Offensiv-Bereich jede Position spielen, aber wenn ich es mir aussuchen kann, ist es die Zehner-Position.“

Apropos Offensivspieler: Von einem ehemaligen Stürmer-Star kann Wolf seit geraumer Zeit noch viel lernen.

Schließlich ist seit dem Abgang von Franz Schiemer zu Ried Ex-Bayern-Angreifer Alexander Zickler Co-Trainer beim FC Liefering. „Das ist natürlich eine super Geschichte. Wir haben mit Fränky Schiemer einen super Co-Trainer verloren, aber da kommt ein perfekter Co-Trainer nach. Wir werden sicher eine gute Zeit haben“, ist Wolf begeistert.


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Highlight Schalke

Die starken Leistungen von Wolf in der zweiten Spielklasse und in der Youth League sind den Verantwortlichen von RB Salzburg natürlich auch nicht verborgen geblieben. Der Kooperationsspieler bekam vergangenen Herbst aufgrund einiger Personalsorgen die Chance, bei den Profis zu trainieren und nützte diese.

Coach Oscar ließ ihn 15 Minuten gegen Schalke 04 in der Europa League ran, Wolf bedankte sich mit dem Assist zum 2:0-Endstand durch Josip Radosevic.

Zwar wird der Youngster auch das Frühjahr bei Liefering verbringen, bleibt aber dennoch eine Option für Oscar. „Ich bin in Kontakt mit ihm. Wir bekommen viel Feedback, wie unsere Leistungen sind. Das ist auch sehr wichtig für einen Spieler. Das ist bei diesem Verein sehr gut“, so Wolf.

Wolf bleibt bescheiden

Den Aufstieg, den der 17-Jährige in den letzten Monaten hingelegt hat, ist durchaus beeindruckend. Vor knapp einem Jahr wurde er vom Nachwuchs zu Liefering hinaufgezogen. Mittlerweile ist er Youth-League-Held, Stammkraft in der zweiten Liga und Europa-League-Spieler.

Der Teenager bleibt trotzdem bescheiden: „Ich habe Glück gehabt. Ich war quasi nie verletzt, das ist natürlich sehr wichtig. Jeder weiß, dass es im Fußball schnell nach oben und nach unten gehen kann. So wie es zurzeit läuft, freut es mich natürlich sehr.“

Weniger bescheiden klingt es allerdings, wenn es um die Zielsetzung in der laufenden Saison geht. „Ich will mit Liefering Meister werden und mit der U19 den Youth-League-Titel holen. Immer nach dem höchsten streben“, so sein Motto.

Die Gala gegen PSG

Speziell der Titel in der Youth League scheint nach der 5:0-Gala gegen Vorjahresfinalist Paris St. Germain nicht unrealistisch. „Ich habe auf einen Sieg gehofft, aber dass es ein 5:0 wird natürlich nicht. Jetzt traue ich der Mannschaft noch einen Tick mehr zu“, war auch der Torschütze überwältigt.

Nach seiner Auswechslung beim Stand von 4:0 machte es kurz den Anschein, als wäre Wolf sauer. Verärgert, dass er nicht die Chance bekam, ein weiteres Tor zu machen?

„Nein, ich war nicht grantig. Ich habe Probleme im Adduktorenbereich gehabt und habe um die Auswechslung gebeten. Ich bin zufrieden“, klärt Wolf auf.

Youth-League-Betreuer Marco Rose ist voll des Lobes für seinen Schützling: „Hannes ist ein klasse Typ. Er versteht Fußball und hat auch außerordentlich gute Fähigkeiten am Ball.“

Nächster Gegner Atletico

Im Viertelfinale wartet am Dienstag (16 Uhr) Atletico Madrid auf die „Jungbullen“. Nach Erfolgen gegen Manchester City und PSG muss man sich vor niemanden verstecken, ist sich Wolf sicher: „Mit den Leistungen, die wir momentan auf den Platz bringen, wird es schwer uns zu knacken. Ich traue der Mannschaft zu, jeden zu besiegen, auch Atletico.“

„Ein Großteil des Teams arbeitet auch unter der Woche zusammen und wir sind gut eingespielt. Wir arbeiten extrem gut gegen den Ball und schalten gut um. Ich glaube, damit rechnen die Gegner nicht. Man muss gegen uns gespielt haben, um zu wissen wie das ist“, streicht der Offensivspieler die eigenen Stärken hervor.

Mit einem Sieg gegen die „Rojiblancos“ würde die U19 von Salzburg ins „Final Four“, das von 21. bis 24. April in Nyon (Schweiz) ausgetragen wird, einziehen. Im Halbfinale würde der Sieger aus der Partie FC Barcelona gegen FC Porto warten.

Traumklub Real Madrid

Die persönliche Zukunft von Wolf heißt wohl früher oder später Bundesliga mit Red Bull Salzburg. Durch die starken Youth-League-Auftritte hat er eine gute Bewerbung abgegeben, wie er selbst weiß: „Mit solchen Leistungen stehen für jeden die Chancen gut, früher oder später hinaufgezogen zu werden.“

Und dann der Schritt weiter zu RB Leipzig in die deutsche Bundesliga? „Erstmals möchte ich hier zu den Profis kommen und Stammspieler werden. Dann sieht man weiter. Natürlich ist es ein Traum von mir, im Ausland zu spielen.“

Könnte sich Wolf einen Verein aussuchen, bei dem er eines Tages spielen dürfte, fällt die Wahl auf Real Madrid. Dort spielt immerhin auch sein großes Vorbild Cristiano Ronaldo.

Eine Gemeinsamkeit der beiden ist schnell gefunden: Sie machen die wichtigen Tore für ihre Mannschaften.

Textquelle: © LAOLA1.at

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