Salzburg zerlegt Rieder Defensiv-Bollwerk

 

Der FC Red Bull Salzburg legt am zweiten Spieltag der ADMIRAL Bundesliga einen 7:1-Kantersieg gegen die SV Ried nach.

Die "Bullen" tun sich im ersten Durchgang in der Red Bull Arena gegen extrem defensive Rieder lange schwer, ehe Supertalent Benjamin Sesko den Bann bricht: Der Slowene taucht nach einem abgefälschten Kristensen-Steilpass plötzlich alleine vor Samuel Sahin-Radlinger auf und trifft aus kurzer Distanz zu seinem ersten Bundesliga-Tor (38.).

Vom Führungstor angestachelt spielt sich Salzburg in einen Rausch und legt den zweiten Treffer nach. Rasmus Kristensen steht am Ende einer Traumkombination und vollendet aus spitzem Winkel zum 2:0 (41.).

Die Mozartstädter können das Momentum über die Pause hinweg beibehalten und kommen in Form von Karim Adeyemi nach Seitenwechsel rasch zum 3:0 (52.). Kurz darauf schnürt der Deutsche sogar einen Doppelpack vom Elfmeterpunkt, nachdem Zlatko Junuzovic von Nikola Stosic im Strafraum gefoult wird (62.).

Für den fünften Treffer zeichnet sich Kapitän Andreas Ulmer verantwortlich, der aus spitzem Winkel zum 5:0-Zwischenstand einschießt (78.).

Danach schreibt auch Ried erstmals an: Philipp Pomer drückt die Kugel zum 1:5 aus "Wikinger"-Sicht nach einer idealen Bajic-Vorarbeit über die Linie (89.).

In der Nachspielzeit köpft schließlich auch Sesko zu einem Doppelpack ein, der Slowene trifft nach Seiwald-Ecke (90.+1). Der Schlusspunkt geht auf das Konto von Noah Okafor, der kurz darauf zum 7:1 einnetzt (90.+3).

Salzburg belegt mit sechs Punkte alleine die Tabellenspitze, Ried steht mit drei Zählern auf Rang sieben.

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Salzburg tauscht den Torhüter

Salzburg-Coach Matthias Jaissle setzte vor 10.086 Zuschauern im Tor "als Belohnung für die Leistung gegen Atletico Madrid" (Jaissle) etwas überraschend auf Bundesliga-Debütant Philipp Köhn anstelle von Nico Mantl, einziger weiterer Wechsel im Vergleich zum 3:1 über Sturm Graz war im Mittelfeld Luka Sucic anstelle von Nicolas Capaldo.

Gleich vorweg: Köhn konnte sich nicht auszeichnen. Denn es spielten fast nur die Hausherren, die schon früh das vermeintliche 1:0 durch Adeyemi erzielten (5.). Der Jubel wurde aber schnell durch die - richtige - Abseitsentscheidung erstickt. Gegen die dicht stehenden Ketten der gut attackierenden Rieder fand Salzburg längere Zeit keine Lösung. Gefährlich wurde es vorerst bei Standards oder den - seltenen - Offensivaktionen Rieds. So konnte Goalie Samuel Sahin-Radlinger beim Konter in letzter Sekunde gegen Adeyemi klären (11.), zweimal brachten Eckbälle die Chancen: Maximilian Wöber traf den Ball aber schlecht und zielte daneben (17.), einen Sesko-Köpfler klärte Murat Satin knapp vor der Linie (33.).

Sesko bricht den Bann

Gegen Ende der erste Hälfte fiel doch das befreiende 1:0: Sahin-Radlinger klärte schlecht, Kristensen fing den Ball ab und passte auf den zentral postierten Sesko, der sich nicht zweimal bitten ließ. Vier Minuten später war die Partie endgültig entschieden. Kristensen schloss eine klassische Salzburg-Aktion durch die Mitte über mehrere Stationen von rechts außen durch die Beine von Sahin-Radlinger ins lange Eck ab.

Ried (22 Prozent Ballbesitz in den ersten 45 Minuten) wirkte angeschlagen und hatte auch etwas Glück, vor dem Seitenwechsel nicht noch einen Gegentreffer zu kassieren. Salzburg machte nach Wiederanpfiff nahtlos weiter und erhöhte bald auf 3:0. Nach weitem Pass von Wöber tanzte Adeyemi im Strafraum die Abwehr aus und schoss eiskalt ein. Ried "schwamm", Kristensen schoss aus wenigen Metern daneben (55.).

Ried schreibt noch an

Adeyemi stellte nach Foul von Nikola Stosic an Zlatko Junuzovic samt VAR-Check mit einem präzise geschossenen Elfmeter auf 4:0, kurz darauf zischte sein Volley am Fünfer vorbei (67.). Für Ried sorgte Ante Bajic mit einem weiten Ball relativ knapp über das Tor für den ersten ernstzunehmenden Versuch (75.), das nächste Tor fiel aber erwartungsgemäß auf der Gegenseite: Ulmer profitierte nach einer Abwehraktion und schloss aus spitzem Winkel ab.

Immerhin gab es für die "Wikinger" nach schöner Vorarbeit von Bajic durch einen Abstauber von Pomer noch ein Mini-Trostpflaster, das die Hausherren aber noch einmal motivierte: Sesko per Kopf nach Corner und "Joker" Okafor mit einem schönen Schuss von der Strafraumgrenze sorgten für den Endstand.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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